Reisetrends 2022: Top 11 Reise-Geheimtipps

Schon überall gewesen? Glauben wir nicht! Und deshalb stecken unsere Reisetrends für 2022 voller Neuentdeckungen. Glaubt ihr nicht? Dann schaut doch mal rein und lasst euch von unseren Reise-Geheimtipps für euren Urlaub überraschen.

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Wir kennen das doch alle: Der nächste Sommer- oder Winterurlaub steht vor der Tür und uns fällt nichts ein, außer all die Destinationen, die wir eh schon in- und auswendig kennen. Wenn ihr also nicht zum x-ten Mal nach Mallorca jetten wollt, dann macht’s euch auf dem Sofa gemütlich und guckt euch in aller Ruhe unsere Vorschläge an – von Reisetrends bis zu echten Geheimtipps für euren Urlaub!

Frankreich: Verliebt in Montpellier

Wenn euch 2022 nach Frankreich ist, dann solltet ihr vielleicht mal Montpellier anpeilen. Montpellier ist so eine Stadt, deren Namen man zwar schon oft gehört hat, aber trotzdem nicht so richtig einordnen kann! Machen wir’s kurz: Montpellier mit seiner über tausendjährigen Geschichte liegt tief im Süden Frankreichs, ist von Weinbergen umgeben, die Camargue ist nur einen Steinwurf entfernt und die Sonne scheint hier beinahe das ganze Jahr! Ziemlich viele gute Gründe, hinzufahren, finden wir! Was uns in Montpellier besonders gut gefällt: Die Innenstadt ist komplett autofrei. Wenn ihr nicht zu Fuß unterwegs seid, dann könnt ihr alle Sehenswürdigkeiten mit der Straßenbahn oder mit dem Fahrrad erreichen. Dabei werdet ihr merken, dass eigentlich ganz Montpellier eine Bühne ist: für Musiker, Schauspieler, Maler und andere Künstler. Die Esskultur solltet ihr euch auch nicht entgehen lassen – besonders toll ist es, auf den Märkten in der Stadt zu essen, spätestens hier werdet ihr die südfranzösische Küche lieben lernen! Falls ihr mit dem Vélo unterwegs seid, dann haben wir einen schönen Tipp für euch: den  Parcours de la Méditerranée à vélo. Da ist für jeden was dabei – Touren zum Meer, durch die Stadt und ins Umland.

Wann hin? Zwischen Mai und Oktober ist es im Montpellier am schönsten. In den Wintermonaten kann man es dort aber auch gut aushalten, die Temperaturen sinken kaum unter 10 Grad. Dann ist auch deutlich weniger los.

Spanien – Reif für die Insel? Ab nach Formentera!

Bei den Balearen kommen euch sicher gleich Ibiza oder Mallorca in den Sinn, oder? Inseln, auf denen ihr sicher schon wart und wo es das ganze Jahr über wuselig ist. Und was ist mit Formentera? Diese kleine Insel hat kaum jemand auf dem Schirm, was einerseits komisch, andererseits aber auch gut ist. Komisch, weil die ungefähr 19 km lange Insel einfach toll ist. Und gut, weil ihr in nahezu karibischer Atmosphäre ein paar Gänge runterschalten und in aller Ruhe ausspannen könnt!

Weil die Insel keinen eigenen Flughafen hat, fliegt ihr am besten bis Ibiza und nehmt dann die Fähre – sie läuft nur knapp eine halbe Stunde später im Hafen La Savina ein. Hier oben im Norden der Insel ist am meisten los. Je weiter ihr in den Süden von Formentera kommt, desto weniger Menschen begegnet ihr, desto verlassener wirken die Dörfer. Die Naturschutzgebiete in der wilden Landschaft erkundet ihr am besten zu Fuß oder mit dem Rad. Und zum Ausspannen könnt ihr ja wieder nordwärts ziehen – denn dort findet ihr die schönsten Strände und die coolsten Bars der Insel! Hier haben wir übrigens noch mehr Formentera-Tipps für euch!

Die beste Reisezeit? Eigentlich könnt ihr das ganze Jahr über nach Formentera kommen, am wärmsten ist es von Mai bis Oktober, aber auch sonst kann man es hier sehr gut aushalten... Solltet ihr im Juli oder August auf Formentera chillen wollen, dann besorgt euch möglichst schnell eine Unterkunft – die beiden Monate sind gewöhnlich schnell ausgebucht!

