Sarah Waltinger

Die Urlaube mit meiner Familie zeigten mir schon als Kind, dass ich mich auch fern von meiner Heimat zu Hause fühlen kann. Meine Begeisterung für Sprachen, Kultur und alles, womit ich meinen Horizont erweitern kann, ließ auch später nicht nach. Mein Ethnologie Studium war dann die logische Konsequenz und als Belohnung habe ich mir nach dem Abschluss einen lang gehegten Traum erfüllt: Ich buchte einen Flug nach Rom und mietete mir ein Studio inmitten der Altstadt. Der Beginn eines besonderen Sommers – und meines Reiseblogs.

Auch nach meiner Zeit in Rom packt mich das Fernweh immer aufs Neue und ich verbringe so oft es geht meine Zeit damit, neue Orte, Menschen und Kulturen kennenzulernen. Niemals werde ich müde sein, mich auf die Suche nach neuen Abenteuern und Geschichten zu begeben und mich von der Schönheit unseres Planeten faszinieren zu lassen.

Das Reisen, Schreiben und Fotografieren ist mittlerweile zu meinem Beruf geworden. Neben dem Bloggen arbeite ich für (Online-)Magazine und Reise-Verlage.

Wie bist Du Reiseblogger geworden?
Als ich 2012 mit meinem Reiseblog Itchy Feet loslegte, hatte ich keine großen Erwartungen und wollte vor allem meine Familie und Freunde über meinen Sommer in Rom auf dem Laufenden halten. Nach einigen Jahren, in denen ich in Redaktionen arbeitete, spukte dann doch öfter der Gedanke in meinem Kopf umher, mich mit dem Bloggen und Schreiben selbstständig zu machen. Anfang 2017 wagte ich dann den Schritt und kann mir seitdem keinen erfüllenderen Beruf vorstellen.

Welche Reisevorlieben hast Du?
Ich würde mich als extrem leicht zu begeistern beschreiben. Das bedeutet, ich finde alles, was nur im entferntesten mit Reisen zu tun hat, spannend und freue mich Neues auszuprobieren und Orte kennenzulernen, die einen weißen Fleck auf meiner Landkarte darstellen. Dabei begebe ich mich gern auf die Suche nach besonderen Naturschätzen, gemütlichen Cafés und originellen Unterkünften.

Was machst und magst Du außer Reisen und Bloggen?
In der Zeit zwischen den Reisen genieße ich die Zeit in meiner Heimat, Mainz. Samstagsmorgens über den Wochenmarkt schlendern, mich mit meiner Familie und Freunden im Lieblingscafé treffen, in meinem Schaukelstuhl sitzend in Büchern schmökern und Abstecher raus in die Natur unternehmen – das sind Dinge, die mich glücklich machen.

Welches Reiseerlebnis wird Dir immer in Erinnerung bleiben?
Das sind besonders die kleinen, nicht planbaren Momente und Begegnungen, die in mir ein besonderes Gefühl auslösen. Als ich zum Beispiel in Georgien eines Abends auf dem Weg zu einer Ruine durch einen Park lief, fand ich mich wenig später zwischen 17 liebenswerten Georgiern sitzend wieder, die mich spontan zu einem Barbecue einluden.