12 Richtige: Die schönsten Wochenendtrips in Deutschland

Warum immer direkt in die Ferne verreisen, wenn es so viel vor der Haustür zu entdecken gibt? Vor allem für einen Wochenendtrip eignet sich eine Reise innerhalb von Deutschland perfekt. Klar, eine Städtereise nach München oder Berlin ist immer drin: Aber habt ihr auch schon mal an den Ruhrpott gedacht oder an die mecklenburgische Seenplatte? Hier findet ihr unsere 12 Favoriten und Ideen, um euer eigenes Land mal von einer ganz neuen Seite zu entdecken.

Habt ihr Lust, Deutschland zu entdecken? Wunderbar – wir haben uns mal für euch umgeschaut und die schönsten Ecken Deutschlands gefunden, die sich perfekt für einen Wochenendtrip eignen. Voilà, hier sind sie, unsere zwölf Ideen für Kurzreisen in Deutschland: für jeden Monat eine!

1. Freiburg im Breisgau

Freiburg liegt im Südwesten und damit in einer der wärmsten Ecken Deutschlands. Und das heißt, dass dort fast schon Frühling ist, wenn du woanders immer noch bibberst. Los geht’s in der Altstadt, in der es meist ziemlich wimmelt. Aber das macht nichts, denn wenn viel los ist, dann gibt’s auch viel zu sehen. Bei eurem Spaziergang werdet ihr über kurz oder lang das Freiburger Münster entdecken. Reingehen ist Pflicht, hoch hinauf auf den Turm könnt ihr auch – zwar nicht bis ganz nach oben, aber immerhin 70 hoch. Von der Aussichtsplattform habt ihr einen tollen Rundum-Blick auf die Stadt.

Wieder unten? Dann solltet ihr euch auf dem Wochenmarkt umschauen. Hier gibt es tolle Leckereien aus der Region und aus der ganzen Welt – da lohnt sich das Probieren! Außerdem bietet der Markt, der jeden Tag außer sonntags abgehalten wird, viele Motive für Hobby-Fotografen. Was sonst noch zu erwähnen ist: die tollen Läden und Shops, die ihr überall findet, dazu gefühlt 1.000 nette Kneipen und Cafés und das viele Grün in der Stadt.

Und weil Freiburg auch noch am Fuße des Schwarzwalds liegt, ist es der ideale Ausgangsort für Ausflüge. Zum Beispiel zum Schauinsland, dem höchsten Berg im Schwarzwald. Und wenn ihr Lust auf Schlemmen wie Gott in Frankreich habt, dann ab ins Elsass – bis Colmar und Straßburg braucht ihr gerade mal eine Stunde!

Dann ab nach Freiburg!

2. Harz

Quizfrage: Gibt es ein Gebirge in Norddeutschland? Antwort: Ja, gibt es und zwar den Harz! Und den solltet ihr euch unbedingt mal an einem der nächsten Wochenenden gönnen. Weil der Harz so unglaublich abwechslungsreich ist, fällt es uns echt schwer, euch ein Basislager für euren Entdeckungs-Trip zu empfehlen. Nehmen wir einfach Wernigerode, weil ihr von hier schnell zu allen Harzer Hotspots kommt. Und zweitens, weil es hier so schön ist. Ganz nebenbei: Falls ihr einfach in der Stadt bleiben wollt, dann schaut euch unbedingt im Bürgerpark an, was ihr alles verpasst habt – dort gibt es den Harz nämlich im Miniaturformat zu bestaunen.

Ein absolutes Muss für alle Harz-Entdecker ist ein Ausflug zum Brocken. Rauf kommt ihr am besten von Schierke aus, einem netten Ort ganz in der Nähe – entweder mit der bequemen Brockenbahn, in einer Kutsche, mit dem E-Bike oder zu Fuß. Wichtig ist gute Kleidung, denn das Wetter auf dem Brocken ändert sich schnell. Ach ja: Solltet ihr zufällig zur Walpurgisnacht dort sein, also in der Nacht zum 1. Mai, dann wundert euch nicht, wenn euch ein paar Hexen begegnen – der Brocken ist nämlich auch der berühmt-berüchtigte Blocksberg!

