Brüssel für junge Leute: Geheimtipps von Essen bis Shopping

Zwischen Europaviertel und Streetart zeigt sich Brüssel als eine der buntesten und weltoffensten Metropolen Europas. Neben den besten Plätzen zum Essen und Shoppen verrät euch Sarah in diesem Beitrag die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Brüssel und welche Geheimtipps ihr in der belgischen Hauptstadt entdecken könnt.

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In Brüssel treffen zahlreiche kulturelle Einflüsse aufeinander, die sich auch in einer fantastischen und vielseitigen Gastronomie-Szene widerspiegeln. Zwischendurch entdeckt man angesagte Ecken mit Concept Stores und zauberhafte, grüne Oasen.

Lange hatte ich die belgische Hauptstadt als Reiseziel so gar nicht auf dem Schirm bis Freunde nach Brüssel zogen. Nach dem ersten Besuch war ich sofort verzaubert. Von der Architektur – eine Mischung aus Pariser Schick und der Lässigkeit Amsterdams, den Vintage-Flohmärkten und natürlich von den fluffigen belgischen Waffeln.

Sehenswürdigkeiten und Insider Tipps für die Städtereise

Obwohl Brüssel mit einer Fläche von ca. 32 Quadratkilometern und rund 1,2 Millionen Einwohnern zu den kleineren Hauptstädten Europas zählt, erwartet euch eine Fülle an Highlights.

Die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Brüssel im Überblick:

  • Manneken Pis
  • Atomium
  • Grote Markt
  • Kathedrale St. Michael und St. Gudula
  • Königlicher Palast
  • Comic-Strip-Route
  • Jubelpark
  • Justizpalast
  • Schloss Laeken
  • Kunstberg

Zu den berühmtesten Wahrzeichen der Stadt zählen das Atomium, die 165-millardenfache Vergrößerung eines Eisenmoleküls, und die Bronzefigur Manneken Pis. In Brüssel kann man übrigens noch zwei weitere fröhlich urinierende Figuren entdecken. Jeanneke Pis, das Pendant zu Manneken Pis, lässt in einer Seitenstraße in der Nähe des Marktplatzes Wasser. Der dritte im Bunde ist der Hund Zinneke Pis, der in der Rue des Chartreux sein Bein an einem Pfahl hebt.

Zu den Sehenswürdigkeiten, die man in Brüssel gesehen haben muss, zählen außerdem der Grote Markt, der zentrale Platz von Brüssel, mit seinem gotischen Rathaus und der wunderschön verzierten barocken Fassaden. Kaum verwunderlich, dass die UNESCO den Grand-Place in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen hat.

Ganz in der Nähe des Marktplatzes könnt ihr die Kathedrale St. Michael und St. Gudula im brabantisch-gotischen Stil bestaunen. Hier feiert übrigens die königliche Familie gern Hochzeiten. Noch mehr Indizien der konstitutionellen Monarchie Belgiens findet ihr etwas außerhalb des historischen Zentrums: den Palais Royal. An Wochenenden von Ende Juli bis Anfang September öffnen sich die Tore des prachtvollen Brüsseler Königspalast für die Öffentlichkeit.

Kunst-Metropole Brüssel: Welthauptstadt des Comics und Street-Art-Mekka

Neben den klassischen Sightseeing Spots beeindruckt Brüssel mit einer vielfältigen Kunst- und Kulturszene. Mitten im Zentrum können sich Kunstfans auf dem Mont des Arts ins Vergnügen stürzen. Gleich mehrere Museen warten auf dem Kunstberg auf euch, wie zum Beispiel der Palast der schönen Künste, das René Magritte Museum und das Musikinstrumentenmuseum. Daneben genießt ihr von dem Kunstberg eine herrliche Aussicht über die Dächer der Stadt.

Als Welthauptstadt des Comics gleicht Brüssel einer Open-Air-Street-Art-Galerie. In der gesamten Stadt leuchten Comic-Helden und großflächige Murals von den Fassaden. Perfekt, um möglichst viele mit Dosenkunst geschmückte Fassaden auf einmal zu bestaunen, ist die Comic-Strip-Route. Der Rundgang führt euch an mehr als 50 Häuserwänden vorbei, von denen Tim und Struppi, Asterix & Co. grüßen.

