Skåne: Geheimtipps und Sehenswürdigkeiten

Skåne, die Region im südlichsten Zipfel von Schweden, kann einfach alles und macht garantiert jeden glücklich. Die schönsten Sehenswürdigkeiten, wo es sich ganz vorzüglich baden und wandern lässt und was ihr während eures Urlaubs in Skåne auf keinen Fall verpassen solltet, erzählt euch Bloggerin Sarah in diesem Beitrag.

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Der eine hat eine Vorliebe für Abenteuer- und Outdoor-Urlaub, während die andere sich lieber durch hippe Cafés schlemmt und sich außerdem nach einer entspannten Auszeit am Meer sehnt. Kaum eine Reise, die ohne lange Diskussionen auskommt. Wer kennt’s? Wenn die Planung ausnahmsweise mal vollkommen ohne Kompromisse abläuft, lautet das Reiseziel vermutlich Skåne. In diesem Beitrag nehme ich euch mit.

Drehende Körper, herrschaftliche Paläste: Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Skåne

Mit einer Fläche von 11.303 Quadratkilometern passt Skåne mehr als sechs Mal in das Bundesland Bayern hinein und lässt sich aufgrund dieser recht kompakten Größe prima innerhalb einer Woche erkunden. Dabei ist die Region keine, die mit bergeweise Touristenattraktionen prahlt. Hier im Süden Schwedens läuft alles etwas bescheidener, aber nicht minder sehenswert, ab.

Die Einwohner mit ihrer wunderbar offenen und herzlichen Art, die abwechslungsreiche Natur und die regionale Küche, bei der besonderer Wert auf frische Zutaten und raffinierte Aromen gelegt wird - das alles ist schon Grund genug nach Skåne zu reisen. Aber natürlich kommt ihr auch beim klassischen Sightseeing auf eure Kosten.

Als größte Stadt der Region findet ihr in Malmö die meisten Sehenswürdigkeiten auf einem Fleck. Im modernen und klimaneutralen Stadtteil Västra Hamnen schraubt sich der Turning Torso gen Himmel. Mit einer Höhe von 190 Metern ist der Wolkenkratzer das höchste Gebäude Skandinaviens. Ganz in der Nähe thront die Burg Malmöhus umgeben von dem Schlosspark Slottsträdgården, durch den es sich wunderbar lustwandeln lässt.

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Skåne gehört der Dom zu Lund. Die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert mit ihrer prägnanten dunklen Fassade und ihren imposanten Türmen ist kaum zu übersehen, wenn man durch die Altstadt der Universitätsstadt schlendert und auch sonst ist Lund einen Besuch wert – besonders für Foodies. Aber dazu später mehr.

Mein persönliches Highlight war das im Stil der niederländischen Renaissance erbaute Schloss Sofiero, nördlich von Helsingborg gelegen. Das Anwesen beherbergt ein Museum, ein Café und eines der besten Restaurants des ganzen Landes. Um das Schloss erstreckt sich ein malerischer Garten, der vollkommen zurecht mit dem Titel „Europas schönster Park“ ausgezeichnet wurde.

Skånes wilde Seite und woraus Sommermärchen gemacht sind

Während meiner Reise durch Skåne war ich immer wieder fasziniert, wie eine so überschaubare Region so eine mannigfaltige Natur bieten kann. Eben noch am feinsten Sandstrand auf türkisblaues Wasser geschaut, finde ich mich einen Wimpernschlag später durch mystische Wälder und entlang bizarrer Steilküsten streifend wieder.

Ein Steg aus Holz führt mit einem Zaun durch eine grüne Landschaft aus Bäumen und Gewächsen.
Söderåsen Nationalpark Ein Bohlenweg führt entlang eines Sees.
Trockenes Gras auf einem Hügel, der auf das Meer gerichtet liegt.
Naturreservat Kullaberg Blühende Heide und schroffe Klippen.

Die Waldluft duftet würzig und neben mir glitzert die Wasseroberfläche des Skäralidsdammen. Über einen Bohlenweg wandere ich durch den Söderåsen Nationalpark. Auf einer Fläche von mehr als 16 Quadratkilometern erstreckt sich der Park über eine abwechslungsreiche Landschaft. Mystische Wälder und tiefe Schluchten erkunde ich hier. Daneben werde ich von rauschenden Flüssen begleitet.

Wandern mit Meerblick, auch das geht in Skåne. Besonders spektakulär im Nordwesten der Region. Hier liegt das Naturreservat Kullaberg und bietet mit seinen schroffen Steilklippen eine einzigartige Kulisse.

Von einer ganz neuen Seite zeigt sich Skånes Küste auf der Halbinsel Falsterbo im Südenwesten der Region. Puderzuckerfeiner Sand rieselt durch meine Finger, vor mir türkisblaues Meer und eine Wasseroberfläche, so spiegelglatt, dass ich sofort hineinhüpfen möchte.

Auf der anderen Seite der Halbinsel zeigt sich das Meer deutlich rauer. In stürmischen Wellen schlägt die Gicht ans Ufer. Die perfekten Wetterbedingungen für Windsurfer und Kiter sich in der Bucht von Skanör ins Vergnügen zu stürzen. Die kleine Stadt ist bekannt für ihre entzückenden Strandhütten, die alle paar Meter aus den Dünen heraus lugen. Gelb, Grün, Blau, Lila - in den verschiedensten Farben leuchten sie entlang des Küstenstreifens.

