Queensland: Outback, Dschungel und Korallenmeer

Tauchen am Great Barrier Reef, tropische Regenwälder durchstreifen und das Outback erkunden – im australischen Bundesstaat Queensland kann man all das theoretisch an einem Tag erleben. Bloggerin Nina zeigt euch die schönsten Orte in Queenslands Tropical North und hat wertvolle Tipps für eure Reise.

Morgens Tauchen am Great Barrier Reef, mittags gigantische Wasserfälle im tropischen Regenwald und hüpfende Kängurus im dürren Outback zum Sonnenuntergang – all diese typischen Bilder von Australien kann man in Queensland innerhalb eines Tages erleben. Alles was man dazu braucht, ist ein Flug nach Cairns, ein Mietwagen und das richtige Schuhwerk (falls man unterwegs einer Schlange begegnet). Allerdings sollte man sich vielleicht doch ein paar mehr Tage Zeit nehmen, um Queenslands Tropical North ausgiebig zu erkunden.

Genau das habe ich zusammen mit einer kleinen Reisegruppe gemacht. Unser fünftägiger Roadtrip führte uns von Cairns Richtung Süden über Mission Beach bis zum Undara Volcanic National Park und zurück. Am Wegesrand fanden wir einsame Sandbänke mitten im Ozean, bunte Fische, gigantische Bäume, türkisfarbene Süßwasserpools und eine Vulkanlandschaft mit vielen süßen Wallabies.

Tauchen am Great Barrier Reef in Mission Beach

Queensland ist natürlich bekannt für das Great Barrier Reef. Um das riesige Korallenriff zu erkunden, das mit 2.300 Kilometern das größte der Erde ist und mehr als 300 Korallenarten beherbergt, wählen wir Mission Beach als unsere Base. Der beschauliche, kleine Küstenort liegt an einem schier endlosen Sandstrand mit der vorgelagerten Insel Duncan Island. Wir unternehmen einen Tagesausflug mit Mission Beach Dive und fahren zum Schnorcheln und Tauchen weit raus aufs Riff. Die Gruppe auf dem Boot ist klein, das Personal unglaublich freundlich und kompetent, die Stopps am Riff sind bewusst ausgewählt und zu Mittag gibt es ein vom Kapitän gegrilltes echtes australisches Barbecue.

Mir gefällt es nach dem ersten Schnorchelstopp so gut, dass ich mich doch noch zu einem Schnuppertauchgang entschließe. Eine Entscheidung, die ich nicht im geringsten bereue. Der Tauchspot ist wirklich wunderschön, ich sehe viele Korallen und Fische und komme unter Wasser dank meinem Tauchlehrer Diego zum ersten mal auf dieser Reise richtig zur Ruhe. Diese Welt da unten, die Farben und die Lebewesen, haben durchaus eine meditative Wirkung.

Eine Schildkröte (für die dieser Spot eigentlich bekannt ist) bekomme ich leider nicht zu sehen, dafür machen wir aber noch einen kleinen Stopp auf einer Sandbank mitten im Meer. Ich drehe mich um die eigene Achse und sehe nichts als Wasser bis zum Horizont. Eine einsamere Insel gibt es wohl nicht.

Wer schon mal in der Gegend ist, sollte auf jeden Fall auch am Etty Beach vorbei fahren. Hier kann man regelmäßig die riesigen Kassowary Vögel beobachten. Allerdings sollte man sich hier auch vor anderen Zeitgenossen in Acht nehmen: Krokodile. Ich beende meinen Tag mit einem ausgiebigen Strandspaziergang am Mission Beach und einem Essen beim Sternekoch im Restaurant des Castaways Resorts.

Welcome to the jungle: Wasserfälle und tropischer Regenwald

Nur ein paar Kilometer von Meer, Palmen und Strand entfernt beginnt schon der tropische Regenwald Queenslands. Von Mission Beach aus fahren wir vorbei an Bananenplantagen und Zuckerrohrzügen in Richtung Wooroonooran National Park. In der Gegend im und rund um den Park findet man herrliche Natursehenswürdigkeiten. Zum Beispiel die Babinda Boulders, eine Ansammlung von türkisblauen Süßwasserpools, mitten im Regenwald. Nur einen kurzen Spaziergang vom Parkplatz entfernt erreicht man schon die ersten Becken mit riesigen, glattgespülten Steinen. Weitere 30 Minuten Fußweg führen uns entlang des plätschernden Gewässers bis zu einer Aussichtsplattform, von der man die Boulders in voller Pracht bewundern kann. Nicht weit von Babinda liegen auch die Josephine Falls, einer der vielen spektakulären Wasserfälle der Region.

