London: Geheimtipps für eine Städtereise

London ist schrill, laut, manchmal ein wenig skurril und zählt zu den beliebtesten Städtereisezielen in Europa. Doch abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten wie dem Buckingham Palace oder Big Ben hat die englische Metropole noch viel mehr zu bieten. Bloggerin Nina hat 3 Tage in London verbracht und ihre geheimen Lieblingsorte und Insidertipps zusammengestellt.

3 Tage Zeit und Lust auf eine Städtereise, aber keine Ahnung wohin? London is calling! London steht ganz oben auf meiner Liste für eine perfekte Städtereise in Europa. Die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich längst alle gesehen, dennoch überrascht mich die Stadt immer wieder auf ein Neues. Hipster-Viertel, traumhaft schöne Parks, fantastische Restaurants, Cafés und ganz viel Streetart machen es wahrlich einfach diese Stadt zu mögen.

Im Street Art Himmel in Shoreditch

Shoreditch ist das Hipster Viertel schlechthin in London. Viele Künstler und Designer haben hier in den letzten Jahren eine neue Heimat gefunden und die verfallenen Häuser des Viertels aufwendig restauriert. Mittlerweile sind viele angesagte Firmen hier gelandet, besonders IT-Firmen. Daher wird das Viertel auch gerne als Silicon Valley von London bezeichnet. Doch findet man hier noch heute einzigartige Galerien, Designerläden und die besten Secondhand Shops der Stadt. Am besten lässt man sich einfach durch die Straßen treiben um das Viertel zu erkunden. Überall werden einem dann auch fantastische Murals begegnen, denn Shoreditch ist bekannt für seine grandiose Streetart Szene. Selbst Banksy und Roa haben sich hier verewigt. Besonders viele schöne Murals findet man rund um die High Street und in der Brick Lane.

Abtauchen in eine andere Welt in den Nomadic Community Gardens

Nur unweit der Brick Lane befinden sich die Nomadic Community Gardens. Von einem Garten im klassischen Sinn kann hier allerdings keine Rede sein. Im ersten Moment wirkt der Garten vielleicht sogar ein wenig abgerockt. Doch schaut man genauer hin, lässt sich hier eine Menge entdecken.

Die Bewohner des Viertels haben es sich zur Aufgabe gemacht einen Garten für alle zu schaffen und von und miteinander zu lernen. Zwischen Upcycling Installationen wachsen Obst und Gemüse in selbst getöpferten Blumentöpfen. In einer Fahrradwerkstatt wird fleißig an alten Bikes gebastelt. Mitten im Garten ein Klavier, ein Junge klimpert gerade auf den Tasten herum, während die Zuschauer auf Bänken aus alten Autoreifen der Musik lauschen. Dazwischen kunterbunte Graffitis auf den Backsteinwänden. Die Künstler der Streetart Werke sitzen gleich neben an im kleinen Cafe. In den Nomadic Community Gardens kann man herrlich verweilen, langweilig wird es hier nie.

Karibikfeeling in Brixton

Karibikfeeling pur findet man in den Strassen von Brixton, Heimat der jamaikanischen Community. Am Straßenmarkt in der Electric Avenue riecht es nach exotischen Gewürzen und Früchten, die gerupften Hühner hängen am Stand, dazwischen hübsche Accessoires aus der Karibik und der allgegenwärtige Duft nach Marihuana. Hübsche kleine Geschäfte, nette Cafés und Restaurants mit Spezialitäten aus aller Welt findet man gleich nebenan im Brixton Village. Besonders zu empfehlen ist hier das original Thaifood im KaoSarn.

Wenn man nun schon mal in Brixton ist, lohnt außerdem der Besuch des zauberhaften Buchladens Bookmongers. In dem Secondhand Buchladen lässt es sich herrlich stöbern und eintauchen in längst vergangene Zeiten.

Herrlich entspannen in den Ruinen von St Dunstan-in-the-East

Nur einige Mauern stehen heute noch von der Kirche St Dunstan-in-the-East, die im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Luftangriffe zerstört wurde. Die Mauerreste sind heute überwuchert von Kletterpflanzen, es duftet traumhaft nach Blumen und es ist so unglaublich ruhig, obwohl sich der kleine Park wirklich mitten in der Stadt befindet. Versteckt im Gassengewirr der Innenstadt, verirren sich dennoch nur selten Touristen hierher. Ein herrlicher Ort um mal kurz dem alltäglichen Chaos der Stadt zu entfliehen und zu entspannen.

