Zyperns Paphos: Auf den Spuren der Aphrodite

Zypern ist prallvoll mit Geschichte. Bloggerin Eva begann ihre Zypern-Reise in Paphos, erkundete die Strände und Sehenswürdigkeiten rund um die ehemalige Römerstadt und Wirkungsstätte des Apostels Paulus. Hier nimmt sie euch mit auf ihre Reise.

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„Vergiss nicht, links, wo Du Deine Uhr trägst, ist der Straßenrand“, ruft sie mir beim Verlassen des Flugzeuges hinterher. Dumm nur, ich trage keine Uhr. Wird schon gut gehen. In Zypern fährt man links. Ich bin nicht zum ersten Mal seitenverkehrt in der Welt unterwegs, auch wenn das letzte Mal eine ganze Weile zurückliegt und ich einen mitdenkenden Beifahrer an meiner Seite hatte.

Ich setze auf entschleunigtes Inselfeeling und werde einfach den anderen hinterherfahren. Um mehr mache ich mir vorerst keine Gedanken. Zu müde bin ich. Mitten in der Nacht läutete der Wecker und neben meiner aufgekratzten Sitznachbarin im Flugzeug war an Schlaf nicht mehr zu denken. Nach Jahren im Ausland setzt sie wieder einen Fuß in ihre Heimat. Immerhin halte ich nun eine ganze Liste an Tipps und Empfehlungen in der Hand, was ich in Zypern getan und gesehen haben muss. Ich habe nur eine Woche im Land, das Programm hingegen reicht für ein halbes Leben.

Strände und Meer – Entspannung in Paphos

In Larnaka betrete ich zypriotischen Boden. Mich zieht es zunächst  an die Westküste in Richtung des Badeortes Paphos. Paphos ist das touristische Zentrum Zyperns, doch im Herbst geht es hier ruhig zu. Und ich will vor allem das Meer sehen.
Immer wieder ist es das weite Mittelmeer, das mich anzieht. Dieses helle Blau am Morgen, wenn die Sonne gerade aufgegangen ist. Das schwarze Meer bei Nacht, das man nur hört und riecht; das Glitzern im Mondschein. Dieses Gefühl im Salzwasser, wenn der Körper federleicht wird, die verklebten Haare, den Geruch des Salzes, das auf der Haut trocknet. Dieses Glück, in die Wellen zu rennen und sich einfach ins Wasser gleiten zu lassen. Kein Problem im Westen Zyperns. Das Meer ist allgegenwärtig. Immer wieder blitzt es verführerisch durch die karge Landschaft.

Der Aphrodite-Strand bei Paphos

Was man einmal gelernt hat, vergisst man nicht. Ich fahre beschwingt, als hätte ich nie ein Auto rechts gelenkt. Meine Wolljacke ist längst in den Kofferraum geflogen, der Pulli hinterher. Die Fenster kurbele ich auf Durchzug und lasse mir die warme, salzige Luft um die Nase wehen. In München ist der erste Schnee gefallen, hier bin ich nach drei Stunden Flugzeit mitten im Sommer gelandet. Würde die Dunkelheit nicht so früh einbrechen und wären nicht die ersten Bürgersteige bereits hochgeklappt – ich wähnte mich im Spätsommer.

Petra tou Romiou wird mein erstes Etappenziel auf dem Weg nach Paphos im Südwesten der Insel sein. Dieses Fleckchen mit dem berühmten Aphrodite-Felsen ist der wohl bekannteste und mystischste Strand Zyperns und zweifellos einer der ungewöhnlichsten und eindrucksvollsten Orte.

Etwa auf halber Strecke Richtung Parkplatz treffe ich vereinzelt auf Touristen. Nur noch eine Stunde zum Sonnenuntergang. Sie haben es eilig. „Wenn Du Deine Freunde mit Bildern beeindrucken willst, sei dort, wenn die Sonne untergeht“, hallt mir der Hinweis meiner Sitznachbarin aus dem Flugzeug noch im Ohr. Check.
An der felsigen Küste wachsen gigantische Kalksteinbrocken aus dem Meer und setzen die Koordinaten für einen der schönsten Strände Zyperns und die Geburtsstätte der Aphrodite. Der Legende nach soll die Göttin der Schönheit und der Liebe an dieser Stelle dem Schaum des Meeres entstiegen sein.

