Genießen und schlemmen quer durch London

London ist schrill, laut, manchmal ein wenig skurril und zählt zu den beliebtesten Städtereisezielen in Europa. Neben Buckingham Palace und Big Ben hat die englische Hauptstadt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und echte kulinarische Highlights zu bieten. Bloggerin Nina hat 3 Tage in London verbracht und verrät in diesem Artikel ihre geheimen Lieblingsorte und kulinarischen Insidertipps.

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Schon Walter Besant sagte einst »Ive been walking about London for the last 30 years, and I find something fresh in it every day«. Das trifft es für mich auf den Punkt. Unzählige Male war ich nun bereits in London und habe wirklich alle klassischen Sehenswürdigkeiten und Museen besucht. Doch bei jeder Reise nach London entdecke ich neue Streetart Werke, verwunschene kleine Parks und zauberhafte Restaurants, die sich in den hippen Vierteln der Stadt verstecken. Und glaub mir, die englische Küche ist weitaus besser als ihr Ruf. In London hat sich eine Restaurant-Szene und kulinarische Vielfalt entwickelt, die ihresgleichen in Europa sucht und so gleicht eine kulinarische Reise durch London heute einer kulinarischen Reise durch die Welt. Im folgenden Artikel verrate ich Dir meine Lieblingsspots und meine kulinarischen Highlights in London.

Karibikfeeling in Brixton

Karibikfeeling pur findet man in den Straßen von Brixton, Heimat der jamaikanischen Community. Am Straßenmarkt in der Electric Avenue riecht es nach exotischen Gewürzen und Früchten, die gerupften Hühner hängen am Stand, dazwischen hübsche Accessoires aus der Karibik und der allgegenwärtige Duft von Marihuana. Nette kleine Cafés und Restaurants mit Spezialitäten aus aller Welt findet man gleich nebenan im Brixton Village. Empfehlenswert sind beispielsweise:

  • Kao Sarn: Das kleine Restaurant wurde bereits mehrfach für seine köstlichen Thaispezialitäten ausgezeichnet. (Unit 96, Coldharbour Ln)
  • L'Atelier Patisserie: Hier gibt’s köstliche französische Croissants, Red Velvet Cake, Brownies und Lemon Meringue Tarts und dazu eine feine Kaffeeauswahl. (Unit 29, Market Row)
  • Cheese + Fizz: Der perfekte Ort für all die, die wie ich geradezu süchtig sind nach Käse. Hier gibt’s fantastische Käseplatten und tolle Weine. (Unit 10 and 11, Coldharbour Ln)
  • Eat of Eden: Das Restaurant serviert köstliche vegane und vegetarische von der jamaikanischen Küche inspirierte Gerichte. (Unit 4, Coldharbour Ln)
  • Fish, Wings and Tings: Hier kocht Brian Denclair authentische Gerichte aus seiner Heimat Trinidad. Auf der Karte stehen Jerk Chicken, Goat Roti und Codfish Fritters. (Unit 3, Coldharbour Ln)
  • Habesha Village: In dem kleinen Restaurant kommen köstliche vegane und vegetarische Gerichte aus Äthiopien und Eritrea auf den Tisch. (Unit 55, Coldharbour Ln)

Und wenn man nun schon mal in Brixton ist, lohnt außerdem der Besuch des zauberhaften Buchladens Bookmongers. In dem Secondhand Buchladen lässt es sich herrlich stöbern und eintauchen in längst vergangene Zeiten.

Herrlich entspannen in den Ruinen von St Dunstan-in-the-East

Nur einige Mauern stehen heute noch von der Kirche St Dunstan-in-the-East, die im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Luftangriffe zerstört wurde. Die Mauerreste sind heute überwuchert von Kletterpflanzen, es duftet traumhaft nach Blumen und es ist so unglaublich ruhig, obwohl sich der kleine Park wirklich mitten in der Stadt befindet. Versteckt im Gassengewirr der Innenstadt, verirren sich dennoch nur selten Touristen hierher. Ein herrlicher Ort um mal kurz dem alltäglichen Chaos der Stadt zu entfliehen und zu entspannen.

Eat me – Afternoon Tea im Wunderland

Ein wahrlich märchenhaftes Ereignis ist der Afternoon Tea im KONA in den Taj 51 Buckingham Gate Suites and Residences. Der Afternoon Tea stand bei mir ganz im Zeichen von Alice im Wunderland.