Balkan: Vom Kosovo über Montenegro nach Albanien

Wart ihr schon mal im Kosovo, in Montenegro oder in Albanien? Wir empfehlen euch, gleich alle drei Länder auf einen Schlag zu besuchen. Und wenn ihr im Herbst oder im Frühling auf die Reise geht, dann seid ihr dort sogar so gut wie allein unterwegs!

Zugegeben: Der Kosovo ist nicht gerade als typisches Urlaubsland bekannt. Gut so, oder? Dann also los – in ein unbekanntes Land, das genau das richtige Ziel für alle ist, die es eher bodenständig mögen und fast unberührte Natur lieben.

Wenn ihr in den Bergen wandern wollt, dann solltet ihr erfahren und gut ausgerüstet sein. Ein guter Ausgangspunkt für eine Tour durchs Gebirge ist die Stadt Peja im Westen des Landes. Ganz in der Nähe findet ihr das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Kloster Peć, das im 13. Jahrhundert erbaut wurde: Hier beginnt auch die atemberaubende Rugova-Schlucht, die bis zu 1000 Meter tief ist und bis ins benachbarte Montenegro reicht. Nicht weit von hier verläuft der fast 200 km lange Rundwanderweg Peaks of the Balkan, der durch Albanien, Montenegro und den Kosovo führt und dabei diverse Naturschutzgebiete durchquert. Solltet ihr ein paar Etappen auf dem Weg angehen wollen, dann bitte nur mit einem Führer.

Wie hin? Am einfachsten fliegt ihr nach Pristina. Und wann? Wer es schön warm mag, fliegt am besten zwischen April und September in den Kosovo. Seid ihr eher auf Schnee aus, dann solltet ihr im Winter kommen, wo es vor allem in den Bergen ziemlich kalt werden kann.

Montenegro ist mindestens so schön wie das benachbarte Kroatien und hat, obwohl es sehr viel kleiner ist, ganz viel Abwechslung zu bieten. Wer am Stand chillen mag, wird in Montenegro ebenso fündig wie aktive Abenteurer, die es eher in die Berge zieht. Dort gibt es viele nahezu unberührte Urwälder, in denen Bären und Wölfe leben (die gibt es in Slowenien übrigens auch!). Die bekanntesten und schönsten Orte an der Küste sind Ulcinj mit dem längsten Sandstrand im Land, Petrovac und Budva. Unbedingt sehenswert: die Kotor Bucht. Hier gibt es wunderschöne kleine Orte, in die es kaum andere Touristen verschlägt. Gute Nachricht für Wintersportfreunde: In Montenegro kann man sogar gut präparierte Skipisten hinabjagen!

Wie hinkommen? Mit dem Flugzeug nach Dubvronik und dann mit einem Mietwagen weiter. Im Sommer gibt es ab München auch einen Direktflug nach Tivat.

Noch mehr echte Geheimtipps für Montenegro hat Melanie von Good morning world für euch zusammengestellt.

Auch Albanien ist richtig schön: sowohl an der Küste wie auch im Inland. Besonders beeindruckend ist die albanische Riviera im Süden des Landes. Am Badeort Ksamil lässt es sich wunderbar ausspannen. Von hier könnt ihr übrigens auch die antike Siedlung Butrint besuchen, wo Römer, Griechen und Osmanen Spuren hinterließen. Wer durch Albanien reist, muss natürlich auch Berat einen Besuch abstatten. Viele halten die „Stadt der 1000 Fenster“ für die schönste Stadt im Land. Mehr Infos und Reisetipps zu Albanien bekommt ihr bei Wir machen das einfach.

So kommt ihr hin: Wer seinen Trip in Albanien starten möchte, fliegt in die Hauptstadt Tirana – von München aus könnt ihr das mit der Lufthansa tun. Und am Ziel angekommen nehmt ihr euch für eure weiteren Unternehmungen am besten einen Mietwagen!