Tatsächlich, Aphrodite hätte keinen besseren Ort wählen können. Am Stein des Griechen verschmelzen die Elemente in der Dämmerung zur vollendeten Bilderbuchidylle. Bergiges Land, das in zig Schattierungen in der untergehenden Sonne schillert. Weiße Wellenkämme galoppieren Richtung Ufer, brechen sich an den Felsriesen und berühren schließlich sachte die hellen Kiesel der Bucht. Touristen posieren, ich beobachte, genieße. Ich bin wieder am Meer.

Tipp: Petra tou Romiou liegt ca. 20 Autominuten vom Paphos entfernt. Um hierhin zu gelangen, folgt man der malerischen alten Straße B6 von Lemesos nach Paphos. Die meisten Besucher legen nur einen Zwischenstopp für ein Picknick ein oder kommen zum Sonnenuntergang. Richtig voll wird es daher selten. In Vollmondnächten jedoch soll angeblich Trubel vorherrschen. Dann schwimmen Dutzende junge Paare um den Felsen an der Südküste Zyperns. Wer ihn dreimal umrundet, wird mit ewiger Liebe belohnt, sagen die Zyprioten.

Lara Strand – Wildromantik auf der Akamas Halbinsel

Mit Strand und Meer ist es auf Zypern so eine Sache. Die schönsten Strände der Insel finden sich vor allem im Südosten in der Nähe der Urlaubsorte Agia Napa und Protaras.
In der Region um Paphos sind die herausragenden Schönheiten nicht so leicht zu haben. Zum wildromantischen Lara-Strand auf der Halbinsel Akamas nämlich führt nur eine holprige Schotterpiste durch karges Buschland. Der Grund, warum wenig Touristen dorthin finden.
Wer sich jedoch durchkämpft, wird mit weichem Pulversand, gesäumt von Kalksteinfelsen und einer warmen ruhigen See belohnt.

Strände in der Kissonegra-Bucht

Die Strände in Paphos selbst sind weniger breit, oftmals steinig und nicht unbedingt das typische Postkarten-Idyll. Nichtsdestotrotz ist das Wasser kristallklar und schimmert in sämtlichen Blauschattierungen. Mir gefällt es vor allem etwas außerhalb der Stadt Richtung Kissonerga. Etwa 9 km nördlich von Paphos entdecke ich die fantastische Sea You Beach Bar mit Blick auf die rauschenden Wellen der Westküste. Allein diese Bar ist es wert, länger als nur für ein Kaltgetränk zu verweilen. Aber auch der wilde, menschenleere Strand hat es mir angetan, um in den Wellen zu toben.

Strände in Kato Paphos

In Kato Paphos reihen sich die schön gepflegten Hotelstrände aneinander. Entlang der Promenade kann man kilometerweit am Meer entlang wandern. Der Lighthouse Beach lädt beispielsweise zum Verweilen ein, wenn die Füße nach dem Besuch der Königsgräber schmerzen.

Kultur pur in Paphos – die Top Sehenswürdigkeiten

Die Hafenstadt Paphos ist zwar das beliebteste Urlaubsparadies im Südwesten Zyperns, dennoch war es der UNESCO nicht ohne Grund eine Eintragung in die Weltkulturerbeliste wert. Die Geschichte dieser antiken Stadt lässt sich bis in die Bronzezeit zurückverfolgen. Bei einem Besuch der herausragenden römischen Mosaiken und Königsgräbern erspürt man die reiche Vergangenheit Paphos. Im Jahr 2017 richten sich dann alle Augen auf die Stadt, denn Paphos wurde Kulturhauptstadt Europas.

