
Flugbericht: Mit Air Dolomiti von München nach Venedig
Eine Flugreise mit Kind ist immer ein bisschen mit Aufregung verbunden: Wird alles klappen? Bekommt die Kleine Ohrenschmerzen? Kann ich sie vom Sitzenbleiben überzeugen? Unser Flug mit Air Dolomiti von München nach Venedig zeigt: Es kann unkompliziert, herzlich und erstaunlich entspannt funktionieren.
Online-Check-in und Gepäckaufgabe
Der Online-Check-in über die Lufthansa-Website verlief ohne Schwierigkeiten. Schon am Vortag konnten wir bequem einchecken und unsere Bordkarten herunterladen. Eine Sitzänderung war zwar nicht möglich, doch meine Mutter, die mich bei der Reise begleitete, und ich saßen nebeneinander – das war die Hauptsache und eine Erleichterung bei einer Reise mit Kind.
Am Flughafen München ging es dann zügig: An den Self-Service-Countern gaben wir unser Gepäck innerhalb weniger Minuten mit der freundlichen Hilfe eines Mitarbeiters auf. Lange Schlangen oder Wartezeiten am Schalter gab es somit keine.
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Gepäck & Handgepäck bei Air Dolomiti
Bei Air Dolomiti gelten übrigens dieselben Regelungen wie bei der gesamten Lufthansa-Gruppe. Pro Person ist in der Regel ein Handgepäckstück mit bis zu 8 kg und den Maßen 55 x 40 x 23 cm erlaubt, dazu ein kleines persönliches Item wie Handtasche oder Laptoptasche. Besonders praktisch: Kinderwagen oder Buggy dürfen kostenlos bis ans Gate mitgenommen und dort direkt abgegeben werden – so wie bei unserem Flug. Wir haben den Buggy sogar mit in den Bus aufs Rollfeld genommen und ihn dann direkt am Flugzeug abgegeben.
Air Dolomiti bietet Economy- und Business-Tarife an. Economy Light enthält nur ein Handgepäckstück, während Economy Classic, Green und Flex jeweils zusätzlich ein Aufgabegepäck bis 23 kg beinhalten. Business Saver und Business Flex bieten jeweils zwei Aufgabegepäckstücke bis 32 kg sowie zwei Handgepäckstücke – ideal für Reisende mit mehr Gepäckbedarf.
In unserem Economy-Classic-Tarif hatten wir je ein Stück Freigepäck mit bis zu 23 kg inklusive. Für uns hat das super gepasst. Unser Freigepäck hätte theoretisch sogar Handgepäcksgröße gehabt, aber so hatten wir am Flughafen die Hände frei und mussten uns nicht um unsere Trollies kümmern.
Boarding und Ausstattung
Das Boarding begann pünktlich. Mit Kind durften wir das Pre-Boarding nutzen – theoretisch ein Vorteil, in der Praxis heute aber nur bedingt, da wir mit dem Bus zur Außenposition mussten und am Ende doch alle gleichzeitig ins Flugzeug eingestiegen sind. Aber auch das war kein Problem. Alles lief ruhig und geordnet ab.



Den Buggy konnten wir bis ans Flugzeug mitnehmen und direkt beim Personal beim Einsteigen abgeben. Er wurde im Frachtraum verstaut und nach der Landung sofort wieder bereitgestellt – sehr praktisch und total unkompliziert.
Im Flieger erwartete uns die angenehme 2–2-Bestuhlung, ideal für Familien oder Paare, weil man automatisch nebeneinander sitzt. Die Ledersitze machten einen hochwertigen Eindruck und waren für die kurze Strecke überraschend bequem. Auch die Beinfreiheit war absolut in Ordnung – funktional, aber angenehm. Entertainment gibt es auf Kurzstreckenflügen zwar nicht, dafür wirkte die Kabine modern, sauber und insgesamt sehr gepflegt. Unser Handgepäck ließ sich problemlos in den Overhead Bins verstauen, und kleinere Taschen passten locker unter den Sitz. Insgesamt ein unkomplizierter, angenehmer Start in den Flug.
Service an Bord
Unsere Kleine schlief bereits im Bus in der Trage ein und an Bord zeigte sich die Crew direkt besonders kinderfreundlich. Wir durften sie weiterschlafen lassen – lediglich die Trage musste ich abnehmen und den Kindergurt um sie herum anlegen und mit meinem verbinden. Eine Flugbegleiterin brachte mir sofort ein Kissen, um meinen Arm bequemer abzustützen, auf dem die Kleine ihren Kopf abgelegt hatte.