Kleine feine Törtchen sprangen mir mit einem „Eat me“ entgegen, die noch warmen Scones mit Clotted Cream dufteten herrlich und die feinen Sandwiches liessen mich grinsen wie die Grinsekatze höchstpersönlich. Abgerundet wurde das Ganze von einer Auswahl feinster Tees aus aller Welt. Aktuell serviert das KONA »The Indian Jasmine Afternoon Tea« und den »The Queen’s Platinum Jubilee Afternoon Tea«. Die Themen der Afternoon Tea Angebote sind wechselnd.

Im Street Art Himmel in Shoreditch

Shoreditch ist das Hipster Viertel schlechthin in London. Viele Künstler und Designer haben hier in den letzten Jahren eine neue Heimat gefunden und die verfallenen Häuser des Viertels aufwendig restauriert. Mittlerweile sind viele angesagte Firmen hier gelandet, besonders IT-Firmen. Daher wird das Viertel auch gerne als Silicon Valley von London bezeichnet. Doch findet man hier noch heute einzigartige Galerien, Designerläden und die besten Secondhand Shops der Stadt.

Am besten lässt man sich einfach durch die Straßen treiben um das Viertel zu erkunden. Überall werden einem dann auch fantastische Murals begegnen, denn Shoreditch ist bekannt für seine grandiose Streetart Szene. Selbst Banksy und Roa haben sich hier verewigt. Besonders viele schöne Murals findet man rund um die High Street und in der Brick Lane.

Bezaubernd bunter Neal’s Yard

Eine bunte Oase im Großstadtdschungel der Stadt ist Neal’s Yard. Obwohl mitten in Covent Garden gelegen, gilt der Platz noch immer als absoluter Geheimtipp zum Shoppen und Essen. In den 1970er Jahren war Neal’s Yard Heimat einer linken Aktivisten-Gruppe, heute reihen sich in dem Innenhof kleine bezaubernde Boutiquen, Restaurants und Cafés aneinander. Leckeren Käse gibt es zum Beispiel im Neal’s Yard Dairy, köstlich duftende Seifen verkauft Neal’s Yard Remedies und zum Essen lädt das 26 GRAINS ein, das gesunde Salate, köstliche Smoothies, leckere Bowls und mehr serviert.

Blütenpracht in den Kew Gardens

Vor den Toren Londons lässt es sich herrlich durch die exotischen Kew Gardens, einen der ältesten botanischen Gärten der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe, schlendern. Doch ist der Garten nicht nur einer der ältesten seiner Art, er besitzt auch die umfangreichste botanische Sammlung der Welt. Rund 30.000 verschiedene Pflanzen wachsen hier und das Gelände ist gigantisch groß. Daher sollte man vorab entscheiden, welche Teile des Park man besichtigen möchte. Keinesfalls verpassen solltest Du die zauberhaften Gewächshäuser, wie das viktorianische Palm House. Im Bonsai House finden sich wunderschöne Mini-Baum-Exemplare, während man in Davies Alpine House Pflanzen von oberhalb der Baumgrenze bewundern kann. Richtig Spaß macht auch der Treetop Walkway, eine 200 Meter lange Plattform zwischen den alten Bäumen. Aber Achtung! Bei Höhenangst solltest Du besser am Boden bleiben, die Plattform schwankt im Wind tierisch.

Fish & Chips, vietnamesisches Streetfood & peruanische Ceviche: einmal quer durch London essen

Meine kulinarischen Highlights in Brixton und im Neal’s Yard habe ich Dir bereits weiter oben in diesem Artikel verraten. Doch hat sich in ganz London in den letzten Jahren eine Restaurant-Szene entwickelt, die seinesgleichen sucht und einige der coolsten Restaurants in London empfehle ich Dir im Folgenden. Ich bin zwar wahrlich kein großer Fan der englischen Küche, doch auch diese ist mittlerweile besser als ihr Ruf. Ein Klassiker dieser Küche sind natürlich Fish & Chips und die besten gibt es bei Poppies Fish & Chips in Spitalsfield.

Köstliche peruanische Ceviche und Pisco Sour gibt es zum Beispiel im Señor Ceviche in Soho.

Im Restaurant Senor Ceviche in London gibt es neben der besten Ceviche außerhalb von Peru auch sehr viel leckeres Essen.
Señor Ceviche Die beste Ceviche außerhalb von Peru.
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British Airways
Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung von British Airways ermöglicht.

Authentische vietnamesische Küche serviert die Köchin und Food Bloggerin Thuy in ihrem zauberhaften The Little Viet Kitchen in Islington. Nicht ganz günstig, aber noch immer eines meiner indischen Lieblingsrestaurants in London ist das Bayleaf Restaurant. Fancy sind die Gerichte hier angerichtet und zudem eine wahre Geschmacksexplosion.

