Seychellen: Fünf Tipps abseits der Traumstrände

Als Sonnenhungriger muss man oft etwas weiter reisen, um ganzjährig in wärmere Gefilde zu gelangen. Richtung Äquator ist schon mal eine gute Idee, dort scheint nahezu das ganze Jahr die Sonne und die Temperaturen sind konstant sommerlich. Ein Trip auf die Seychellen, das wäre es doch; die Inseln laden nicht nur zur Hauptreisezeit von Mai bis Oktober ein, sondern sind auch eine optimale Winterdestination. Eine Reise zu den Trauminseln im Indischen Ozean ist der Inbegriff von Urlaub an Traumstränden. Aber was tun, wenn das Wetter doch mal nicht so mitspielt oder Du etwas anderes als türkisblaues Meer am schneeweißen Strand sehen willst? Hier meine Tipps für einen Urlaub auf den Seychellen abseits der Strände.

Tipp 1: Shopping, Rum-Tasting und botanischer Garten in Mahés Hauptstadt Victoria

Die erste Anlaufstelle jeder Reise auf die Seychellen ist die Hauptinsel Mahé mit der Inselhauptstadt Victoria. In der kleinen, aber quirligen Metropole findet man neben zahlreichen Restaurants auch jede Menge Möglichkeiten zum Einkaufen. Luxusshopping geht auf der künstlich vor Victoria errichteten Eden Island recht gut. Wer es etwas traditioneller mag, geht in die Markthalle von Victoria und taucht richtig ein in die Welt der Seychellen. Neben Andenken und Kleidung werden unweit des Wahrzeichens der Stadt, dem Clocktower, vor allem lokale Lebensmittel angeboten. Das Potpourri aus Geräuschen, Farben und Düften hinterlässt einen bleibenden Eindruck von Land und Leuten.

Für Freunde des Hochprozentigen gibt es südlich von Victoria eine mehrfach prämierte Adresse: La Plaine St. Andre. Auf der ehemaligen Plantage entsteht der bei Rumkennern sehr beliebte Takamaka Rum aus Seychellen-Zuckerrohr, der mit inseltypischen Gewürzen verfeinert wird. Der Betreiber der kleinen Destille spricht übrigens sehr gut Deutsch und begeistert beim Rum-Tasting gleich mit fünf markanten Rumsorten und einem Likör. Im hauseigenen Restaurant kann man außerdem sehr gut essen.

Unweit der Rumfabrik liegt der botanische Garten Le Jardin Du Roi Spice Garden, der einen Einblick in die faszinierende Pflanzenwelt der Seychellen gibt. Von jeder auf den Seychellen wachsenden Pflanze findet man in dieser ehemaligen französischen Plantage aus dem 18. Jahrhundert mindestens ein Exemplar. Das reicht von der weltberühmten Coco de Mer über Kakaobohnen und Kokosnüssen bis hin zu exotischen Blüten. Auch hier wird traditionelle kreolische Küche kredenzt, natürlich mit vielen frischen Zutaten aus dem eigenen Garten.

Tipp 2: Kreolische Küche und Flughunde in Beau Vallon

Nach einem erlebnisreichen Tag empfehle ich einen Abstecher in den Norden von Mahé, nach Beau Vallon. Feinste kreolische Küche erwartet den Besucher im Restaurant Boat House. Neben frisch Gegrilltem und den typischen Fisch- und Fleisch-Currys kocht man hier auch mal den einheimischen Flughund, eine Fledermausart, die jedoch nicht auf meinem Speiseplan stand. Zu den Currys genießt man am besten ein eisgekühltes SeyBrew Lager, nach deutschem Rezept gebraut.

Wer es authentischer und günstiger will, dem empfehle ich den Fußweg am Beau Vallon Beach, wo jeden Abend Essenstände aufgebaut werden. Das günstige, aber leckere Essen wird im Stehen oder am Strand nebenan verzehrt, Tische und Stühle sucht man vergebens.

Tipp 3: Das Naturreservat Vallée de Mei auf der Insel Praslin

Mehr als die Hälfte der Seychellen steht unter Naturschutz. So ist es nicht verwunderlich, dass auf den Inseln Naturreservate warten, deren Flora und Fauna weltweit ihresgleichen suchen. Neben vielen von den ursprünglichen Siedlern eingeführten Pflanzen und Tieren gibt es einige Arten nur hier.

Auf Praslin, der zweitgrößten Insel der Seychellen, hat man mit dem UNESCO Weltnaturerbe Vallée de Mei ein Naturdenkmal der ganz besonderen Art erhalten. Ein großer Bereich der Insel wurde dem tropischen Urwald überlassen. Hier wächst unter anderem der größte Samen der Welt: Die Coco de Mer. Eine Wanderung durch diesen Garten Eden bringt auf jeden Fall Abwechslung vom süßen Nichtstun am Traumstrand und man ist ziemlich allein unterwegs auf den Trampelpfaden.

Tipp 4: Wandern im Marine National Park auf Curieuse

Auch auf der kleinen Nachbarinsel Curieuse, einer ehemaligen Leprakolonie, kann man ungestört wandern, am besten im Curieuse Marine National Park. Das komplette Eiland steht unter Naturschutz. Wer sich die gut 45 Minuten Fußweg durch das Dickicht und die Mangrovenwälder wagt, wird unter anderem den für die Seychellen typischen Landkrabben begegnen. Am Ende der Tour wartet eine Aufzuchtstation für einen eher gemächlichen Zeitgenossen: die Seychellen-Riesenschildkröte. Die Begegnung mit diesen sanften Riesen ist eindeutig eines der Highlights auf den Seychellen.

Tipp 5: Freilichtmuseum mit Kokos- und Gewürzplantage auf La Digue

Auf der Fahrradinsel La Digue fahren nur wenige Autos und Lastwagen. Direkt hinter dem schönsten Strand, den ich je sehen und erleben durfte, gibt es ein Freilichtmuseum mit einer Kokos- und Gewürzplantage, das L’Union Estate. Neben frischen Gewürzen wie Zimt oder Vanille wachsen hier jede Menge Kokosnüsse. Gerne führt man vor, wie man diese öffnet und weiterverarbeitet.

Extratipp: Wohnen auf Mahé – von Selbstversorger bis luxuriös

Wie Ihr seht, stehen die Seychellen nicht nur für Sonne, Sand und Meer, sondern auch für jede Menge Natur und Erlebnis. Dabei sind die Trauminseln gar nicht so teuer, wie man immer denkt. Eine halbwegs günstige Unterkunft für Selbstversorger gibt es beispielsweise beim deutschen Auswanderer Roland Becker in der Anlage Anse Takamaka View im Südwesten von Mahé. Wer Luxus bevorzugt, entscheidet sich gerne für das Fünf-Sterne-Hotel Savoy Seychelles Resort & Spa auf Mahé.

1 Kommentar

  1. süße schildkröte

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