Vor dem Start bekam ich eine kurze, persönliche Einweisung, wie ich mich im Notfall mit Kind verhalten soll – eine Geste, die Sicherheit gibt. Nachdem wir die Flughöhe erreicht hatten, ging die Crew durch und verteilte kostenloses Wasser – mehr war bei der kurzen Strecke meiner Meinung nach auch nicht nötig.
Wer dennoch etwas bestellen will, kann sich das Bord-Menü anschauen und zwischen Getränke und Snacks wählen. Dich erwartet eine kompakte, aber gute Auswahl mit herzhaften Snacks wie Pastrami-Bagel, Focaccia oder Couscous-Salat, dazu süße Leckereien wie Muffins. Bei den Getränken stehen Softdrinks, Kaffee und auch alkoholische Optionen bereit. Ideal, um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen.
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Der Flug
Die Maschine hatte zwei Sitze pro Reihe und wirkte dadurch sehr übersichtlich. Ich bin ehrlicherweise noch nicht oft mit kleineren Flugzeugen geflogen und war ein bisschen aufgeregt, ob man mehr Turbulenzen bemerken wird. Der Start erfolgte rasch und ohne Verzögerung. Nach ein paar Minuten ließen wir München hinter uns und flogen gen Süden. Entgegen meinen Befürchtungen war der Flug ruhig. Unterwegs eröffnete sich ein beeindruckendes Panorama über den Dolomiten.
Bei der Verabschiedung bekam meine Tochter von einem Flugbegleiter noch einen kleinen Pappflieger geschenkt. Eine Aufmerksamkeit, die mir im Gedächtnis geblieben und ein großes Zeichen für die Kinderfreundlichkeit bei Air Dolomiti ist.
Ankunft in Venedig
Nach der Landung lief alles ebenso reibungslos wie zuvor. Unser Gepäck kam als Erstes aufs Band und so waren wir innerhalb kürzester Zeit am Pier. Dort entschieden wir uns für ein privates Wassertaxi, das uns direkt bis zum Hotel brachte. Mit Kind und viel Gepäck haben wir uns die wohl entspannteste Möglichkeit gegönnt, in die Stadt zu fahren.
Zwar kostet die Fahrt rund 120 bis 150 Euro (Stand: Oktober 2025), doch sie spart Zeit und Nerven und das ist bei Reisen mit Kindern Gold wert.
Wer sich das Boot mit anderen Reisenden teilt, so wie wir, reduziert die Kosten deutlich.
Unser Flug mit Air Dolomiti: Ein Fazit
Von der unkomplizierten Gepäckaufgabe über den pünktlichen Start bis hin zum freundlichen Service an Bord – der Flug mit Air Dolomiti war durchweg angenehm. Besonders die Kinderfreundlichkeit der Crew machte die Reise zu einem positiven Erlebnis. Mit kleinen Gesten wie einem Kissen oder einem Spielzeug für meine Tochter zeigte sich echte Aufmerksamkeit. Nach nicht einmal einer Stunde landeten wir entspannt in Venedig – und starteten dank des gelungenen Fluges gut gelaunt in unser Venedig-Abenteuer.

Über den Wolken: Wo immer die Sonne scheint, kann nur ein guter Ort sein.
Air Dolomiti: Das musst du wissen
Gehört Air Dolomiti zur Lufthansa?
Air Dolomiti ist Teil der Lufthansa Group, Mitglied der Star Alliance und Miles & More Partner. Die Airline verbindet München mit zahlreichen Zielen in Italien – ideal für alle, die schnell und komfortabel in die Lagunenstadt oder weiter Richtung Süden reisen möchten.
Welchen Flugzeugtyp setzt Air Dolomiti ein?
Typs Embraer 190 und Embraer 195. Die Jets bieten Platz für rund 100 bis 120 Passagiere, verfügen über bequeme Ledersitze in einer 2-2-Bestuhlung ohne Mittelsitze und gelten als besonders leise und effizient. Eingesetzt werden sie auf den Strecken zwischen München und zahlreichen italienischen Städten wie Venedig, Verona oder Florenz – ideal für kurze bis mittlere Distanzen.
Welches Terminal nutzt Air Dolomiti in München?
Air Dolomiti startet und landet am Terminal 2 des Flughafens München – gemeinsam mit Lufthansa und anderen Star-Alliance-Partnern.
Wann kann man bei Air Dolomiti einchecken?
Der Online-Check-in ist ab 23 Stunden vor Abflug möglich – entweder über die Lufthansa-Website oder die App. Am Flughafen öffnet der Check-in-Schalter etwa zwei Stunden vor Abflug.
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Ursprünglich veröffentlicht am 12.11.2025











