Rarotonga: Südsee-Tipps für die Cookinseln

Für viele gelten sie als das Paradies schlechthin: die Cookinseln in der Südsee. Clemens und Anne waren auf Rarotonga und haben zehn Tipps für Aktivitäten auf der Insel zusammengestellt. Sie zeigen Euch die besten Spots zum Schnorcheln und Kajaken, erkunden die schönsten Lagunen und gehen mit einem Medizinmann auf Tour.

 

Genug von Strand und Kokosnüssen? Nicht wirklich, oder? Trotzdem lohnt sich ein Besuch der höheren Regionen von Rarotonga. Wer es nicht bis zur sogenannten „Needle“, dem 652 Meter hohen Gipfel des Bergs Te Manga, schafft, der sollte zumindest einmal ein Stückchen mit dem Roller hinauffahren. Von oben ergibt sich plötzlich ein ganz anderes Bild der kleinen Insel.Rarotonga mag eine kleine, beschauliche Insel sein. Unternehmungen gibt es dennoch wie Sand am Meer – im wahrsten Sinne der Redewendung. Hier stellen wir Euch die schönsten Möglichkeiten vor, sich den Tag auf der Südseeinsel um die Ohren zu schlagen.

Unterwegs auf den Cookinseln per Roller

Eine Insel mit nur 67 Quadratkilometern erkundet man am besten mit dem Roller. Und den mietet man direkt vor Ort – entweder tage- oder wochenweise, zum Beispiel bei Polynesian Rental Cars. Vor allem hier auf Rarotonga ist es der große Vorteil eines Rollers, dass man stehen bleiben kann, wann und wo man möchte. Und keine Sorge, an jeder Kurve ergeben sich neue, noch atemberaubendere Ausblicke auf den Strand und das vorgelagerte Riff.

Vorsicht: Wer einen Roller mieten will, aber keinen europäischen Motorradführerschein besitzt, muss sich einen lokalen Führerschein machen lassen – ja, richtig gehört! Den Cook Islands Moped-Führerschein erhält man gegen rund 20 Euro Entgelt bei der Polizeistation im Hauptort Avarua.

Schnorcheln am Tikioki Beach auf Rarotonga

Niemand sollte von den Cookinseln wieder abreisen, ohne mindestens einmal in der Lagune geschnorchelt zu haben. Denn dank des klaren und ruhigen Wassers ist es ein Leichtes, bunte Fische zu erspähen und riesige Muscheln zu entdecken. Einer der bekanntesten Schnorchelplätze ist der Tikioki Beach auf Höhe der Matutu Brewing Company. Es sei allerdings allen empfohlen, Schnorchelschuhe über die Füße zu stülpen, die vor den extrem scharfen Korallen schützen.

Kajaken und Stand-up-Paddeln – die Cookinseln sportlich erkunden

Für zwei weitere Sportarten ist Rarotonga der perfekte Ort: Kajaken und Stand-up-Paddeln (SUP). Für beides ist die ruhige Lagune Rarotongas der perfekte Ort, da es weder Wellen noch zu viel Wind gibt. Und dank des klaren Wassers bleibt die Sicht auf die Unterwasserwelt fast die gleiche wie beim Schnorcheln. Erholen lässt es sich dann prima bei einem Sonnenbad auf dem Brett. Dabei sollte man nur aufpassen, dass man nicht zu nah ans Riff gelangt. Denn dass es dort eine gefährliche Brandung gibt, weiß man nicht erst seit dem Disneyfilm „Vaiana“.

Kleiner Tipp: Die meisten Hotels stellen ihren Gästen sowohl Kajak- als auch SUP-Ausrüstungen kostenfrei zur Verfügung.

Koka Lagoon Cruise – mit dem Glasbodenboot in die Lagune

Natürlich gibt es noch andere Arten, die Lagune zu erkunden. Eine sehr ausführliche Variante ist die Koka Lagoon Cruise, ein halbtägiger Ausflug mit einem Glasbodenboot zu den vorgelagerten Inseln. Es wird geschnorchelt, es werden Kokosnüssen vom Baum geholt, es wird vom Fisch-BBQ-Buffet geschlemmt und es wird bestens unterhalten: mit Ukulele, Bongo und fröhlichem Gesang, der bestimmt auch den letzten Teilnehmer des Ausflugs dazu bringt, mit dem Fuß zu wippen.

