Sansibar: Fünf Highlights auf Tansanias Trauminsel

Sansibar hat viel mehr zu bieten als nur weiße Sandstrände: Ob den Besuch einer Gewürzfarm, ein romantisches Dinner auf einer Sandbank oder Schnorcheln - die Insel hält viele Highlights bereit. Anne und Clemens haben das Inselparadies in Tansania auf ihrer Weltreise erkundet.

Nach unserer aufregenden Safari in der Serengeti ging es für uns weiter zur Entspannung ins Inselparadies: Sansibar! Allein der Klang dürfte bei vielen zu Sehnsuchtsanfällen führen. Tatsächlich hat die vor der Küste Tansanias liegende Insel Sansibar ihren Besuchern aber weit mehr zu bieten als bloß weiße Strände und Palmen wie aus dem Bilderbuch. Wer möchte, kann die urige Altstadt von Stonetown mit ihren wundervoll verzierten Türen und einer jahrhundertelangen Geschichte zu Fuß entdecken. Oder der Bezeichnung „Island of Spices“ auf einer Gewürzfarm auf den Grund gehen. Oder Nemo suchen und finden, romantisch auf einer Sandbank dinieren oder den Tag auf einem legendären Segelboot ausklingen lassen.

Stonetown erleben: Flaniermeile, verwinkelte Gassen und prunkvolle Türen

Stonetown ist die größte Stadt Sansibars und ruft geradezu danach, zu Fuß erkundet zu werden. Man kann wunderbar Stunden damit verbringen, sich in den verwinkelten Gassen der Altstadt zu verlieren. Dabei passiert man teils sehr gut erhaltene Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wie das Old Fort, das Palace Museum und das Old Dispensary, die Stonetown seiner portugiesischen und arabischen Vergangenheit zu verdanken hat.

Besonders bekannt ist die Altstadt von Stonetown für ihre Holztüren: sehr große, schwere und in mühevoller Arbeit verzierte Tore mit oft ebenso schweren Messingaufsätzen, die einst von indischen oder arabischen Einwanderern gebaut wurden. Die Meisterstücke sind mal holzfarben, mal rot, mal kunterbunt, und immer mit viel Liebe zum Detail. Kein Wunder, denn früher zeugte eine besonders große, aufwändig hergestellte Tür von großem Reichtum und einer ehrenhaften Herkunft des Hausbesitzers.

Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, dem sei auch ein Besuch des ehemaligen Sklavenmarktes nahe der großen Kathedrale empfohlen, von wo aus Sklaven bis zum Beschluss der Briten im Jahre 1873 zu Tausenden in Kolonien auf der ganzen Welt verschifft wurden. Direkt nebenan ist der Darajani Markt, der nicht nur von Touristen, sondern auch von Einheimischen besucht und für den täglichen Einkauf von Gewürzen, Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch genutzt wird. Das wilde Treiben in den engen und von Pfützen durchzogenen Gassen wird man so schnell sicherlich nicht vergessen.

Abends, wenn sich die Sonne dem Horizont entgegen neigt, sollte man sich unbedingt ans Meer begeben, wo sich Groß und Klein zum gemeinsamen Flanieren trifft. Hier wird der Fisch direkt an der Straße gebraten, hier zeigt sich die Jugend gegenseitig ihr Breakdance- und Capoeira-Können, hier spazieren Pärchen dem Sonnenuntergang entgegen.

Besuch einer Obst- und Gewürzfarm: Von A wie Ananas bis Z wie Zimt

Die Küche Sansibars wurde von den Arabern, Persern und Indern beeinflusst. Kein Wunder also, dass Gewürze eine besondere Rolle spielen. Wer genau wissen will, was hier auf dem Teller landet, kann an einer geführten Tour auf einer Gewürzfarm teilnehmen.

