Kopenhagen: Geheimtipps und Highlights für 3 Tage

Kopenhagen: Geheimtipps und Highlights für 3 Tage

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Kaum eine andere Stadt verbindet Design, Ästhetik und Gemütlichkeit auf so charmant-lässige Weise, wie Kopenhagen. Demnach wurde die dänische Hauptstadt zu gutem Recht bereits mehrfach zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt – und davon kann man bei einer Städtereise zumindest temporär etwas abhaben. Daneben hält die Stadt der Fahrräder und der kleinen Meerjungfrau einige Geheimtipps für euch bereit.

In diesem Beitrag teilt Sarah ihre Kopenhagen Erfahrungen mit euch und verrät ihre Insider Tipps für drei perfekte Tage in der aufregenden Metropole. Natürlich mit einer ordentlichen Portion Hygge, Küsten-Feeling und den leckersten Frühstücks-Cafés.

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Alternatives Kopenhagen: Freistaat Christiania & chillen zwischen Gräbern

Inmitten des von Kanälen durchzogenen Stadtteils Christianshavn verbirgt sich einer der außergewöhnlichsten Orte Dänemarks und wohl auch ganz Europas. Als 1971 ein verlassenes Militärgebiet von Hausbesetzern übernommen wurde, bildeten sie die Freistadt Christiania, in der eigene Gesetze gelten sollten.

Diese Reise wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Norwegian.

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Noch heute spürt man den Hippie-Vibe der 70-er Jahre bei einem Streifzug durch die bunten Straßen von Christiania. Neben dem Bewundern von Straßenkunst und der alternativen Wohnkultur könnt ihr im Sommer im Café Nemoland zu einem Christiania Bier mit Hanfnote Live-Konzerten dänischer Künstler lauschen. In den Videos des Künstlers Lukas Graham, tauchen übrigens immer wieder Sequenzen aus Christiania auf. Der Sänger, der mit dem Song „Seven Years“ berühmt wurde, wuchs in der Freistadt auf und lebt noch heute zeitweise hier.

Christiania: Eine eigene, autonome Stadt inmitten von Kopenhagen.

Christiania: Eine eigene, autonome Stadt inmitten von Kopenhagen.

Von Ende Juni bis Ende August werden geführte Touren von Bewohnern angeboten. Zur eigenen Sicherheit ist es wichtig, bei einem Besuch in Christiania, ob auf eigene Faust oder mit einem Christianitter, einige Dinge zu beachten.

Ein weiterer außergewöhnlicher Ort befindet sich in dem Stadtteil Nørrebro. Der Friedhof Assistens Kirkegaard dient nicht nur als letzte Ruhestätte berühmter Dänen, wie des Dichters und Schriftstellers Hans Christian Andersen und des Philosophen Søren Kierkegaard. Auf dem Gelände ist es außerdem üblich seine Picknickdecke zwischen den Grabsteinen auszubreiten, mitgebrachte Snacks zu essen und über den Sinn des Lebens zu sinnieren.

Picknicken zwischen Gräbern auf dem Friedhof Assistens Kirkegaard.

Picknicken zwischen Gräbern auf dem Friedhof Assistens Kirkegaard.

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Vesterbro, Nørrebro & Østerbro: Die angesagtesten Viertel in Kopenhagen

Eine Sache, die mir an Kopenhagen sofort auffiel und ich schnell wertschätzen lernte: Für eine Großstadt geht es hier wunderbar unaufgeregt zu. Ob am Flughafen oder an der Metrostation. Hektik war nie zu spüren. Besonders entspannt zeigt sich Kopenhagen etwas abseits von den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, wie dem viel fotografierten Nyhavn und dem Schloss Amalienborg.

Jeder Stadtteil Kopenhagens punktet mit seinem ganz eigenen Flair, coolen Foodie-Spots, Parks und Highlights. Wobei mich drei Viertel während meiner Städtereise besonders zum Schwärmen brachten.

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Einst Rotlichtviertel der Stadt, hat sich Vesterbro mittlerweile zum Szeneviertel entwickelt. Bars, Mode-Boutiquen, Galerien und coole Restaurants, wie das Pico Pizza oder das TOLV, reihen sich hier aneinander. Besonders angesagt ist der Meatpacking District mit einer ordentlichen Portion Industriecharme. Zu den kulturellen Highlights des Stadtteils zählt die Øksnehallen. Einst wurde in dem Backsteinbau mit Vieh gehandelt. Heute ist die alte Markthalle ein Zentrum für Industriedesign, Mode und zeitgenössische Kunst. Übrigens wurde Vesterbro vom Lonely Planet in die Top 10 der coolsten, weniger bekannten Stadtviertel weltweit aufgenommen.

Hippes Kopenhagen
In den Straßen des angesagten Kopenhagener Viertels Vesterbro reihen sich coole Restaurant und Cafés mit blumenverzierten Außenbereichen aneinander.Wer beim Shoppen in der Jægersborggade Durst oder Hunger bekommt, kann sich eines der coolen Cafès aussuchen, die sich direkt anreihen.Junge Leute dürfen bei dem Städtertrip Kopenhagen nicht an dem BaNanna Park vorbeigehen, wo eine riesige Kletterwand und ein Skatepark auf sie warten.