Matutu Brauerei-Tour – Geschichte des Bieres auf Rarotonga

Rarotonga wartet mit gleich zwei Bierbrauereien auf. Wer sich für die Geschichte des Bieres auf den Cookinseln interessiert, dem sei eine Brauerei-Tour bei der Matutu Brewing Company ans Herz gelegt. Die kleine Brauerei, die seit mittlerweile acht Jahren Bier herstellt, bietet täglich zwei Touren (um 12 Uhr und 13 Uhr) an, bei denen Miteigentümer Eric Newnham den Prozess der Bierherstellung Schritt-für-Schritt erläutert und dabei genau erklärt, wie viel Zeit und Arbeitskraft in den einzelnen Aromen steckt. Und das Beste: Die Tour beinhaltet eine Verkostung von allen Produkten (Lager, Pale Ale und saisonale Biere) und kostet nur 10 $ pro Person.

Punanga Nui Markt in der Inselhauptstadt Avarua

Der bunte Punanga Nui Markt findet jeden Samstagmorgen neben der Rarotonga Wharf in der Hauptstadt Avarua statt und zieht schon ab 6 Uhr morgens Groß und Klein an. Neben zahlreichen Ständen voller kulinarischer Köstlichkeiten wie Eke (Oktopus-Curry) oder Poké (gebackener Nachtisch aus Bananenmus und Tapiokastärke), findet man dort auch Verkaufsstände mit lokalem Kunsthandwerk wie hölzernen Masken, der Cookinsel-Variante einer Ukulele aus regionalem Holz und Kokosnüssen, sowie allerlei farbenfrohe Kleidungsstücke in der Tradition der Inseln.

„Pa’s Nature Walk“ – auf Tour mit dem Medizinmann von Rarotonga

Pa kennt in Rarotonga jeder. Wirklich jeder. Der alte Herr ist sowas wie der Medizinmann der Insel und hat schon ganze Familien vor schweren Krankheiten bewahrt. Keine Sorge, das erzählt nicht nur er allein, sondern auch die Insulaner. Touristen und andere Interessierte führt er bei einer zweistündigen Wanderung erst durch sein sehr grünes Anwesen und dann auf einem entspannten Spaziergang durch die Natur Rarotongas. Dabei erklärt er die Zusammensetzung und Wirkung jeder zweiten Pflanze, der man begegnet. Es geht also ganz schön lehrreich zu. Aber gerne wird Pa auch persönlich. Wer also die eine oder andere körperliche Beschwerde hat, sollte sie Pa nicht verheimlichen – egal ob Ausschlag, Bluthochdruck oder Dengue. Denn wenn jemand ein natürliches Heilmittel parat hat, dann ganz sicher er. Fragen aller Art sind bei ihm Willkommen. Außer die nach dem Alter des starken und zugleich drahtigen Mannes. Dafür erntet man nur ein verschmitztes Grinsen.

Muri Nachtmarkt – zünftige Spezialitäten der Cookinseln

Der Muri Night Market findet Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag statt. Hierhin verschlägt es alle, die mal außerhalb der vielen, zugegeben, wirklich guten Restaurants der Insel dinieren möchten. Hier auf dem Nachtmarkt am Muri Beach geht alles etwas einfacher und etwas zünftiger zu. Neben geschmortem Lamm und frischem Fischcurry werden noch viele weitere Spezialitäten der Cookinseln angeboten und von den meist zahlreichen Besuchern auch direkt vor Ort auf Bierbänken verzehrt. Dazu gibt es inseleigenes Bier und lokale Musik über Lautsprecher. Prost, Mahlzeit!