Die Stadt ist zweigeteilt. Da gibt es den oberen Teil Ktima, dort mischen sich die Besucher im einstigen Türkenviertel gern unter die Einheimischen und streifen durch schattige Gassen. Und dann Kato Paphos, der ausgesprochen touristische untere Stadtteil, wo sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum quirligen Hafen die Sehenswürdigkeit schlechthin befindet: der Archäologische Park, mein heutiges kulturelles Hauptprogramm.

Archäologischer Park in Paphos

Losgelöst von allem Trubel liegen neben dem sehenswerten pittoresken Kastell auf einem riesigen Areal all die Schätze, die Archäologen seit Jahrzehnten bei Ausgrabungen ans Tageslicht beförderten und noch heute befördern – Funde aus frühchristlicher, vor allem aber aus römischer Zeit. Katakomben, Kirchen, Bäder, Marktplatz, Theater und zahlreiche beeindruckende Villen. Der archäologische Park ist Antike geballt. Ironischerweise wird die weitläufige archäologische Stätte Nea Paphos („Neu-Paphos“) genannt. Dabei handelt es sich um die antike Stadt, die bereits Ende des 4. Jhs. v. Chr. gegründet wurde und ihren Zenit zwischen dem 2. und 3. Jh. n. Chr. erreichte.

Herausragend in der archäologischen Stätte ist das Haus des Dionysos, eine Residenz der römischen Epoche und das größte und bekannteste der Mosaikhäuser. Benannt wurde es nach dem Gott des Weines, der in mehreren Mosaiken dargestellt wird.
„Es hatte einmal 40 Räume“, erklärt mir der gemütliche Wärter Stefanos, der mich am Eingang abgefangen hat. Vorrangig will er aber wissen, warum ich alleine herumstreife und woher ich komme. Aus München! Dann müsse ich schnell auf einen Kaffee mitkommen. Er zeigt mir am Tablet die Ferienwohnung, die er für den kommenden Sommer in Garmisch gemietet hat, erzählt, wie schwierig es war, etwas Bezahlbares für seine Großfamilie zu finden und was sie alles vorhaben. Shoppen in München. Bummeln in Salzburg. Nach Innsbruck wollen sie auch. Heute wendet sich das Blatt. Er ist es, der mit Vorfreude und einer Liste voller Tipps und „Must-Do’s“ rund um München zurückbleibt.


Die Basilika und Katakomben von Paphos

Ich ziehe von dannen. Ich habe viel vor. Die geballte Kulturdosis will ich mir geben, denn die ganze Stadt steckt voller Geschichte, die man bei einem Spaziergang durch die Straßen spürt. Paphos (Nea Pafos) wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. gegründet und war bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. die Hauptstadt Zyperns. Es war die Hauptstadt der Ptolemäer und Römer und auch der Apostel Paulus ist mit der Stadt verbunden. Auf dem Grund der reizvollen Chrysopolitissa Basilika, einer der größten sakralen Bauten von Paphos, befindet sich die Paulussäule. Es heißt, hier wäre Paulus gefesselt und 39 Mal gegeißelt worden, ehe er seinen Peiniger zum Christentum bekehren konnte.

Eine der beliebten Sehenswürdigkeiten in Paphos: die Paulussäule Basilika Chrysopolitissa
Paulussäule, Paphos Wo Paulus seinen Peiniger zum Christentum bekehrte.
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Diese Reise wurde mit Unterstützung von Germania und Visit Cyprus ermöglicht.

Mein Weg führt mich kreuz und quer durch die Sehenswürdigkeiten der Stadt, vorbei an alten Hamam-Bädern zu den, mit Votiv-Stoffbändern markierten, christlichen Katakomben. Dieser schlichte Gräberkomplex ist die Ruhestätte sieben Brüder, die 174 v. Chr. den Märtyrertod erlitten. Ihre Mutter Agia Solomoni, eine Jüdin, wurde nach dem Tod ihrer Söhne zur Heiligen. Man vermutet daher, dass sich hier während der römischen Zeit eine Synagoge befand.