Dabei wird einem auf der Plantage im Detail erklärt, aus welcher Pflanze welches Gewürz entsteht und wie diese am besten wächst und gedeiht – von Muskatnuss über schwarzen Pfeffer bis Zimt. Aber auch Obst aller Art, von Ananas bis Mangos, wird hier vor Ort angebaut. Gewürzfarmen gibt es auf Sansibar zuhauf, wie zum Beispiel die Zito Spice Farm.

Schnorcheltrip: Rein in die Unterwasser-Wunderwelt Sansibars

Sansibar gilt als eines der besten Schnorchelreviere Ostafrikas – und das ganz zu Recht. Hier trifft türkisfarbenes Wasser auf eine naturbelassene Korallenwelt. Am meisten lohnt es sich, mit dem Boot etwas weiter hinaus aufs Meer zu fahren und an einer der vorgelagerten, kleinen Felseninseln Halt zu machen. Dort sucht die Unterwasserwelt Sansibars ihresgleichen. Schnorchelfans können sich auf Seesterne, Quallen, Clownfische und vieles mehr freuen. Da vergehen zwei Stunden unter Wasser wie im Flug. Unser Tipp: Die reizvollen Schnorchelgebiete im Südwesten Sansibars lassen sich bequem vom The Residence Zanzibar per Boot erreichen. Das Hotel organisiert Schnorchel- und Tauchausflüge.

Sandbank-Exkursion: Romantisches Essen im Nirgendwo

Schon mal auf einer einsamen Sandbank ein romantisches Essen gehabt? Genau das lässt sich auf Sansibar erleben. Naja, oder vielmehr in der näheren Umgebung. Rund eine Dreiviertelstunde vom südlichen Festland Sansibars entfernt, erhebt sich bei Ebbe eine traumhafte, weiße Sandbank aus dem Meer.

Hier lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaft dinieren. Dieses ganz besondere Erlebnis bietet The Residence Zanzibar an. Und nach dem Essen? Da kann man noch ganz in Ruhe im seichten Wasser planschen und sich wie ein waschechter Robinson Crusoe fühlen.

Auf Sunset-Tour: In einem Dhow-Segelboot in die Nacht

Dhows sind traditionelle, hölzerne Segelboote, die einst von den arabischen Händlern für die lange Reise über den Indischen Ozean an die Küste Ostafrikas benutzt wurden. Auch heute gibt es die urigen Holzboote noch. Zwar sind sie inzwischen vor allem eine Touristenattraktion, schippern aber so zuverlässig wie damals die Küste Sansibars hoch und runter.

Besonders beliebt sind die Dhow-Fahrten zum Sonnenuntergang, wenn der Muezzin zum Abendgebet ruft und die Sonne langsam tiefrot hinter dem Horizont verschwindet. Buchbar sind die Dhow-Touren zum Beispiel bei Eco & Culture Tours Zanzibar.

Das zweite Zuhause: The Residence Zanzibar

Eine kleine Schotterstraße führt etwa zehn Minuten von der Hauptstraße auf Sansibar in Richtung Strand. Sie führt entlang der Felder und des endlosen Nichts, bis Palmen und erste Dächer sichtbar werden. Willkommen im The Residence Zanzibar, willkommen im Zuhause auf Zeit. The Residence liegt direkt am Meer und bietet jedem Gast eine kleine Villa mit Pool. Hier sind Traum-Sonnenuntergänge garantiert – ob vom weißen Sandstrand aus, vom Jetty oder direkt aus dem gläsernen Pool. Die Anlage ist so groß, dass jeder Gast direkt nach der Ankunft ein eigenes Fahrrad bekommt und so allein in der Anlage herum radeln kann. Wenn langsam die Sonne untergeht, man den letzten Sand von den Zehen schüttelt und sich auf sein Fahrrad schwingt, um „nach Hause“ zu radeln, dann weiß man ganz sicher: Heute war ein guter Tag in diesem Paradies.