Allen Fans der italienischen Küche kann ich das supersüße und gemütliche Restaurant LAngolo bianco empfehlen. Hier servieren Meza und Anelle fantastische hausgemachte Pasta und andere traditionelle italienische Speisen. Zudem sind die sizilianischen Desserts ein Gedicht. Ausgefallene Pizzakreationen gibt es hingegen bei Sodo Pizza in Walthamstow. Die Pizza Lorena mit Kürbis, Feta, Pinienkernen und Rosmarin ist zum Niederknien.

Gut und günstig essen in London kann man beispielsweise hier:

  • Nando’s: Hier kommen köstliche Peri-Peri Brathähnchen nach afrikanischer Art mit diversen Beilagen und Saucen auf den Tisch. (mehrere Filialen in ganz London)
  • Brick Lane Beigel Bake: Die besten Bagel Londons gibt es in der alteingesessenen Bäckerei Beigel Bake. (159 Brick Ln)
  • Hullabaloo: Hier kommen preiswerte vegane und vegetarische Köstlichkeiten aus Indien auf den Tisch. (111B Deptford High Street)
  • Pizza Pilgrims: Die Pizzeria serviert kreative Pizzas nach neapoletanischer Art. (mehrere Filialen in ganz London)

Noch mehr Tipps für London

  • Von A nach B in London: Die Sehenswürdigkeiten in London kann man wunderbar zu Fuß, mit dem E-Bike oder dem E-Scooter erkunden, denn sie liegen fast alle nah beieinander. Eine Fahrt mit einem der roten Doppeldeckerbusse ist sicherlich ein Must-do. Da in London jedoch ständig irgendwo Stau ist, empfiehlt es sich ansonsten die U-Bahn zu nehmen, um weitere Strecken zurückzulegen. Am besten kauft man sich vorab online oder am Flughafen eine Oyster Card, eine wiederaufladbare Guthabenkarte, die für alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt gültig ist. Mit der Karte fährt man wesentlich günstiger, als wenn man einzelne Tickets kauft. Einzelne Tickets sind fast doppelt so teuer. Alternativ kann man an den gelben Kartenlesegeräten auch mit allen internationalen Debit- oder Kreditkarten bezahlen. Es gilt der selbe Tarif wie bei Nutzung der Oyster Card. Aber bitte nicht vergessen bei jeder Fahrt ein- und auszuchecken,
  • Anreise nach London: British Airways bietet von mehreren deutschen Flughäfen, wie zum Beispiel von München, Direktflüge zum London City Airport an. Vom Flughafen geht es in nur 15 Minuten mit der Docklands Light Railway (DLR) direkt in die Innenstadt.
  • Wann fliegt man am besten nach London? Grundsätzlich kann man London ganzjährig bereisen. Regenfeste Kleidung sollte jedoch immer im Gepäck sein. Die beste Jahreszeit sind die Sommermonate von Mai bis September.
  • Wie sicher ist London? Grundsätzlich ist London eine sehr sichere Großstadt. Dennoch solltest Du auch hier darauf achten, dass deine Tasche und Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt sind. In vielen Restaurants in London gibt es unter dem Tisch übrigens Clips mit denen Du deine Tasche sichern kannst. Da man sowieso überall mit Karte bezahlen kann, ist es außerdem ratsam nicht zu viel Bargeld mit sich herumzutragen. Wie auch andernorts sollte man zudem niemals Getränke von Fremden annehmen, dunkle Straßen meiden und ausschließlich Taxis und registrierte Mini-Cabs nutzen.
  • Wie bezahlt man in London am besten? In London kann man eigentlich überall mit Visa und Mastercard bezahlen und auch die EC-Karte funktioniert zumeist problemlos. Zudem akzeptieren viele Geschäfte auch Apple Pay. Wer dennoch nicht auf Bargeld verzichten möchte, kann direkt am Flughafen in einer der Wechselstuben Euros in Pfund umtauschen. Günstiger ist es jedoch an einem der Geldautomaten vor Ort Geld abzuheben, da die dort anfallenden Gebühren noch immer niedriger sind als die Wechselgebühren.
  • Stylisch schlafen in London: Ein richtig cooles stylisches Hotel ist das New Road Hotel in Whitechapel. Die Zimmer sind im Industriestil eingerichtet und die riesigen Betten garantieren süße Träume. Auf der Frühstückskarte stehen zum Beispiel gesundes Müsli mit griechischem Joghurt und Früchten und Avocado- oder Lachsbrot. Nach einem langen anstrengenden Tag in London lässt es sich im Yogaraum oder in den stylischen Social Zones herrlich relaxen. Wer auf moderne Architektur und gesundes Essen steht, ist hier auf jeden Fall genau richtig.

Koffer schon gepackt? Oder noch mehr Tipps? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!