Noch mehr Lust auf Grusel? Dann solltet ihr nach Blankenburg fahren. Denn hier startet eine tolle Wanderung auf dem Kammweg, die euch über Klippen und durch schmale Felsspalten vom Großvaterfelsen bis zum Hamburger Wappen bei Timmenrode führt. Dabei begegnen euch imposante Felsen, die so ausgefallene aber passende Namen wie Turnerfelsen, Hohe Sonne, Fahnenfelsen, Schweinekopf oder Teufelskessel tragen. Für den Rundweg müsst ihr etwa drei Stunden einplanen. Auch toll und nur knapp zehn Minuten von Blankenburg entfernt findet ihr zwei weitere tolle „natürliche“ Sehenswürdigkeiten: die Festungsruine Regenstein und eine Lichtung mitten im Wald, wo ihr Höhlen in beeindruckenden Sandsteinfelsen findet.

3. Seenplatte Mecklenburg-Vorpommern

Unser nächster Trip führt uns ganz in den Nordosten des Landes nach Mecklenburg-Vorpommern. Bei Meck-Pomm denken die meisten sofort an Ostsee, Rügen oder Usedom. Alles wunderbare Ziele, keine Frage. Wir empfehlen euch aber einen Abstecher in Europas größtes geschlossenes Seengebiet, die Mecklenburgische Seenplatte.

Am besten erreicht ihr sie von Berlin aus. Von dort ist die Seenplatte gut eine Stunde entfernt. Guter Ausgangspunkt für euer Wochenende ist Waren, der größte Ort an der Seenplatte. Im Sommer ist hier ordentlich was los, weil hier viele Wassersportler unterwegs sind. Hier könntet ihr euch auch ein Hausboot mieten oder auch ein Kanu. Eure Tour könnt ihr auch mit dem Nationalpark-Bus direkt von Waren aus starten. Toll: Für Urlauber sind die Fahrten gratis und auch Fahrräder könnt ihr mitnehmen.

Erkunden könnt ihr diese unglaublich schöne und vor allem ruhige Landschaft auf dem Rad oder beim Wandern. Abenteuerlicher wird’s, wenn ihr im Kanu, Kajak oder sogar auf einem Hausboot auf den über 1000 (!) Seen unterwegs seid. Wichtig ist, dass ihr dabei immer auf die Natur achtet: Die ist nämlich deshalb so schön üppig, weil sie geschützt wird. Übernachten könnt ihr auf den vielen Campingplätzen, die meistens direkt am Wasser liegen. Oder ihr steigt in einem netten Hotel ab.

Tipp: Falls es mal regnen sollte, dann schaut mal im Müritzeum vorbei. In dem Museum erfahrt ihr alles über die Landschaftsgeschichte der Mecklenburgischen Seenplatte.

Auf der Website vom Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte gibt es noch mehr Tipps für Aktivitäten und Unterkünfte in Meck-Pomm.

4. Rosenheim und Chiemsee

An Rosenheim und am Chiemsee kommen eigentlich alle vorbei, die Kurs auf Italien nehmen. Unser Tipp: einfach mal rausfahren und auf Entdeckungstour gehen. Rosenheim bietet viel: südlichen Flair in der wunderschönen Innenstadt, tolle Cafés wie zum Beispiel das Dinzler oder das Aran, tolle Geschäfte und die Museums-Attraktion Lokschuppen in der Nähe des Hauptbahnhofs. In diesem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudekomplex gehen schon seit 1988 regelmäßig faszinierende Ausstellungen über die Bühne. Noch bis Ende September 2020 tummeln sich im Lokschuppen die Saurier und das lässt nicht nur Herzen der kleinen Dino-Fans höher schlagen.

Wenn ihr schon in Rosenheim seid, dann müsst ihr unbedingt rüber zum Chiemsee fahren, denn das Bayerische Meer hat jede Menge zu bieten. Egal ob im Auto oder mit dem Zug: In knapp einer halben Stunde seid ihr in Prien. Von hier könnt ihr zum Beispiel mit dem Ausflugsboot zur Herreninsel schippern und König Ludwigs Schloss Herrenchiemsee besuchen, ein kleineres und nicht fertig gewordenes Versailles. Alternativ könnt ihr auch die kleinere Fraueninsel ansteuern – sie erkunden und das Bergpanorama genießen. Nicht viele wissen, dass es auch noch eine dritte Insel auf dem Chiemsee gibt, was vielleicht daran liegt, dass sie nicht auf der Route der Ausflugsschiffe liegt. Praktisch, weil die kleinste der Inseln zumindest im Frühjahr und Herbst ein echter Geheimtipp für alle ist, die Lust auf ein Picknick haben. Rüber kommt ihr am besten von Gstadt aus – entweder mit einem Tretboot oder im Kajak.

