Winterurlaub: Highlights für Abenteuer im Schnee

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Dieser Beitrag wurde von Redaktionsmitglied Veronika Kramheller verfasst.

Mit einer Fernreise dem Winter entkommen? Keine schlechte Sache. Sich unter Palmen die wärmende Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, ist zweifelsohne angenehm. Wesentlich aufregender ist es allerdings, beim Snowkiting über Norwegens Hochebenen zu fegen oder inmitten der Pyrenäen eine Nacht im Iglu-Dorf zu verbringen. Warum also in die Ferne schweifen? Europa hat einiges an spannenden Aktivitäten für Deinen Winterurlaub zu bieten. Hier kommen unsere Highlights:

Heli-Skiing in Island: Durch die Luft auf die Piste

Island, die geheimnisvolle Insel im eisigen Nordmeer, ist speziell. Wo sonst wird das Telefonbuch nach Vornamen sortiert oder bei Bauvorhaben eine Elfenbeauftragte um Erlaubnis gefragt? Ebenso einzigartig ist die atemberaubend schöne Berg- und Fjordlandschaft mit ihren Gletschern und Vulkanen. Skibegeisterte können hier auf steilen Abfahrten bis auf Meereshöhe hinunterschwingen: Die Gebirgszüge im Norden Islands befinden sich knapp unterhalb des Polarkreises und steigen direkt aus dem nördlichen Eismeer empor – einzigartig in ganz Europa. Wer in seinem Winterurlaub noch eine Schippe drauflegen möchte, kann sich mit dem Heli direkt in den Bergen absetzen lassen, dem Zauber der arktischen Nacht folgen und zu ungewohnter Stunde über die Pisten fegen – Nordlichter und Sternschnuppenregen inklusive.

Polarlichter in Schottland: Farben wie von Zauberhand

Bei Polarlichtern denkst Du nur an Länder wie Skandinavien, Island oder Grönland? Weit gefehlt! Auch in Nord-Schottland ist die „Aurora Borealis“ zu bestaunen. Sie wirkt wie von Zauberhand an den Himmel gepinselt und ist – wissenschaftlich erklärt – eine Ansammlung fluoreszierender Luftmoleküle. Die wichtigste Voraussetzung, um die Polarlichter bestaunen zu können, ist ein möglichst dunkler Ort. Das Lichtschutzgebiet Galloway Forest Park bietet sich an, aber auch die im Nordatlantik gelegenen Shetlandinseln, Orkney Islands oder die Isle of Mull. An klaren Tagen und mit ein wenig Glück ist die Aurora Borealis in ganz Schottland zu sehen. Internetseiten wie SpaceWeather und Aurora Service erstellen gute Vorhersagen für das Aufleuchten der Nordlichter, der günstigste Zeitraum liegt zwischen 22 Uhr und zwei Uhr morgens.

Iglu-Dorf Andorra: Schlummern wie ein Eskimo

Wer in den Wintermonaten einen Abstecher nach Barcelona plant, auf glitzernden Schnee und Winterlandschaft aber trotzdem nicht verzichten möchte, sollte eine Nacht im Iglu-Dorf Grandvalira einplanen. Inmitten der Pyrenäen und nur zwei Autostunden von Barcelona oder Perpignan entfernt, wird hier alle Jahre wieder auf 2.300 Metern Höhe ein Iglu-Palast errichtet. Wer mutig genug für eine Nacht in Eis und Schnee ist, kann wählen zwischen einem Standard-Iglu für mehrere Personen, einem Familieniglu oder einem kunstvoll verzierten Romantik-Iglu für die besondere Zeit zur Zweit. Angst vor einem knurrenden Magen muss niemand haben, denn am Abend wird ein Käsefondue kredenzt und gegen den Pistendurst gibt es eine Iglu-Bar. Ein unvergessliches Erlebnis für einen Winterurlaub und das alles mit herrlichem Ausblick auf die atemberaubende Bergkulisse der Pyrenäen.

