So schön ist San Francisco abseits der Hotspots

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Als riesiger USA-Fan fällt mir die Antwort auf die Frage nach der schönsten Stadt der Vereinigten Staaten ziemlich schwer. Ganz weit oben auf der Favoritenliste rangiert aber definitiv San Francisco. Die hügelige Stadt im Norden Kaliforniens hat einen so besonderen Vibe, dass sie fast jeden in ihren Bann zieht. In San Francisco sind die Menschen entspannter, die Farben bunter und die Partys wilder. Erlaubt ist, was gefällt. Und egal wie verrückt Du selbst sein magst, Du wirst immer jemanden treffen, der noch ein bisschen schriller ist als Du selbst.

If you’re going to San Francisco – be sure to wear comfortable shoes

San Francisco hat aber weit mehr zu bieten als eine ausgefallene Partyszene. Kulturelle Highlights, eine boomende Gastronomieszene und die außergewöhnlich schöne Lage an der Spitze der Halbinsel sorgen dafür, dass die Zeit in der Stadt wie im Flug vergeht.

San Franciscos Hotspots sind weltweit bekannt und es gibt wohl kaum jemanden, der die Stadt ohne einen Besuch der Gefängnisinsel Alcatraz oder einen Spaziergang über die Golden Gate Bridge wieder verlässt. Wenn Du die typischen Highlights abgeklappert hast, ist es Zeit, ein bisschen tiefer in das Herz der Stadt abzutauchen. Deshalb habe ich ein paar Tipps, wie Du San Francisco abseits der Hotspots erkunden kannst.

Kunst an der Wand – Streetart Tour durch San Francisco

Eine Streetart Tour ist immer eine gute Idee. Denn sie führt Dich weg von den glitzernden Hotspots der Stadt und in genau die Ecken, in denen Du das wahre San Francisco erleben kannst. Und tatsächlich gibt es nicht viele Städte auf der Welt, die mehr und schönere Streetart zu bieten haben als San Francisco. Finden kannst Du sie fast überall in der Stadt. Aber wie so oft gilt auch hier: Je heruntergekommener das Viertel, desto beeindruckender die Straßenkunst. Auf der Suche nach Streetart solltest Du unbedingt die großen Straßen meiden und stattdessen in die kleineren Gassen abtauchen.

Zu den besten Anlaufstellen für Straßenkunst gehört zum Beispiel das Hippieviertel Haight-Ashbury. Hier findest Du die schönsten Wandgemälde entlang der Haight Street zwischen den Kreuzungen Stanyan Street und Central Avenue. Zu San Franciscos Streetart Hotspots zählen außerdem: 24th Street und das Latinoviertel Mission District, Balmy Alley, Cypress Street, Lilac Alley und Clarion Alley. Für eine ungeführte Streetart Tour kann ich Dir die iPhone-App SF Murals empfehlen.

Must-sees für Filmliebhaber – berühmte Drehorte in San Francisco

Eine andere Art und Weise, die Stadt zu erkunden, ist eine Tour durch die Drehorte Deiner liebsten Serien und Filme. Dazu gehört natürlich die Golden Gate Bridge, die in Blockbustern auffällig oft und gerne zerstört wird, zum Beispiel in „Planet der Affen – Revolution“, „Pacific Rim“, „Godzilla“ oder „Monsters vs. Aliens“.

Wer es lieber weniger actiongeladen mag, besucht das berühmte „Tanner House“ aus den beliebten Fernsehserien „Full House“ und der Neuauflage „Fuller House“ in der Broderick Street. Auch Klassiker wie „Dirty Harry“, „Sister Act“, „Mrs. Doubtfire“ und „Das Streben nach Glück“ wurden in San Francisco gedreht. Im italienischen Viertel North Beach kannst Du die Drehorte von „Der Pate“ besichtigen und Deinen Besuch direkt mit einer leckeren Pizza verbinden.