Die schönsten Seen in Bayern haben übrigens die Phototravellers auf ihrem Blog für euch zusammengestellt.

5. Leipzig

Wenn die „New York Times“ Leipzig in ihre Liste der 52 sehenswertesten Orte der Welt aufnimmt und sogar das neue Berlin nennt, dann muss an der größten sächsischen Stadt ja wohl was dran sein, oder?

Ist es und das aus den verschiedensten Gründen. Uns hat zum Beispiel besonders das Leipziger Kulturleben begeistert. Viele der alten Fabriken aus DDR-Zeiten wurden nicht abgerissen, sondern zu Orten der Kunst umgestaltet. Einige davon sind mittlerweile etabliert, in anderen herrscht noch immer Aufbruchsgeist. Ein gutes Beispiel: das Tapetenwerk, das ihr euch unbedingt anschauen solltet. Dort könnt ihr Kunst entweder in Ausstellungen oder Ateliers bewundern und selbst welche in Workshops schaffen. Ihr könnt dort aber auch ziemlich günstig und ziemlich gut (das ist absolut untertrieben!) Mittag essen – in einer Kantine, die wahnsinnig viel Style und Flair hat.

In diesem Jahr feiert ganz Sachsen das „Jahr der Industriekultur“ und da ist natürlich auch Leipzig mit am Start. Das Museum für Druckkunst zeigt zum Beispiel, wie Fotografen die Industrialisierung festhielten. Und das Museum der bildenden Künste greift in einer Ausstellung auf, wie Künstler die Industriekultur sahen.

Und sonst? Wie wär’s mit einer geführten Bootstour? Kein Witz: Leipzig kann man nämlich nicht nur laufend oder mit dem Rad, sondern auch wunderbar vom Wasser aus kennenlernen – entweder im Motorboot oder im Kanu. Wie dem auch sei: Die Innenstadt von Leipzig ist echt sehenswert, nicht nur wegen der Nikolai- und der Thomas-Kirche. Sehr beeindruckend ist das neue Rathaus, von dessen Turm man einen guten Überblick über Leipzig bekommt. Außerdem empfehlenswert ist ein Besuch im Leipziger Zoo: Das ist nicht ganz billig, aber hier kann man in toller Atmosphäre ausspannen.

Auf seinem Blog zeigt euch unser Blogger Tobias seine 5 Instagram Hot Spots in Leipzig.

6. Bodensee

Den größten See Bayerns hatten wir schon, jetzt schicken wir euch an den Bodensee und zwar in das schöne Meersburg, wo es einem vorkommt, als sei man plötzlich um 500 Jahre zurück in der Zeit gereist. Die Besichtigung der Burg, die mitten im Ort zu finden ist und die genauso aussieht, wie man sich eine Ritterburg vorstellt, dürft ihr euch auf gar keinen Fall entgehen lassen. Knallbunte Fachwerkhäuser, eine südländisch anmutende Uferpromenade, nette Läden, enge Gassen, gemütliche Cafés ­– hier direkt am See kann man es auch länger als nur ein Wochenende aushalten.

Mit der Fähre könnt ihr übrigens nach Konstanz übersetzen, wo es schon einen Tick urbaner zugeht. Besonders schön: der Hafen mit coolen Restaurants und Cafés, wo sich bei einem Kaltgetränk die vorbeiflanierenden Leute beobachten lassen.

In Unteruhldingen, das nicht weit entfernt von Meersburg liegt, könnt ihr im Pfahlbauten-Museum noch viel weiter zurück in die Vergangenheit reisen. Hier erleben jedes Jahr Unmengen von Besuchern, wie es damals so war, am Bodensee in der Stein- und Bronzezeit. Damals vor 6000 Jahren lebten die Menschen in Pfahlbauten auf dem Wasser – und genau die kann man ganz genau unter die Lupe nehmen. Ihr seid mit euren Kindern am See? Wunderbar, denn dann lohnt sich ein Besuch des Affenbergs in Salem. Hier nämlich könnt ihr (auch ohne Kids) Berberaffen in freier Wildbahn beobachten und mit Popcorn füttern. Und wenn ihr es von weitem klappern hört, dann sind das die Weißstörche, die auf der Gutsanlage leben.