Nur kurz gönne ich mir eine Pause am unverbauten Lighthouse Beach auf dem Weg zu den Königsgräbern am Rande der Stadt. Verlockend klang die rustikale Beachbar dort in meinem Reiseführer. Nicht der Rede wert ist sie in Wahrheit, und dennoch ist der Blick von der sonnendurchfluteten Terrasse hinaus aufs Meer ein Seelenschmeichler.

Die Königsgräber von Paphos

Am Ende des Tages stehe ich umringt von uralten Gräbern in einer wüstenhaften Landschaft, in der einzig das Rauschen der Wellen zu hören ist. Die Königsgräber umfassen mehrere gut erhaltene unterirdische Grüfte sowie Kammern, die schon in der vorchristlichen Zeit genutzt wurden. Ungeachtet ihres Namens wurden hier keine Monarchen bestattet, die Bezeichnung erhielten sie hinsichtlich ihres prächtigen Aussehens. Die Begräbnisstätten verteilen sich auf einem weitläufigen Gelände, auf dem man sich stundenlang verlieren kann. Ich steige in Grüfte, wandle um Säulen und raste zwischen Wildblumen. Ich spüre mittlerweile jeden Schritt und am Ende des Tages zeigt mir meine App, dass ich heute mehr als 15 Kilometer in geschichtlicher Historie gewandelt bin. Paphos bietet noch einige herausragende Museen, doch diese müssen warten. Ich bevorzuge das „Open-Air Museum Paphos“.

Tipp für den Besuch der Königsgräber: Es kann in der weiträumigen Totenstadt sehr heiß werden, besser frühmorgens kommen und Sonnenschutz sowie ausreichend Wasser nicht vergessen. Für einen Besuch sollte man mindestens zwei Stunden einplanen.

 

Akamas Halbinsel und Aphrodites Badewanne

Gestern hatte Aphrodite Pause und Dionysos und andere Götter ihre Auftritte. Heute begegne ich Aphrodite erneut, ein ganzes Stück nördlich von Paphos bei einem Ausflug in die wildromantische Natur der Halbinsel Akamas.
An deren Ostküste liegt das „Bad der Aphrodite“ – eine unscheinbare Felsgrotte, beschattet vom Blätterdach eines Feigenbaumes. Quellwasser rieselt wie ein Regenguss den Fels herab und sammelt sich glasklar in einem Teich. Hier badete die Göttin der Liebe. So will es die Legende. Und hier erblickte sie der hübsche Adonis und verliebte sich.

Ich hingegen laufe (anscheinend zu beflügelt) am Eingang vorbei und wandere irrtümlich einen kilometerlangen Trail auf Adonis und Aphrodites Fersen. Ein nicht ganz leichter Wanderweg, der durch die Landschaft der unberührten Halbinsel führt und grandiose Blicke auf das Meer verschenkt. Ein Ehepaar klärt mich am Ende auf, dass die Quelle ganz leicht vom Parkplatz zu erreichen ist.
Mir bleibt somit weniger Zeit für das hübsche ursprüngliche Dorf Polis und in den einladenden Tavernen am Hafen von Latsi.
Wenn mir auch kein Adonis begegnet ist, der unfreiwillige Exkurs war jeden Extraschritt wert!

Paphos kulinarisch – Meze und urige Tavernen

Mein Magen meldet sich lautstark zu Wort. Ein Glück, dass Georges mich zurück in Paphos in seiner urigen Taverne nahe der Kirche in Geroskipou bereits mit köstlicher Meze erwartet. Dabei handelt es sich in Zypern um das, was man auch als „gemischte Platte“ bezeichnet: eine Zusammenstellung landestypischer Spezialitäten.
Bei Georges kommen sie alle aus der eigenen heimischen Bioproduktion und die Meze umfasst ausschließlich saisonale Produkte. Ganz und gar Deutsch bin ich frühzeitig dran. Noch ist es leer, dafür setzt sich der Wirt zu mir, erzählt mir den einen oder anderen Schwank und versorgt mich – wer errät es – mit Zypern-Tipps. Es ist offensichtlich: Die Zyprioten sind stolz auf ihr geschichtsträchtiges Land.