Am besten betrachtet man den Regenwald allerdings von oben. Im Mamu Tropical Skywalk führt uns ein 350 Meter langer Steg direkt durch die riesigen Baumkronen hindurch. Von hier oben wird man sich der Größe dieser uralten Gewächse erst so richtig bewusst. Überall schlängeln sich Monstera die Baumstämme hinauf, hin und wieder entdecke ich Farne in der Größe von Palmen. Von diversen Aussichtspunkten und sogar einem 37 Meter hohen Aussichtsturm bekommt man einen tollen Überblick über das Tal des North Johnstone River und den Wooroonooran Nationalpark. Der Regenwald in Queensland zählt übrigens zum UNESCO Weltnaturerbe.

Noch mehr Regenwald Feeling gibt es bei den Millaa Millaa Falls. Der riesige Wasserfall ist einer der meistfotografierten Australiens und eignet sich wunderbar für einen Zwischenstopp mit Picknick und kurzer Abkühlung.

Kängurus, Fledermäuse und Vulkane im Outback des Undara National Park

Um die Vielseitigkeit Queenslands zu komplettieren, wagen wir die Fahrt ins australische Outback. Knapp unter 200 km sind es von Mission Beach hierher, weshalb man die Gegend auch „Accessible Outback“ nennt. Hinter dem Ort Ravenshoe (ausgesprochen Ravens-ho), in dem ein bisschen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, beginnt sich auch schon die Landschaft drastisch zu verändern. Von knackig-grünen Wäldern, Plantagen und Sonnenblumenfeldern führt uns der Highway in trockeneres Terrain. Unser Ziel: der Undara Volcanic Nationalpark in den Atherton Tablelands. Über 160 Vulkane gibt es in der Region – und die haben dafür gesorgt, dass sich mit Hilfe von heißer Lava unterirdische Tunnel gebildet haben, sogenannte Lavatubes. Zwar fließt hier heute keine Lava mehr, doch die Jahrtausende alten Tunnel bilden heute ein spannendes Ökosystem. Die eingestürzten Teile bieten kühle Oasen inmitten des trockenen Outbacks, die erhaltenen Tubes sind viele hunderte Meter lang und sind das Zuhause von abertausenden Fledermäusen und anderen Lebewesen.

Die Ranger und Guides der Undara Experience bieten täglich mehrere geführte Touren durch die Tunnel an, bei der man allerlei über die Flora und Fauna lernt. Wir treffen bei unseren beiden Ausflügen am Morgen und am Abend viele Kängurus und Wallabies, ein paar Spinnen, natürlich Fledermäuse und sogar die ein oder andere Schlange, die im Baum hängt und auf ihr Abendessen wartet. Übernachten kann man in Undara in alten Waggons von Zügen aus dem 19. Jahrhundert, geweckt wird man vom Ruf des Kookaburra, das Frühstück bereitet man sich selbst am Lagerfeuer mitten im Busch zu. Handynetz gibt es hier natürlich keins. Alles in allem hat man wirklich eine tolle Outback Experience in Undara.

Für uns geht es nach einer Nacht im Outback leider schon wieder zurück Richtung Cairns. Ich empfehle aber unbedingt etwas länger zu bleiben, einen der vielen Wanderwege in Undara auszuprobieren, etwas mehr Zeit in den gemütlichen Orten Yungabarra und Ravenshoe zu verbringen und vielleicht noch den Kalkani Krater und den Lake Eacham zu besuchen. Ich jedenfalls will unbedingt noch einmal zurück in den tropischen Norden Queenslands, denn die vielseitige Natur hat mich nicht nur überrascht, sondern wirklich nachhaltig beeindruckt.

Weitere Tipps und Infos zu Queensland:

  • Wann ist die beste Reisezeit für Queensland? Für eine Reise durch den tropischen Norden Queenslands bietet sich der Zeitraum von April bis November an – in dieser Zeit sind die Wetterbedingungen ideal. Die Regenzeit fällt in die Zeit zwischen Januar und März.
  • Was ist bei der Einreise nach Australien zu beachten? Zur Einreise nach Australien wird ein Visum benötigt. Das sogenannte „eVisitor“ kann ganz einfach und kostenlos online beantragt werden. Zusätzliche Einreisebestimmungen sind auf der Website des australischen Innenministeriums zu finden.
  • Wie wird in Queensland am besten bezahlt? Währung ist der Australische Dollar (AUD). Kreditkarten werden fast überall akzeptiert
  • Wie kommt man am besten von A nach B? Um den Tropical North von Queensland auf einer Rundreise zu erkunden, ist ein Mietwagen zu empfehlen. Zu beachten sind der Linksverkehr und die teilweise großen Entfernungen.
  • Wie groß ist die Zeitverschiebung? In Queensland herrscht Eastern Standard Time (EST): MEZ + 9 Stunden (im europäischen Sommer + 8 Stunden). In Queensland gibt es keine Sommerzeit.

Die Reise wurde unterstützt von Tourism Queensland.

Koffer schon gepackt? Oder noch mehr Tipps? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

1 Kommentar

  1. evon cavey

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