Tolle Reisegeschichten vom Bodensee hat die Tourismusorganisation der Vierlängerregion parat.

7. Sächsische Schweiz

Schon wieder Sachsen? Ja! Denn neben unserem Hotspot Leipzig hat das Bundesland natürlich noch viel mehr zu bieten. Die Sächsische Schweiz zum Beispiel. Sie befindet sich rund 25 Kilometer südöstlich von Dresden. Klar, dass die Sächsische Schweiz kein Geheimtipp mehr ist und es hier vor allem im Sommer ganz schön was los ist. Darüber kann man sich aufregen – oder einfach im Herbst oder Winter in das Naturparadies fahren!

Vom kleinen Kurort Rathen, der malerisch an der Elbe liegt, kommt ihr recht schnell über den Basteiweg zur Bastei mit ihren imposanten Felsformationen und der berühmten Basteibrücke. Ganz nebenbei: Die Wanderwege sind gut ausgeschildert, verlaufen kann man sich in der ganzen Sächsischen Schweiz eigentlich nicht. Nachdem ihr die Bastei erforscht habt und sicher ziemlich viele Fotos geschossen habt, empfehlen wir einen anderen Weg zurück. Er führt über die sogenannten Schwedenlöcher, eine tolle Schlucht, in der es sogar mit dem Amselfall einen Wasserfall gibt.

Der berühmte Malerweg startet in Liebethal und führt nach Pirna. Er ist der Hauptwanderweg durch das Elbsandsteingebirge. Seinen Namen erhielt er, weil viele Maler wie zum Beispiel Caspar David Friedrich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder die imposanten Felsen auf ihren Bildern festhielten. Der Weg ist genau 112 km lang und könnt überall einsteigen, zum Beispiel in Rathen, wenn ihr schon mal da seid.

Unser Tipp: Schlagt euer Basislager am besten in Pirna auf, denn von hier, dem „Tor zur Sächsischen Schweiz“ könnt ihr richtig viele Ausflüge starten. Pirna ist wunderschön, was vor allem an seinen historischen Bauten liegt, von denen viele natürlich aus Sandstein sind.

Ihr braucht noch mehr Tipps? Charlott von Reisevergnügen hat noch 11 davon für euren Urlaub im Elbsandsteingebirge.

8. Lüneburger Heide

Ein paar Gänge zurückschalten, durchatmen und die Ruhe genießen – das klappt immer dann gut, wenn du mitten in der Natur bist, irgendwo weit weg von der Stadt. Unser Vorschlag für einen solchen Ort zum Kraft tanken: die Lüneburger Heide.

Durch den Naturpark, der südlich von Hamburg beginnt und bis etwa Gifhorn reicht, führen viele Wander- und Radwege. Und die sind vor allem im Spätsommer besonders bevölkert, weil dann nämlich die Heide blüht. Stellt sich also wie immer die Frage, was tun? Unser Tipp: Lasst die Heide blühen und kommt lieber erst im späten Herbst oder Winter, wenn sich kaum jemand sonst in die Heide verirrt. Sehr interessant finden wir die insgesamt sechs mittelalterlichen Klöster, die es in der Heide gibt. Die evangelischen Damenstifte kann man allesamt besuchen und dabei unter anderem imposante Kreuzgänge und verwunschene Gärten entdecken.

Praktisch: Die Klöster liegen alle an uralten Pilgerpfaden, zu denen auch die Via Scandinavica gehört, die auf gut 500 Kilometern Länge von Fehmarn über Lübeck, Lüneburg und Hannover bis nach Eisenach führt. Auf diesem Weg zogen die Pilger schon vor 1000 Jahren von Nord nach Süd zum Grab des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela. Etwas schneller voran geht es per Fahrrad. Zahlreiche Radwege verbinden die kleinen Heideorte untereinander.

Wo ihr eure Heide-Tour startet? Am besten mittendrin in der Lüneburger Heide, in Schneverdingen. Natürlich kann man sein Wochenende auch in Celle oder Lüneburg beginnen, beide Städte sind übrigens echt sehenswert.

9. Ruhrpott

Echt komisch, dass dem Ruhrgebiet immer noch der Kohlenstaub aus uralten Zeiten anhaftet! Klar, früher war es das Zentrum des deutschen Bergbaus und auf Umweltschutz achtete niemand. Aber das ist lange her. Heute ist das völlig anders, schon seit vielen Jahren wandelt sich der Pott: Steinkohle wird längst nicht mehr abgebaut, stattdessen wurden die alten Zechen renaturiert und clevere Konzepte umgesetzt. Am besten, ihr überzeugt euch einfach selbst! Für ein Wochenende hat der Pott viel zu viel zu bieten, weshalb wir uns hier auf Duisburg beschränken wollen.