Um den außergewöhnlichsten Friedhof der Stadt, von dem ich schon erzählt habe, erstreckt sich der Stadtteil Nørrebro mit seinem multikulturellen und kreativen Flair. Design-Liebhaber werden in der Jægersborggade zum Shoppen von handgefertigtem Schmuck und nachhaltiger Mode verführt. Schaut unbedingt bei dem Schmuckdesignerkollektiv Ladyfingers vorbei oder stöbert bei Tú a tú nach Secondhand-Mode von einigen der beliebtesten skandinavischen und internationalen Marken. Zu den Sehenswürdigkeiten Nørrebros zählt der Superkilen Park. Aufgeteilt in drei Bereiche vereint er nette Plätze zum Chillen zwischen Kunstinstallationen, Cafés und ist außerdem ein beliebter Treffpunkt für sportliche Locals. Beinahe in Rufweite findet ihr mit dem BaNanna Park eine kleine grüne Oase im Viertel. Wo sich früher eine Ölraffinerie befand, leuchten dort heute Graffiti von den Häuserwänden. Eine 14 Meter hohe Kletterwand ist ein weiterer Höhepunkt des Parks, ganz im wörtlichen Sinne.

An Nørrebro grenzt das Viertel Østerbro, das euch mit seiner gemütlichen und familiären Atmosphäre in den Bann ziehen wird. Østerbro ist bekannt für eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt. Denn gleich vor der Uferpromenade räkelt sich die berühmte Kleine Meerjungfrau auf einem Felsen. Generell ist das Viertel von viel Wasser umgeben ist. Neben der Lage am Sortedam See hat Østerbro mit dem Svanemølle Beach sogar einen eigenen Badestrand. Auch hervorragend shoppen lässt es sich in Østerbro. Das Wauw ist sowohl ein Geschäft als auch eine Werkstatt für einzigartige, handgefertigte Keramikstücke und in den vielen Antiquitätenläden, wie dem Øbro Antik in der Strandboulevarden, könnt ihr ganz entspannt nach Schätzen stöbern.

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Kopenhagen am Meer: Kanäle, Ostesee-Strände und Streetfood am Wasser

Wasser ist das entscheidende Element bei einer Städtereise nach Kopenhagen. Nie ist man weit davon entfernt. Ob man entlang der Kanäle des Stadtteils Christianshavn schlendert oder sich an einer der Badestellen an einem heißen Sommertag ins kühle Nass stürzt. Besonders der Amager Strand, der nur eine kurze Metrofahrt vom Zentrum entfernt liegt, lädt dazu ein, die Städtereise mit entspannten Stunden am Meer zu verbinden. Noch dazu genießt ihr von dem weitläufigen Sandstrand einen phänomenalen Blick hin zur imposanten Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet.

Im Wasser spiegeln sich die Boote, die in Kopenhagen angelegt haben.Bei einem reinen Städtetrip muss es in Kopenhagen nicht bleiben, denn ein wunderschöner Sandstrand verbirgt sich hinter den Dünen der Stadt.

Der wohl köstlichste Ort Kopenhagens am Wasser ist der Reffen Streetfood-Market. Hier lässt es sich entspannt in Liegestühlen chillen und einmal um die Welt schlemmen. Dabei wird besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Wann immer möglich, werden lokale Zutaten verwendet und außerdem der Reduce-Reuse-Recycle-Gedanke gelebt. Das Reffen liegt auf der Halbinsel Refshaleøen, wohin verschiedene Wege führen. Der schönste bringt euch übers Wasser in das Foodie-Paradies. Etwa mit den Hafenbussen 991 und 992 oder mit Stromma Canal Tours.

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Von Hot Dogs und Hygge: Die coolsten Cafés und Restaurants in Kopenhagen

Die gute Nachricht: Bei Cafés und Restaurants in Kopenhagen kann man kaum etwas falsch machen. Ob Hipster-Café, Farm to Table Restaurant oder Gourmet Restaurant, wie dem Vækst – Reinfälle sind so gut wie ausgeschlossen. Die weniger gute Nachricht: Kopenhagen ist eine der teuersten Städte Europas und das spiegelt sich auch beim Essen gehen wider. Für ein Bier oder einen Kaffee bezahlt ihr in der Regel 5 bis 6 Euro. Ein Frühstück in Kopenhagen kostet nicht selten 20 bis 25 Euro.

Tipp: Bezahlen in Kopenhagen

Kopenhagen ist eine der teuersten Städte Europas. Ein kleines Trostpflaster: Trinkgeld wird in Kopenhagen nicht erwartet und ihr könnt zudem ausnahmslos alles mit Karte bezahlen, vom Hot Dog bis zum Becher Eis. Ihr braucht vor eurer Reise also keine Dänischen Kronen besorgen.