Delizioso – die beste Pizza der Stadt in North Beach genießen

Pizza ist ein gutes Stichwort – die absolut beste gibt es natürlich im italienischen Viertel North Beach. Anders als in den meisten amerikanischen Großstädten hören die Einheimischen die Bezeichnung „Little Italy“ hier aber nicht so gerne. In North Beach reiht sich ein italienisches Restaurant an das nächste. Ich war hier schon oft essen und wurde tatsächlich noch nie enttäuscht. Die Italiener wissen einfach, wie man gute Pasta, Lasagne und Antipasti zubereitet. Den Tipp für San Franciscos beste Pizza habe ich ganz zufällig von einer Einheimischen bekommen: Tony`s Pizza Napoletana. Inhaber Tony Gemignani hat für seine Pizza Margherita schon viele internationale Auszeichnungen erhalten.

Wandern durch Baumriesen – Muir Woods National Monument

Das Muir Woods National Monument liegt ungefähr 15 Kilometer nördlich von San Francisco. Das Schutzgebiet im Marin County verfolgt das Ziel, die letzten in der Region verbliebenen Exemplare des Küstenmammutbaums zu erhalten. Der Baumriese gilt als höchste Baumart der Erde – er kann über 110 Meter hoch wachsen und einen Stammdurchmesser von mehr als sieben Metern erreichen. Gegründet wurde das Muir Woods National Monument 1908 von Präsident Theodor Roosevelt. Der Eintritt kostet zehn Dollar.

Am Muir Woods National Monument ist besonders am Wochenende relativ viel los. Allerdings halten sich die meisten Besucher lediglich im vorderen Bereich und auf dem Hauptweg des Schutzgebietes auf – die etwas weiter abseits gelegenen Wanderwege hast Du meist ganz für Dich alleine. Eine schöne Tour startet zum Beispiel am Visitors Center und führt am Fluss entlang durch Founders Grove und Cathedral Grove. Weiter geht es entlang des Fern Creek, der für seine üppigen Farne und die mit Moos bewachsenen, umgestürzten Bäume bekannt ist.

Am Ende des Fern Creek gelangst Du auf den Camp Alice Eastwood Trail. Den kannst Du entweder weiter entlang wandern oder nach dem Überqueren der Brücke auf der anderen Flussseite zurückgehen. Die größten Küstenmammutbäume im Muir Woods National Monument findest du übrigens im Bohemian Grove und im Cathedral Grove.

Natur pur – Tagesausflug zum Yosemite Nationalpark

Eine andere tolle Möglichkeit, dem Großstadttrubel von San Francisco für einen Tag zu entkommen, ist ein Ausflug in den Yosemite Nationalpark. Der liegt zwar dreieinhalb Stunden entfernt, der Weg zum Park ist allerdings so spektakulär, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Die Landschaft verändert sich von Kilometer zu Kilometer und es lohnt sich definitiv, unterwegs ein paar Mal anzuhalten – zum Beispiel am kristallklaren Don Pedro Lake.

Natürlich schaffst Du es an einem Tag nicht, den ganzen Yosemite Nationalpark zu erkunden, denn der erstreckt sich über 3.081 Quadratkilometer. Für das zentrale Yosemite Valley bleibt Dir aber genügend Zeit. Das Tal beherbergt unter anderem die Yosemite Falls, den Nevada Fall, den Vernal Fall und den Bridal Veil Fall. Am meisten Wasser haben die Wasserfälle übrigens von April bis Juni.

Absolut sehenswert sind auch der berühmte El Capitan mit seinen beeindruckenden Steilwänden, der Glacier Point, der Half Dome, der Sentinel Dome, der Mirror Lake und der Merced River. Du hast am Ende des Tages noch ein bisschen Zeit übrig? Dann schau Dir unbedingt noch die Mammutbäume im Mariposa Grove an, die rund 35 Kilometer südlich vom Yosemite Valley angesiedelt sind.

San Francisco ist ein Lebensgefühl – lass Dich einfach davon anstecken

San Francisco ist viel mehr als nur eine amerikanische Großstadt – San Francisco ist ein Lebensgefühl. Mit ihrer ungezwungenen Art schafft die Stadt es ganz mühelos, Besucher jeder Altersklasse und Herkunft in ihren Bann zu ziehen. Ich habe mich bisher in keiner anderen amerikanischen Großstadt so frei gefühlt wie in San Francisco. Falls Du also selbst bald eine Reise in die USA planst, sollten San Francisco und seine Highlights jenseits der Hotspots unbedingt auf Deiner Liste stehen.

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