Duisburg ist extrem vielseitig: Zum einen kommt hier echtes Großstadtfeeling auf, weil es so viel zu entdecken gibt: tolle Läden, unglaublich viele Museen, den größten Binnenhafen der Welt, den Innenhafen mit vielen coolen Bars und Restaurants und natürlich auch viele andere Attraktionen. Zum anderen gibt es in Duisburg ganz viele grüne Ecken, wo man in aller Ruhe entspannen kann. Und sonst so? Nun ja, wie wäre es zum Beispiel mit ein bisschen Action? Da hätte Duisburg zum Beispiel mit dem Landschaftspark Duisburg-Nord ehemaliges Hochofenwerk im Angebot, wo ihr zum Beispiel im Ex-Gasometer tauchen oder in Deutschlands größtem Outdoor-Kletterpark auf den alten Hochöfen herumkraxeln könnt. Nur am Wochenende erstrahlt das Gelände sobald es dunkel wird in anderem Licht. Dafür sorgen eindrucksvolle Lichtinstallationen des britischen Künstlers Jonathan Parks. Atemberaubend und ziemlich entspannend sind die Aussichten auf den Pott, die ihr auf dem Haldenkunstwerk Tiger & Turtle auf der Heinrich-Hildebrandt-Höhe erleben könnt.

Auch denkbar: Eine Tour durch den ganzen Pott auf dem Ruhrtalradweg. Er ist ziemlich genau 240 Kilometer lang und folgt der Ruhr von ihrer Quelle im Sauerland bis zur Mündung in Duisburg. Solltet ihr ein bisschen mehr Zeit als nur ein Wochenende im Handgepäck haben, dann schafft ihr die komplette Strecke in drei bis fünf Tagen.

10. Erfurt

Wieder mal so eine Stadt, die – warum auch immer – kaum jemand kennt: Die Rede ist von Erfurt in Thüringen. Wir finden, dass sich das schleunigst ändern muss und schicken euch deshalb einfach mal hin. Zum Vorgeschmack ein paar Infos und Tipps für euren Weekender in Erfurt: Als erstes solltet ihr direkt in die Altstadt fahren. Denn die ist echt unglaublich pittoresk. Besonders beeindruckend ist die Krämerbrücke – und zwar deshalb, weil auf ihr so viele mittelalterliche Fachwerkhäuser prangen. Natürlich ist das nicht alles, was Erfurt zu bieten hat. Wenn ihr euch treiben lasst, entdeckt ihr viele malerische Ecken und kommt bei eurer Erkundungstour sicher auch am Fischmarkt mit dem wunderschönen Rathaus vorbei. Besonders beeindruckend sind der mächtige Erfurter Dom und die Severikirche, die direkt nebeneinander am Rande des Domplatzes stehen. Vor dieser prächtigen Kulisse veranstaltet das Theater Erfurt schon seit 1994 jedes Jahr die DomStufen-Festspiele. Dieses Jahr führt das Ensemble auf den 70 Stufen Guiseppe Verdis Oper Nabucco auf: vom 10. Juli bis zum 20. August. Wer sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen will, sollte schnell zuschlagen, Karten gibt es hier. Ist euch alles ein bisschen zu old school? Kein Ding, Erfurt kann auch ganz anders und jung. Es gibt sehr viele coole Clubs, Bars und Restaurants hier in der Stadt, inzwischen hat sich dort eine echt kreative Szene entwickelt – mit allem, was das zugehört. Und im das alles bekannter zu machen, hat die Stadt eine eigene Kreativ-Stadtführung etabliert. Also los, worauf wartet ihr noch? Fahrt hin!