Hier habe ich eine Auswahl an hyggeligen Cafés und fantastischen Restaurants für euch zusammengestellt:

Mad & Kaffe: In drei Filialen, die über die Stadt verteilt liegen, könnt ihr hier von morgens bis abends schlemmen. Fast schon legendär ist das Brunch-Konzept des Mad & Kaffe. Hierbei könnt ihr euch aus einer Liste euren eigenen köstlichen Frühstücksteller zusammenstellen.

GRØD: Ebenfalls ein tolles Café zum Frühstücken und Mittagessen mit mehreren Standorten und noch dazu verhältnismäßig günstig ist das GRØD. Ich habe beispielsweise für eine Açai-Smoothie-Bowl und einen Flat White etwa 16 Euro bezahlt.

Kulinarisches Kopenhagen
Das Frühstück mit Kaffee, Croissant, Avocado und Joghurt mit Müsli wird im Café Mad & Kaffe auf einem Holzbrett serviert.Bei einer Städtereise nach Kopenhagen darf ein leckerer Hot Dog mit Röstzwiebeln und Gurkenscheiben nicht fehlen.Eine Straße in Kopenhagen, wo coole Restaurants und Cafés den typischen dänischen Flair widerspiegeln.Wer in Kopenhagen auf der Suche nach gutem Essen ist, darf die Markthalle Torvehallerne nicht versäumen.

Pico Pizza: Der Place to be für alle Pizza-Lover. Das Besondere an dem Restaurant: Ihr braucht euch nicht für einen Belag entscheiden, sondern könnt drei verschiedene Mini-Pizzen verspachteln.

The Organic Hotdog Stand: Pølsevogn, übersetzt „Hot-Dog-Stände“, genießen in Dänemark Kult-Status und verführen an nahezu jeder Ecke Kopenhagens zu ein dem günstigen Fast-Food-Gericht auf die Hand. Die vielleicht besten Hot Dogs – und noch dazu in Bio-Qualität – gibt’s bei The Organic Hotdog Stand direkt am Rundetaarn.

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Ein Flugzeug umkreist eine Weltkugel, die zur Hälfte aus einem Fußball besteht.

Torvehallerne: Treffpunkt für Feinschmecker und Freunde guten Essens ist die Markthalle Torvehallerne. An mehr als 80 Ständen könnt ihr euch verschiedensten Leckereien hingeben und bei Hallernes Smørrebrød findet ihr die wohl besten traditionell dänischen und lecker belegten Brote der Stadt. Ein kulinarischer Abstecher in die überdachte Markthalle bietet bei Regen Unterschlupf. An freundlichen Tagen sitzt man sehr schön draußen, wo euch auch ein netter Bauernmarkt erwartet.

Was muss man in Kopenhagen gegessen haben?

Smørrebrød ist ein belegtes Brot, das in Dänemark in verschiedensten Variationen zum Lunch gegessen wird. Typische Gerichte in Kopenhagen sind außerdem Stegt flæsk, gebratenes Schweinefleisch, das süße Blätterteiggebäck Wienerbrød und Austern. Auf eine mehr als 100-jährige Tradition blicken die Hotdog-Wagen in Kopenhagen zurück.

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Praktische Tipps für deine Städtereise nach Kopenhagen

  • Wann ist Kopenhagen am schönsten? Die beste Zeit für Kopenhagen variiert je nachdem, was ihr unternehmen möchtet. Wer den Städtetrip mit einem Badeurlaub verbinden möchte, dem empfehle ich die Sommermonate. Von Juni bis September ist in Kopenhagen aufgrund zahlreicher Festivals und Events am meisten los. Wer es weniger trubelig mag, reist am besten zwischen Oktober und Mai nach Dänemark.
  • Wie viele Tage braucht man in Kopenhagen? Um alle Highlights abzuklappern und genügend Zeit für entspanntes Treiben lassen zu haben, solltet ihr drei Tage einplanen.
  • Von A nach B in Kopenhagen: Die Sehenswürdigkeiten im Zentrum lassen sich gut zu Fuß erkunden. Als Fahrradstadt mit einem großartig ausgebautem Radwegenetz, bietet es sich auch an Räder zu leihen, zum Beispiel über Donkey Republic und die Stadt vom Sattel aus zu erkunden. Auch über ein sehr gutes öffentliches Verkehrsnetz mit verschiedenen Ticket-Tarifen verfügt Kopenhagen. Die Tickets gelten auch für Metro und Hafenbusse.
  • Ausgehen in Kopenhagen: Auch Nachtschwärmer kommen in Kopenhagen voll auf ihre Kosten. Sehr schön am Wasser genießt ihr Drinks im Seaside Toldboden und in der Wein Bar Den Vandrette. Dort gibt’s sogar georgischen Naturwein. Kult-Status genießen in Kopenhagen auch die Bodegas. Dabei handelt es sich um etwas düstere aber gemütliche Raucherkneipen. In loungiger Atmosphäre feiert und tanzt ihr in der Bar The Jane, die sich zu später Stunde in einen Nachtclub verwandelt und in dem Gay Club Never Mind.

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