Den nächsten Morgen beginnt man am besten mit dem Sprung ins kühle Nass, denn das liegt nur einen Schritt vom Bett entfernt. Frühstück gibt es stilecht mit einer frischen Meeresbrise und dem Blick auf den Ozean direkt am Strand. Wer sich danach etwas entspannen will, kann sich auf sein Rad schwingen, in den Spa-Bereich fahren und sich bei einer Massage ordentlich entspannen. Kann es noch schöner werden?

The Residence Zanzibar versprüht ein paradiesisches Flair und schafft es, auf ganz gekonnte Art und Weise jedem das Gefühl zu geben, zu Hause zu sein. Und genau dann, wenn man in sein Bett fällt, das Moskitonetz zugezogen und die Leselampe angeknipst hat und dem Zirpen der Grillen im eigenen Garten lauscht, dann weiß man, dass auch morgen wieder ein unvergesslicher Tag im Paradies wird.

Sansibar in Tansania: Ein Traum in Grün und Weiß

Sansibar ist der perfekte Ort, um nach einer Safari in der Serengeti oder dem Ngorongoro Krater abzuschalten und das Inselleben so richtig zu genießen. Wer weder Schnorcheln, noch Boot fahren will, auf den warten immerhin noch kilometerlange, weiße Strände mit echten Bilderbuchpalmen.

Auf ihrer Reise durch Tansania wurden Anne und Clemens unterstützt von:

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4 Kommentare

  1. Barbara von der Wense

    Ein wunderschöner Bericht, genau so habe ich Sansibar nach Ngorongoro und Serengeti Anfang März 2017 erlebt. Eine Insel zum Wiederkehren

  2. Super Reisebericht. Werden Ende Mai – Anfang Juni auch auf Sansibar sein und können es kaum erwarten. Wie ist man auf der Insel denn am Besten mobil um diverse Ziele anzusteuern? Auto-/ Rollervermietung oder auf die Taxis verlassen oder… ?

    • Hallo Timo,
      schön, dass Dir der Reisebericht von Anne und Clemens gefällt. Wir wünschen Dir viel Spaß und tolle Erlebnisse auf Sansibar – genieße die Vorfreude! Nun aber zu Deiner Frage: Das typische öffentliche Fortbewegungsmittel auf Sansibar sind die Dalla Dalla. Grundsätzlich gibt es zwei Fahrzeugtypen: Minibusse mit „offiziell“ 18 bis 21 Sitzen (tatsächlich werden natürlich viel mehr Leute transportiert) und umgebaute Trucks mit Dach und Sitzflächen auf der Ladefläche. Einen Mietwagen bekommst Du auf Sansibar gegen Kaution und mit internationalem Führerschein, sofern Du über 23 Jahre alt bist. Alternativ ist auch eine temporäre Fahrerlaubnis möglich, die sich vor Ort kaufen lässt. Beachte aber, dass der Verkehr innerhalb der Hauptstadt Stonetown sehr chaotisch ist und auf Sansibar Linksverkehr herrscht. Natürlich ist es auch möglich, einen Roller zu mieten. Auch Taxis sind leicht zu organisieren, handle den Preis aber vor Fahrtbeginn aus. Viele Grüße, Dein Blog-Team

  3. Hallo Anne, hallo Clemens,

    wir haben eueren Artikel mit Nostalgie gelesen. In letztem Jahr haben wir 8 Tage auf der Gewürzinsel verbracht. Unsere Unterkunft war am Matemwe Beach und von dort aus haben wir Ausflüge unternommen. Für diejenigen, die sich dafür interessieren, wir fassen unsere Highlights auf der Seite https://www.travelsicht.de/highlights-ausfluege-auf-sansibar-reisebericht-tipps-und-preise/ zusammen.
    Statt Gewürztour haben wir lieber eine Village Tour gemacht. Mit dem Besuch haben wir die armen Einheimischen unterstützt und es war ein tolles Erlebnis.

    Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß mit dem Blog und gute Reise!

    Viele Grüße,

    Ildi und Balint

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