Essen gehen in Brüssel: Schwelgen zwischen Waffeln, Pommes und Mafé

Als kosmopolitisches Zentrum Europas vereint Brüssel verschiedenste kulinarische Einflüsse und macht die Stadt zu einem vielfältigen Foodie-Paradies – von vegan, über afrikanisch bis halal ist alles dabei. In der Brüsseler Innenstadt reihen sich Cafés und Restaurants aneinander und der Duft von frischen Waffeln und Pommes liegt in der Luft. Daneben verführen die Patisserien zu sündigen Köstlichkeiten.

Restaurants und Cafés in Brüssel: 5 Geheimtipps

Von meiner letzten Brüssel Reise habe ich eine Auswahl mit tollen Orten zum Schlemmen und Genießen mitgebracht:

  • Café-Restaurant La Fabrique en Ville: Etwas versteckt, im Egmont Park, liegt das charmante Café das für seinen köstlichen Brunch am Wochenende berühmt ist.
  • Gruun: Im Herzen der Altstadt geraten Urban-Jungle-Lovers ins Schwärmen und verlassen den Laden, der Pflanzengeschäft und Café vereint, sehr wahrscheinlich mit einem kleinen, grünen Freund als Souvenir.
  • Les Filles: Schon der Weg in das Lokal ist außergewöhnlich. Denn um Einlass zu bekommen muss man zunächst klingeln. Dann steigt man die Treppen des Altbaus hinauf und es kommt einem vor, als wäre man zu Gast bei Freunden. So fühlt es sich auch in den Räumlichkeiten an. Man isst an langen Tafeln, in entspannter Atmosphäre und bekommt saisonale Küche mit frischen, lokalen Zutaten in Bio-Qualität serviert. Mittlerweile bietet Les Filles mehrere Restaurants über die Stadt verteilt an.
  • Tich: Poké und Smoothie Bowls und viele weitere gesunde, vegane Gerichte gibt’s in dem hippen Restaurant unweit des Königlichen Palasts, inklusive kleinem Concept Store.
  • Au Soleil d’Afrique: Im Herzen des afrikanischen Viertels Matonge erwarten euch günstige und köstliche Gerichte. Serviert werden typische Spezialitäten aus Westafrika, wie der Erdnusseintopf Mafé oder gemischte Platten.

Shopping in Brüssel: Märkte, Shopping Center und Concept Stores

Ob Secondhand-Liebhaber oder Fans kleiner Boutiquen – in Brüssel lässt es sich ganz wunderbar nach neuen Lieblingsteilen für den Kleiderschrank oder Deko für die eigenen vier Wände Ausschau halten.

Täglich von 6 Uhr morgens bis 14 Uhr kann man auf dem Flohmarkt Jeu de Balle nach Antiquitäten, Schallplatten, Comics und anderen Schätzen stöbern. Der Flohmarkt liegt mitten im lebendigen Marolles-Viertel, in dem ihr neben dem Trödelmarkt zahlreiche Antiquitätenhändler und Vintage-Boutiquen wie den Second-Hand-Shop Melting Pot Kilo findet. Angesagte Modelabels und Läden aufstrebender, junger Modeschöpfer erwarten euch in dem trendigen Dansaert-Viertel.

An verregneten Tagen bieten sich die überdachten Shopping Center Brüssels für einen Schaufensterbummel an, wie die historische Galeries Royales Saint-Hubert oder das Einkaufszentrum Docks Bruxsel.