11. Ostfriesische Inseln/Langeoog

Reif für die Insel? Dann ab nach Langeoog, eine der insgesamt sieben ostfriesischen Inseln. Unsere Empfehlung: Fahrt im Herbst oder sogar im Winter hoch, denn dann ist auf den Inseln kaum mehr was los. Im Sommer nämlich wimmelt es dort von Touristen, was ja auch kein Wunder ist bei den Sandstränden. Mit ein wenig Glück ist es selbst im Herbst so schön, dass ihr euch an den Strand legen könnt. Wenn nicht, dann gibt es ja Strandkörbe. Oft ist es aber ziemlich rau und der Wind bläst so stark, dass man besser nicht auf dem Rad über die Insel fährt, sondern sie schön dick eingemümmelt zu Fuß erkundet. Und genau darum sollte es auch gehen: einfach die herrliche Ruhe genießen (auf Langeoog sind Autos verboten, es gibt nur ein paar E-Autos!), kräftig durchzuatmen, das Wetter spüren und sich zu bewegen. Das mit den Autos ist nicht auf allen Inseln so: Außer Langeoog sind Baltrum, Juist, Spiekeroog und Wangerooge autofrei. Auf Norderney sind im Sommer fast keine Autos unterwegs, auf Borkum wenigstens die Ortskerne für Autos gesperrt.

Unbedingt dabei haben solltet ihr ein paar Bücher oder euren E-Reader und natürlich eine Kamera, um die Wahnsinns-Wolken und Wellen einzufangen. Dann noch wettertaugliche Kleidung und die Tiefenentspannung kann beginnen.

12. Nürnberg

Unser zwölfter und letzter Weekend-Trip-Tipp führt euch nach so viel Naturerlebnissen zur Abwechslung mal wieder in urbanere Gefilde, genauer gesagt nach Nürnberg. Warum wir euch ausgerechnet im Dezember in die fränkische Metropole schicken, ist schnell erklärt: Es ist Advent und wo sonst gibt es einen so eindrucksvollen Weihnachtsmarkt in historischer Kulisse? Aber ganz ehrlich: Wir finden Nürnberg eigentlich sogar im Sommer viel schöner. Das liegt daran, dass sich das Leben dann draußen abspielt. An jeder Ecke findet ihr ein tolles Cafe, setzt euch einfach raus, gönnt euch einen Kaffee oder was Kaltes und beobachtet das bunte Treiben in der wunderschönen City.

Was ihr euch anschauen solltet? Nun, da sind natürlich all die bekannten Sehenswürdigkeiten von Nürnberg, allen voran natürlich die Kaiserburg, die imposant über der Stadt thront. den Weinstadel, Henkersteg und Maxbrücke. Natürlich müsst ihr auch in die weltberühmte Weißgerbergasse mit ihren vielen Fachwerkhäusern, zum Hauptmarkt und zum Heilig-Geist-Spital. Ansonsten gilt: Lasst euch einfach treiben! Nürnberg sieht auch von oben toll aus: Diese Ausblick könnt ihr genießen, wenn ihr auf den Turm der Sebalduskirche steigt.

Nürnberg kann aber auch modern: Zum Beispiel im angesagten Szene-Viertel Gostenhof, das Insider schlicht GoHo nennen. Die Hipster- und Künstler-Dichte ist hier entsprechend hoch und dass erkennt ihr nicht nur an die vielen Graffitis. Echt cool sind auch die vielen tollen Café, die sich in GoHo angesiedelt haben. Tipp: Hier könnt ihr euch schon mal einstimmen.

Wusstet ihr, dass ihr in der Lebkuchen-Hauptstadt Nürnberg sogar selbst Lebkuchen backen könnt – und zwar das ganze Jahr über? Wer Lust auf eigene Lebkuchen-Kreationen hat, schaut einfach mal auf die Seite von Nürnberg Tourismus vorbei und bucht dort seinen Backtermin.

Auch für Aktivurlauber hat Nürnberg unglaublich viel zu bieten. Nina von Reisehappen zeigt euch auf ihrem Blog die schönsten Radtouren um Nürnberg oder traumhafte Wanderwege.

Welche Orte von Deutschland haben euch ganz besonders beeindruckt? Wir freuen uns über euren Kommentar!

4 Kommentare

  1. Hallo
    Der Ruhrtalradweg ist nur 240km lang

    • Hallo lieber aufmerksamer Leser,

      vielen Dank für den Hinweis. Wir korrigieren die Angabe sofort.

      Viele Grüße
      Janina von Travellers Insight

  2. Coole Orte dabei.

    Liebe Grüße
    Liane

    • Redaktionsteam

      Hallo Liane,
      finden wir auch! Und wir freuen uns, wenn wir all diese schönen Orte bald wieder ganz uneingeschränkt bereisen können. 🙂
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Lisa von Travellers Insight