Paphos historisch – auf den Spuren von Zyperns Geschichte

Zypern ist eine Insel, zugleich ist Zypern aber auch ein souveräner Staat. Zypern – inklusive des türkisch besetzten Nordens – ist prallvoll mit Geschichte und Kulturerbe. Was die geteilte Insel zweifellos ihrer geografischen Lage verdankt. Es ist ein strategisch bedeutsamer Fleck im östlichen Mittelmeer, ein Objekt der Begierde, das im Laufe der Jahrtausende zahlreiche Völker kommen und gehen sah.

Jahrhundertelang gehörte Zypern zu Byzanz, bevor sich Franken, Venezianer und Türken nacheinander zu neuen Herren ernannten und die Briten Aphrodites Insel letztendlich 1960 in die Unabhängigkeit entließen.
Und doch ist bis heute die „Zypernfrage“, der Konflikt zwischen dem griechisch-zyprischen Süden und dem türkisch-zyprischen Norden nicht gelöst.  Auch Großbritannien hält immer noch zwei Enklaven auf der Insel.

Praktische Tipps – Zypern und Paphos zum Nachmachen

Zerklüftete Felslandschaften, lange Sandstrände, geschützte Buchten und ein imposantes Gebirge verleihen Zypern ein besonderes Ambiente. Der Inselstaat im Mittelmeer strotzt vor Vielfalt und wird doch oft unterschätzt. Zypern ist ein Reiseziel, das es ermöglicht, neben wunderbaren Stränden eine faszinierende Kultur kennenzulernen, auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln und zahlreiche Aktivitäten zu unternehmen.