Te Vara Nui – die Kultur der Cookinseln auf Rarotonga erleben

Was die Kultur der Cookinseln ausmacht? Das kann man bei Te Vara Nui erleben, einer kulturellen Mischung aus Bildung und Unterhaltung. Die knapp einstündige Aufführung erzählt die Legende von Tongaiti, einem reisenden Krieger, der nach Rarotonga kam und mit den Ureinwohnern mit Hilfe seiner schönen Tochter Frieden schloss. Die aufwändige Show mit Live-Musik, wilden Tanzeinlagen und leuchtenden Farben wird mit einem großen Buffet abgerundet.

Rarotonga von oben – auf den Gipfel des Te Manga

Genug von Strand und Kokosnüssen? Nicht wirklich, oder? Trotzdem lohnt sich ein Besuch der höheren Regionen von Rarotonga. Wer es nicht bis zur sogenannten „Needle“, dem 652 Meter hohen Gipfel des Bergs Te Manga, schafft, der sollte zumindest einmal ein Stückchen mit dem Roller hinauffahren. Von oben ergibt sich plötzlich ein ganz anderes Bild der kleinen Insel. Unsere Reise auf den Cookinseln führte uns weiter ins Paradies der Aitutaki.

Auf ihrer Reise zu den Cookinseln wurden Anne und Clemens unterstützt von:

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5 Kommentare

  1. Türkisfarbenes Wasser – sattes Grün auf dem Land – glückliche Menschen – Führerscheine für 20,-€.
    Warum sind Paradiese immer so weit weg und schwer erreichbar?

  2. Da will man doch sofort die Koffer packen und einfach nur dorthin. Traumhaft

  3. Ein wunderbarer informativer Bericht! Danke dafür! Hat mir die Entscheidung zwischen Cook Inseln und Fidschi erleichtert.

    • Liebe Renate,

      vielen Dank für Dein Feedback. Schön, dass Dir die Tipps von Anne und Clemens weitergeholfen haben. Wir hoffen, die Wahl ist dann auch auf die Cook Inseln gefallen. 🙂

      Viele Grüße vom Redaktionsteam

  4. Bin aktuell grade auf Aitutaki und war davor auf Raro. Habe mit meiner Freundin die Tour mit Pa gemacht.. wir selbst haben sie mit ihm zusammen auf nahezu 4 Stunden ausgedehnt was nicht nur uns sondern auch ihm eine Menge Freude bereitet hat.. mal abgesehen davon wie leicht man mit natürlichen Mitteln Mückenstiche und Sonnenbrand behandeln kann.. bin ich durch ihn ein Augenleiden das ich seit mehr als 8 Jahren mit mir rumschleppen losgeworden wo die Schulmedizin nicht mehr weiter wusste.. wer den man und seine Methoden für Hokuspokus hält.. der hat einfach nicht zugehört oder will keine Hilfe haben.. ich habe durch ihn gelernt das die Apotheke der Pflanzenwelt wesentlich effektiver ist als die der verpackten Pillen die Bock auf die Euros oder Dollars haben.. Rarotonga ist wunderschön usw. darüber kann man sicher auch viel sagen.. aber ich muss an dieser Stelle erwähnen das mich in meinem ganzen Leben noch nie eine Person so beeindruckt hat wie Pa. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus nachdem ich zwei Nächte zuvor eine halbe Packung Tigerbalm auf meinen Beinen verschmiert habe um das Jucken der Mückenstiche zu lindern.. dann mit gefühlt 80 neuen bei Pa ankam und er mir mit einer einzigen Frucht einer Pflanze all dieses Jucken kratzen und unwohl fühlen innerhalb von Minuten genommen hat.. klar! Ihr könnt euch in Deutschland für 8€ ne Tube Fenistil kaufen.. die nix bringt.. ihr könnt euch aber auch für ca. 10-15cent etwas besorgen was es fast überall gibt was wirklich hilft.. dieser Mann steht nicht nur da und zeigt euch das pflanzen helfen können.. er öffnet einem vielmehr die Augen für das was wir dank unserer dreckigen Industrie garnicht mehr sehen können! Und zwar das das was wir brauchen oft direkt vor uns ist.. und nicht von Bayer oder Pfizer sinnlos in Tuben oder Pillen verpackt wird und dann teuer ohne wirkliche Heilung an uns weitergeben wird

Koffer schon gepackt? Oder noch mehr Tipps? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!