Snowkiting in Norwegen: Nur Fliegen ist schöner

Frei wie ein Vogel im Wind: Mit Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h lässt sich mit einem Snowkite über Norwegens Hochplateaus jagen und durch den Wind springen. Snowboard oder Skier und ein geeigneter Zugdrachen – mehr braucht es für diesen Spaß nicht. Thermische Winde und endlose Flächen machen Norwegen zum idealen Kite-Spot. Wie auf einer Perlenkette reihen sich hier geeignete Pisten aneinander. Dank ihrer ausgedehnten Tiefschneegebiete sind die besten Regionen für Snowkiting die Hochplateaus in den nördlichen Regionen von Troms und Finnmark und der Nationalpark Hardangervidda im Süden. Im Wintersportort Geilo gibt es sogar ein eigenes Snowkite-Zentrum. Auf 1.000 Metern Höhe findet hier jeder – vom Anfänger bis zum erfahrenen Freestyle-Sportler – die passende Herausforderung.

Eisklettern im Winterurlaub: Nervenkitzel pur

In Norwegen strömt und rauscht es an fast jeder Ecke. Einige der weltweit höchsten Wasserfälle sind hier zu finden. Was also liegt näher, als dieses Geschenk der Natur für den Wintersport zu nutzen? Mit dem Fallen der Temperaturen verstummen die Wasserfälle, verwandeln sich mehr und mehr in verwunschene Eisformationen und ziehen unzählige Kletterer aus aller Welt in ihren Bann. Zugegeben: Ohne starke Nerven, Kraft und Ausdauer ist beim Erklimmen der Eiswände nichts zu machen, dafür belohnt oben angekommen ein atemberaubender Blick über Norwegens glitzernde Winterwelt. Neugierig geworden? Der beste Einstieg ins Eisklettern sind geführte Touren, die der Norwegische Wanderverein organisiert. Ebenfalls für Einsteiger geeignet ist der Wasserfall Hydnefossen in Hemsedal. Eidfjord nahe des Hardangerfjords und Laerdal am Sognefjord bieten Routen verschiedener Schwierigkeitsgrade. Doch an der Spitze der Beliebtheitsskala für einen Winterurlaub steht Rjukan, zwei Stunden westlich von Oslo. Auf dem 105 Meter hohen Rjukanfossen ist Eisklettern die Wintersport-Attraktion schlechthin.

Wunderbar Eisklettern lässt sich auch in Finnlands Nationalpark Korouma. Seine 30 Kilometer lange Schlucht ist von steilen Wasserfällen gesäumt – manche bis zu 60 Meter hoch. Sie gefrieren im Winter zu riesigen Eisformationen und schillern in den unterschiedlichsten Farben.

Winterromantik: Hier geht’s zu Finnlands Joulupukki

Was lässt sich an Winterromantik kaum überbieten? Richtig, eine Pferdeschlittenfahrt durch die verschneite Landschaft, warm eingepackt in kuschelige Decken. Möglich ist dies im Hunderfossen Vinterpark, 15 Kilometer nördlich von Lillehammer in Norwegen. Eine zauberhafte Märchenwelt aus Schnee und Eis, die erst nach Einbruch der Dunkelheit ihre Pforten öffnet. Neben dem Pferdeschlitten warten hier auch Snow-Rafting, Fahrten mit einem Schneemobil oder Kick-Schlitten, Fackel-Wanderungen zwischen Eisskulpturen und Schneetrolle auf die Besucher. Wer die volle Dosis Weihnachtszauber braucht, muss ins Weihnachtsmanndorf am Polarkreis in Rovaniemi, Lappland. Hier empfängt Joulupukki, der finnische Weihnachtsmann, Besucher aus aller Welt. Und das nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über.

 

Bildrechte in der Reihenfolge des Erscheinens:

  • Beitragsbild: ©www.iglu-dorf.com
  • Mehr Action im Winterurlaub ist fast nicht möglich: Heli-Skiing in Island. Bild: talentbuddyev via Pixabay
  • Eine Kulisse wie im Traum bieten die Polarlichter auf der Isle of Mull. Bild: mcbeander via Pixabay
  • Snow meets Art: Die Innenwände der Iglus werden von internationalen Künstlern verziert. Bild: ©www.iglu-dorf.com
  • Winterurlaub voller Wind, Schnee und Freiheit – Snowkiting in Norwegen. Bild: pexels via Pixabay
  • Eisklettern ist anstrengend, aber oben angekommen belohnt ein phänomenaler Ausblick. Bild: Gipfelsturm69 via Pixabay
  • Hunderfossen Vinterpark bei Lillehammer – Heimat der Schneetrolle und Eiselfen. Bild: Hunderfossen Vinterpark GeirOlsen

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