  • Wann ist die beste Reisezeit für Zypern und Paphos? Auf kaum einer anderen Insel im Mittelmeer scheint die Sonne an so vielen Tagen wie auf Zypern. Herrliches, trockenes Wetter herrscht meist schon ab April. Sehr sonnig und trocken ist vor allem die Südküste. Auch in der süd-westlichen Region Paphos ist das Wetter ganzjährig gut und das Klima mediterran geprägt. Im Durchschnitt sind die wärmsten Monate Juli, August und September. Allerdings sollte man bei der Reiseplanung berücksichtigen, dass Paphos der touristische Hauptort der Insel ist. Im Juli und August sind die Strände voller Liegen und Sonnenanbeter. Außerdem muss man die höchsten Hotelpreise zahlen. Ruhiger geht es in der Vor- und Nachsaison (Mai/Juni und September/Oktober) zu und trotzdem gibt es reichlich Sonnentage.  Auch im Frühling und Herbst kann es angenehm warm sein, abends kühlt es allerdings deutlich ab. Die beste Reisezeit ist demnach Geschmackssache. Ich empfand den Herbst in Zypern als ideal, um Strand, Aktivitäten und Kultur zu verbinden.
  • Was muss man bei der Einreise beachten? Da Zypern seit 2004 Mitglied der EU ist, sind die Einreisebestimmungen für Bürger von EU Mitgliedsländern sehr einfach, da nur der Personalausweis oder der Reisepass verlangt wird. Es ist auch möglich, die Grenze zu überqueren und sich im türkischen Teil aufzuhalten. Bevor man jedoch mit dem Mietwagen in die türkische Zone fährt, sollte man sich noch einmal den Vertrag durchlesen, da in einigen Fällen kein Versicherungsschutz für Nord-Zypern besteht.
  • Ist Zypern sicher? Zypern hat eine sehr niedrige Kriminalitätsrate. Man sieht in Wohngebieten des Öfteren unverschlossene Autos oder Häuser. Ich habe mich als allein reisende Frau in Zypern sehr sicher gefühlt. Wachsamkeit ist wie überall auf der Welt dennoch geboten. Die Freundlichkeit und Ehrlichkeit der lokalen Bevölkerung ist offenbar auch ein Grund, warum Besucher jedes Jahr wieder nach Zypern zurückkommen und die Einwanderungszahlen steigen.
  • Wie teuer ist es in Zypern? Zypern ist eine Insel und viele Produkte müssen importiert werden. Dennoch sind die Lebenshaltungskosten in Zypern etwa ein Drittel niedriger als in vielen nördlicheren Teilen Europas. Günstig sind vor allem frische Lebensmittel und regionale Produkte. Drogerieartikel und Importwaren sind teilweise teurer als in Deutschland. Wie viel man für seinen Urlaub ausgibt, hängt immer stark vom eigenen Verhalten ab. Einen Mietwagen gibt es beispielsweise in der Nebensaison bereits ab 5 €/Tag. Ein Zimmer im Budgethotel kostet 25-35 €, im Top-Hotel mehr als 120 €/Tag. Die Grenzen nach oben sind offen.
  • Kann man in Zypern mit dem Euro bezahlen? Zypern ist EU-Mitglied und im griechischen Teil wird ganz normal mit dem Euro bezahlt; in Nordzypern mit der Türkischen Lira.
  • Wo kann man in Paphos übernachten? Viele Unterkünfte in Paphos richten sich in erster Linie an Reisegruppen oder Pauschalurlauber, deswegen gibt es nur wenige Budgethotels oder Unterkünfte für Individualreisende. Obdach wird einem bei Verfügbarkeiten jedoch auch in diesen größeren Resorts gewährt. Wer beispielsweise stilvoll und luxuriös wohnen möchte, ist im Hotel Asimina Suites – zum Teil mit eigenem privaten Infinity Pool – bestens aufgehoben. Ich war etwas nördlich im Louis Paphos Breeze untergebracht und war von dem tollen Service und den sauberen, modernen Zimmern mit Meerblick sehr angetan. Das Hotel hat auch einen Zugang zum Meer mit kleiner Badebucht.
  • Welche Restaurants in Paphos lohnen sich? Um die Lokale am Ufer in Kato Paphos, dem touristischen Teil, sollte man eher einen Bogen machen. Man kann in Zypern generell ausgezeichnet essen – so auch in Paphos. Man muss nur in Seitenstraßen gucken, aber auch die Ktima (Altstadt) beherbergt erstklassige Restaurants.
    Auf Empfehlung lande ich in der Agora Tavern. Hier hat man ausnahmsweise keine Qual der Wahl, denn es gibt nur eines: Meze, die in 16 Gängen über den Tisch gleiten. Vorab kann auch eine vegetarische Option bestellt werden. Eine kulinarische Empfehlung ist die schon erwähnte  7 St Georges Tavern in Paphos und deren ausgezeichnete Küche. Durch Zufall entdecke ich in Kissonerga etwas nördlich von Paphos in einem alten traditionellen Steinhaus das Tweedies. Es scheint besonders bei britischen Expats beliebt zu sein. Macht nichts, das Essen war köstlich.

In einem zweiten Bericht nimmt Eva uns mit in malerische Bergdörfer und nach Larnaka.

Koffer schon gepackt? Oder noch mehr Tipps? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

1 Kommentar

  1. Ioannis Papadopoulos

    Zypern war eines der interessantesten Länder, die ich je besucht habe. Die Bevölkerung der Insel ist eine sehr stolz Bevölkerung und sehr gastfreundlich, bemerkenswert für ein Volk, das so viele schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit hat. Alle Strände in Zypern sind von Paphos bis Ayia Napa (in der Nähe von Larnaca) sehr sauber und sehr gut organisiert. Wasser ist auch sehr sauber, da es auf der Insel keine schwere Industrieproduktion gibt. Die besten Monate für einen Besuch auf Zypern sind Mai und September. Gäste, die ein Auto mieten möchten, sollten bedenken, dass Zypern eine britische Kolonie war, daher muss man sich erst ans Links fahren gewöhnen. 🙂