Zwischen Shopping und Sehenswürdigkeiten schnell und günstig essen? Die Pop-up-Bars bieten eine tolle Alternative zu klassischen Restaurants.
Im Sommer öffnen in Brüssel Pop-up-Bars auf den Plätzen.
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Praktische Tipps für deine Städtereise nach Brüssel

  • Wie komme ich am besten nach Brüssel? Von Deutschland erreicht ihr Brüssel am schnellsten mit dem Flugzeug über den Flughafen Brüssel-Zaventem. Von München beträgt die Flugzeit etwa 1 Stunde und 15 Minuten. Je nach Abfahrtsort können auch die Verbindungen der Deutschen Bahn ab zahlreichen Städten eine Option sein, am besten fährt man bis zum Bahnhof Bruxelles-Midi.
  • Wann ist die beste Reisezeit für Brüssel? Die angenehmsten Temperaturen und geringsten Niederschläge erwarten euch von Mai bis Oktober. Mit seinen Food-Festivals und Rooftop-Bars kann ich Brüssel als wunderbares Reiseziel für einen Städtetrip im Sommer empfehlen.
  • Wie komme ich in Brüssel von A nach B? Die meisten Highlights liegen fußläufig voneinander entfernt. Für außerhalb liegende Sehenswürdigkeiten, wie dem Atomium, bietet Brüssel ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz der Metro und der Straßenbahnen. Infos zu Fahrplänen und Tarifen findet ihr hier. Wer Städte gerne mit dem Rad erkundet, kann sich bei Pro Velo oder Billy City- und E-Bikes ausleihen.
  • Wo übernachten in Brüssel? Geschmackvolle Zimmer bietet euch das mit dem Umweltlabel Green Key ausgezeichnete Boutique Hotel Made in Louise im Stadtteil Saint-Gilles, das für seine Jugendstilarchitektur, kleine Galerien und seinen Montagsmarkt bekannt ist. Eine preiswerte Alternative findet ihr direkt am Kanal Charleroi-Brüssel. In einem historischen Brauerei-Gebäude ist heute eins von zwei Meininger Hotels untergebracht, inkl. gemütlicher Lounge, Gästeküche und Mehrbettzimmern – ideal für den Städtetrip mit Freunden.

 

  • Was gibt es Besonderes in Brüssel? Da sich die meisten Institutionen der EU in Brüssel befinden, gilt die Metropole als die Hauptstadt Europas. Neben dem modernen Europaviertel begeistert Brüssel mit einer malerischen Altstadt und Kunst- und Kultur-Highlights en masse. Außerdem ist Brüssel die LGBTQ-Hauptstadt Belgiens, besonders spürbar im Gay-Viertel, in der Nähe des Grand'Place, im Quartier Saint-Jacques.
  • Was man in Brüssel gesehen haben muss? Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Brüssel zählen das Atomium, das Manneken Pis, das Musikinstrumentenmuseum und das MIMA. Außerdem gilt Brüssel als die Welthauptstadt des Comics und wird euch bei einem Street-Art-Spaziergang begeistern.

 

  • Wie viele Tage braucht man für Brüssel? Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Brüssel zu erkunden, benötigt man zwei volle Tage. In der belgischen Hauptstadt gibt es jedoch so viel zu entdecken, dass ich euch empfehle den Städtetrip für mindestens vier Nächte zu planen.
  • Was kann man abends in Brüssel machen? Besonders bei Studenten und Nachtschwärmern beliebt ist das Delirium Village mit acht Bars in denen du dir das für seine ordentlichen Umdrehungen berühmt berüchtigte, belgische Bier schmecken lassen kannst. Zum ausschweifenden Feiern wird, auch außerhalb der LGBTQ-Szene, jeder im Rainbow Village willkommen geheißen.
  • Was muss man in Brüssel gegessen haben? Brüssel ist bekannt für köstliche belgische Waffeln und Schokolade. Ein Klassiker sind außerdem Moules Frites, in Gemüsesud und mit Pommes servierte Miesmuscheln.
  • Ist Brüssel eine sichere Stadt? Ich fühlte mich in Brüssel immer sicher. Dennoch ist es auch hier, wie bei jedem anderen Städtetrip, ratsam auf seine Wertsachen zu achten und sich gegebenenfalls in der Unterkunft zu informieren, welche Ecken man, insbesondere in der Nacht, meiden sollte.

Koffer schon gepackt? Oder noch mehr Tipps? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!