Tradition haben in Skåne Kaltbadehäuser, die auch im Winter zum Schwimmen einladen. Erst in der Sauna schwitzen und dann rein ins kalte Meerwasser. Kaltbaden belebt besonders in der eisigen Jahreszeit die müde Winterseele, stärkt das Immunsystem und hat eine ganze Reihe weiterer gesundheitlicher Vorteile. Gleich mehrere Kaltbadehäuser verteilen sich entlang der südschwedischen Küste. Eines der fotogensten ist Pålsjöbaden in Helsingborg.

Unterwegs in Malmö, Lund & Helsingborg: Skåne für Foodies

Fika gehört zu Schweden wie das Oktoberfest zu München. Nirgendwo sonst wird das Kaffeepäuschen so schön zelebriert wie in Schweden und die kleine Zwischenmahlzeit ist fester Bestandteil der Kultur. Bei einer Fika nimmt man sich gemeinsam mit Freunden, Familie oder Kollegen eine Alltagsauszeit und genießt eine gute Tasse Kaffee. Natürlich darf auch etwas Süßes nicht fehlen. Besonders beliebt dabei sind Fikabröd und Zimtschnecken.

Gemütliche Cafés für genussvolle Fika-Momente findet ihr in Skåne en masse. Besonders gut hat es mir im Brödkultur 2.0, ganz in der Nähe des Schloss Sofiero, dem Gartencafé Lotta på Åsen und im Love Coffee Roasters in Lund gefallen. Hier in Lund solltet ihr unbedingt auch der Markthalle einen Besuch abstatten. Ganz in der Nähe des Doms liegt das Feinschmecker-Mekka, das seit dem Jahr 1909 Freunde des guten Essens in die Studentenstadt lockt.

Neben einer Straße stehen zwei Gebäude eng aneinander, vor beiden befinden sich draußen Stühle und Cafés im Inneren.
Poke Poke Café, Malmö Ein Mekka für Foodies.
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In Malmö, der Hauptstadt der Region, findet ihr mehr Restaurants pro Kopf als in jeder anderen Stadt Schwedens. Da kann selbst Stockholm nicht mithalten. Ob Crossover Küche, frischer Fisch oder raffiniere vegane Gerichte, die Auswahl ist gigantisch. Wer Wert auf gesunde Speisen mit regionalen und saisonalen Zutaten legt, dem empfehle ich sich in den hübschen Straßen Malmös ins Foodie-Paradies hinein zu stürzen. Im Schlosspark lädt das Slottsträdgården-Trädgårdscafé zum Verweilen ein und die Bowls im Hawaii Poké sind nicht nur optisch ein Leckerbissen. Fair Trade Kaffeespezialitäten gibt’s in der Hipster-liken Solde Kafferösterei und leckere Sandwichs im Skandi-Style werden euch im familiengeführten Café Scandwich serviert.

Preisgekrönt und eine der angesagtesten Adressen in Malmö (also unbedingt reservieren) findet ihr in der historischen Altstadt Gamla Staden, die von drei Seiten von Kanälen umschlossen ist. Im Bastard (Anmerkung der Redaktion: Wiedereröffnung im März 2021 unter dem Namen Ruths) werden euch moderne Speisen aus regionalen Zutaten kredenzt, dazu gibt’s köstlichen Bio-Wein. Für den Absacker spazierten wir in das ehemalige Arbeiterviertel Möllan. Das Belle Epoque ist über die Stadtgrenze hinaus angesagt und besonders bekannt für exzellente Cocktails.

Praktische Tipps für deine Reise nach Skåne

  • Anreise nach Skåne: Am schnellsten erreicht ihr Skåne mit dem Flugzeug. Malmö verfügt über einen Flughafen, allerdings werden von Deutschland keine Direktflüge angeboten. Eine gute Alternative ist der Weg über Dänemark. Von Kopenhagen erreicht ihr mit dem Zug in etwa 30 Minuten über die Öresundbrücke Malmö. Noch dazu ist die Fahrt über die gigantische Brücke ein echtes Erlebnis.
  • Skåne zum Mitnehmen: Einmal bitte alles! Ich empfehle euch reichlich Platz für Mitbringsel einzuplanen. Denn in tollen Concept Stores und Hofläden gibt’s ganz viel Schweden zum Mitnehmen. Einer meiner Lieblinge: Die Farm Sandgårdens Skafferi in Vejbystrand. Traumhaft schöne handgetöpferte Keramik findet ihr bei Pyttan Åberg in Ängelholm und in der Krukmakeri in Mölle, in der ihr auch kulinarisch verwöhnt werdet.
  • Übernachten in Skåne: Je nach Gusto stehen euch Ferienwohnungen in schnuckligen Cottages, Campingplätze oder Hotels als temporäres Zuhause zur Verfügung. Im HUS 57 in Ängelholm logiert ihr im schickem Skandi-Boho Interior und könnt im hoteleigenen SPA entspannen.
In einem aus vielen Weinkisten angerichteten Regal stehen allerlei Flaschen und Einmachgläser mit schwedischen Spezialitäten darin, auf der Anrichte daneben stehen Pfeffer- und Salzmühlen vor einem Fenster.
Skåne Regionale Köstlichkeiten zum Mitnehmen.
In einem kleinen Geschäft mit Holzboden steht ein großer dunkelbrauner Holzsessel mit grünem Polster, um ihn herum türmen sich allerlei Keramikwaren wie Teller, Tassen und Schüsseln auf.
Pyttan Åberg in Ängelholm Große Keramikliebe.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Visit Skåne entstanden.

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