Eat me – Afternoon Tea im Wunderland

Ein wahrlich märchenhaftes Ereignis ist der Afternoon Tea im KONA in den Taj 51 Buckingham Gate Suites and Residences. Der Afternoon Tea steht ganz im Zeichen von Alice im Wunderland. Kleine feine Törtchen springen einem mit einem „Eat me“ entgegen, die noch warmen Scones mit Clotted Cream duften herrlich und die feinen Sandwiches lassen einen grinsen wie die Grinsekatze höchstpersönlich. Abgerundet wird das ganze von einer Auswahl feinster Tees aus aller Welt.

Bezaubernd bunter Neil’s Yard

Eine bunte Oase im Großstadtdschungel der Stadt ist Neil’s Yard. Obwohl mitten in Covent Garden gelegen, gilt der Platz noch immer als absoluter Geheimtipp zum Shoppen und Essen. In den 1970er Jahren war Neil’s Yard Heimat einer linken Aktivisten-Gruppe, heute reihen sich in dem Innenhof kleine bezaubernde Boutiquen, Restaurants und Cafés aneinander. Leckeren Käse gibt es zum Beispiel im Neal’s Yard Dairy, köstlich duftende Seifen verkauft Neal’s Yard Remedies und zum Essen lädt das Wild Food Cafe ein, das köstliche Smoothies und kreative, vegane Küche serviert.

Blütenpracht in den Kew Gardens

Vor den Toren Londons lässt es sich herrlich durch die exotischen Kew Gardens, einen der ältesten botanischen Gärten der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe, schlendern. Doch ist der Garten nicht nur einer der ältesten seiner Art, er besitzt auch die umfangreichstes botanische Sammlung der Welt. Rund 30.000 verschiedene Pflanzen wachsen hier und das Gelände ist gigantisch groß. Daher sollte man vorab entscheiden, welche Teile des Park man sehen möchte. Keinesfalls verpassen solltest Du die zauberhaften Gewächshäuser wie das viktorianische Palm House. Im Bonsai House finden sich wunderschöne Mini-Baum-Exemplare, während man in Davies Alpine House Pflanzen von oberhalb der Baumgrenze bewundern kann. Richtig Spaß macht auch der Treetop Walkway, eine 200 Meter lange Plattform zwischen den alten Bäumen. Aber Achtung! Bei Höhenangst solltest Du besser am Boden bleiben, die Plattform schwankt im Wind tierisch.

Fish & Chips, vietnamesisches Streetfood & peruanische Ceviche: einmal quer durch London futtern

Und dann wäre da natürlich noch das Essen in London. Nun gut, ich bin kein großer Freund der englischen Küche, außer Fish & Chips, die liebe ich sehr und die besten gibt es bei Poppies Fish & Chips in Spitalsfield. Doch London ist ein absolutes Mekka für Foodies, denn hier findet man wirklich Spezialitäten aus aller Welt. Köstliche peruanische Ceviche und Pisco Sour gibt es zum Beispiel im Señor Ceviche, authentische vietnamesische Küche im zauberhaften The Little Viet Kitchen in Islington und ausgefallene Pizzakreationen bei Sodo Pizza in Walthamstow. Die Pizza Lorena mit Kürbis, Feta, Pinienkernen und Rosmarin ist zum Niederknien!

Anreise nach London

British Airways bietet von mehreren deutschen Flughäfen, wie zum Beispiel von München, Direktflüge zum London City Airport an. Vom Flughafen geht es in nur 15 Minuten mit der DLR direkt in die Innenstadt. Am besten kauft man sich vorab online oder am Flughafen eine Oyster Card, eine wiederaufladbare Guthabenkarte, die für alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt gültig ist. Mit der Karte fährt man wesentlich günstiger, als wenn man einzelne Tickets kauft.

Stylisch schlafen in London

Ein richtig cooles stylisches Hotel ist das New Road Hotel in Whitechapel. Die Zimmer sind im Industriestil eingerichtet und die riesigen Betten garantieren süße Träume. Auf der Frühstückskarte stehen zum Beispiel gesundes Müsli mit griechischem Joghurt und Früchten, Avocado- oder Lachsbrot und obwohl die Karte klein ist, fällt die Wahl doch jeden Morgen schwer. Nach einem langen anstrengend Tag in London lässt es sich im Yogaraum oder in den stylischen Social Zones herrlich relaxen. Wer auf moderne Architektur und gesundes Essen steht, ist hier auf jeden Fall genau richtig.

Diese Reise wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von British Airways.

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