Luxemburg – Alle Highlights in Stadt und Land

Luxemburg ist eigentlich das ideale Land für euren nächsten Kurzurlaub, weil es gleich um die Ecke liegt. Im Norden grenzt es an Belgien, im Süden an Frankreich und im Osten an Deutschland. Hauptstadt des Großherzogtums ist das gleichnamige Luxemburg, eine Stadt, die viel zu bieten hat: Die Altstadt gehört schon seit fast 20 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Warum, kann man an jeder Ecke sehen: Überall stößt man auf historische Bauwerke wie die unübersehbare Festung und die dazugehörigen Kasematten, ein unterirdisches Gewölbe, das man natürlich besichtigen kann. Zwischen den prächtigen Bauten aus vergangenen Tagen immer wieder viel Grün: Mehr als ein Drittel der Stadt besteht aus Gärten und Parks, in denen man gut auftanken kann. Auffällig: Es gibt in der Stadt auch viele hochmoderne Bauten, die sich wunderbar ins Stadtbild einfügen. Kulturell ist in Luxemburg auch viel los: Es gibt unzählige Museen, viele Konzert-Highlights, Festivals, Theater und mehr.

Wer es ein bisschen natürlicher mag, dem empfehlen wir einen Abstecher in den wilden Norden des Landes. Die Region Éislek könnt ihr auf insgesamt 19 sogenannten Éislek Pied-Wanderungen entdecken. Sie führen euch durch wunderbar üppige Wälder, zeigen euch bizarre Felsformationen und einzigartige Ausblicke auf unberührte Natur. Dazu zählen auch ein paar wunderschöne Seen: Im Sommer könnt ihr sie per Kanu entdecken oder euch einfach nur darin abkühlen.

Wann hin? Luxemburg ist immer schön. In den Sommermonaten ist das Wetter ähnlich wie bei uns, im Herbst gibt es viele Weinfeste. Der Winter ist eher kalt und ungemütlich. Im Januar und Februar kommen die Skilangläufer unter euch in den Ardennen oder in der Südeifel auf ihre Kosten.

Italien – Entdeckt die Genussregion Cueno

Unser nächster Tipp führt uns nach Italien, genauer gesagt, ins Piemont. Diese wunderbare Region liegt am Fuß der Alpen und streckt sich nach Süden bis hinein in die Po-Ebene. Bekannt ist das Piemont bei uns vor allem für Kirschen, die es aber nur in der Werbung und nicht im Piemont gibt: Ein paar von euch werden sich bestimmt noch an die Mon Chéri-Pralinen-Werbung erinnern. Statt Kirschen kommen aus dem Piemont vor allem unglaublich gute Weine. Unser Tipp: In der Region Cuneo, genauer gesagt in der hügeligen Landschaft namens Langhe, dreht sich alles um den Rebensaft und gutes Essen. Hier könnt ihr wunderbar durch die mit Weinreben bewachsenen Hügel spazieren und richtig entspannen. Und abends geht’s ums kulinarische Genießen. Die bekanntesten Orte hier sind das kleine Örtchen Barolo, aus dem der gleichnamige Rotwein kommt, Alba, die Stadt der weißen Trüffel, oder das kleine Barbaresco, das ebenfalls für besonders guten Rotwein bekannt ist.

Wann kommen? Wer keinen Trubel mag, sollte auf keinen Fall im Oktober kommen, denn dann sind die meisten Touristen – vor allem wegen der Trüffel – in der Gegend unterwegs. Noch ein Tipp: Turin, die Hauptstadt des Piemonts, solltet ihr euch unbedingt anschauen, sie ist wirklich sehenswert und eben nicht nur der Fußballclub Juventus oder Fiat ...

Wann hin? Am besten, wenn ihr Zeit habt! Aber Spaß beiseite: Die Weinliebhaber unter euch kommen am besten zur Weinlese nach Cuneo. Ansonsten gilt: einfach mal vorbeischauen, egal zu welcher Jahreszeit!

Oman: Traumstrände und Wüste pur

Lust auf ein bisschen 1001 Nacht? Dann solltet ihr dieses Jahr in den Oman fliegen – von München aus dauert der Flug in die omanische Hauptstadt Maskat etwa sechseinhalb Stunden! Maskat ist eine tolle Stadt, in der es ziemlich wuselig zugeht. Warum bleibt ihr nicht ein, zwei Tage hier, bevor ihr zur eurer Oman-Rundreise aufbrecht? Lasst euch durch die Gassen der Stadt treiben und genießt mit allen Sinnen, was euch die arabische Kultur zu bieten hat, darunter die Sultan-Quabus-Moschee. Ausspannen könnt ihr danach am Qurum Beach.

Mehr vom Land entdeckt ihr am besten in einem Mietwagen. So seid ihr unabhängig und könnt eure Pläne jederzeit ändern! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tour über die Küsten- beziehungsweise Panoramastraße über Sur bis nach Salalah? Auf dieser Fahrt kühlt ihr euch in Wadis und unter Wasserfällen ab, passiert weiße Strände, an denen Schildkröten ihre Eier ablegen (im Sommer) und entdeckt echte Oasen. Übernachten könnt ihr in Hotels – oder ihr campt einfach am Strand! Zurück in die Hauptstadt empfiehlt sich eine Tour durchs Landesinnere, auf der ihr euch Nizwa nicht entgehen lassen solltet. Diese uralte, aber mittlerweile sehr moderne Oasen-Stadt am Rande des Hadschar-Gebirges ist das Zentrum des Gemüse- und Obsthandels im Land. Wenn ihr noch ein wenig Zeit habt, dann könnt ihr von hier auch noch ein paar schönes Tagesausflüge in die nähere Umgebung machen. Die beste Route für die Rundreise durch den Oman verrät euch Franzi von Off the path!

Wann hin? Im Sommer ist es im Oman sehr heiß. Deswegen ist die beste Reisezeit von Oktober bis Februar: Dann liegen die Temperaturen tagsüber bei angenehmen 25 Grad und nachts bei 20 Grad. Die Sonne scheint eigentlich immer, nur in den Bergen kanns schon mal kräftig schütten.

Was ihr sonst noch wissen müsst! Im Sultanat Oman geht es – ganz anders als in seinem Nachbarstaat Jemen – sehr ruhig zu, Angst müsst ihr dort keine haben. Trotzdem ist unter Umständen mit Straßenkontrollen durch Militär oder der Polizei zu rechnen, so das Auswärtige Amt. Ansonsten gilt: Lasst die übliche Vorsicht walten!

Slowenien – Auftanken im Vipava-Tal

Es ist noch nicht lange her, da war ganz Slowenien ein, nein, der Geheimtipp überhaupt. Einer für alle, denen großer Trubel auf die Nerven geht, für die, die die Einsamkeit suchen. Heute ist in Slowenien mehr los, aber ein paar ruhigere Ecken gibt es schon noch. Zum Beispiel das wunderschöne Vipava-Tal, das ihr ungefähr in der Mitte zwischen dem italienischen Triest und Ljubljana findet. Bekannt ist dieses sonnenverwöhnte, grüne Tal vor allem wegen seiner ausgezeichneten Weine und dem besonders guten Obst, das dort gedeiht. Doch bevor ihr euch ein Gläschen am Abend gönnt, geht es erst einmal auf Entdeckungstour. Die Entscheidung, wie ihr das Tal erkundet, fällt ganz schön schwer. Es gibt nämlich viele gut ausgeschilderte Wanderwege für die, die es gerne langsam mögen. Touren für Radfahrer gibt es ebenfalls genug, wie die Wanderwege auch in allen erdenklichen Schwierigkeitsgraden. Besonders beeindruckend sind die Ausblicke und Panoramen, die der Pot po Robu-Wanderweg am Berg Gora bietet: Von hier könnt ihr sogar den Golf von Triest und Piran sehen. Oder ihr schaut euch das Tal vom Wasser aus an, das geht am besten im Kajak oder Kanu auf dem Vipava-Fluss. Wer die entsprechende Erfahrung mitbringt oder mutig ist, kann das Tal auch per Gleitschirm aus der Luft entdecken. Und dann am Abend lasst ihr es euch einfach gut gehen – bei leckerem Schinken und einem guten Weißwein!

Wann hin? Im Winter ist es im Vipava-Tal sehr mild. Auf der Hochebene über dem Tal ist das ganz anders: Dort ist es richtig kalt und viel Schnee gibt es auch. Die Sommer im Tal sind sehr heiß. Gut zu wissen: Im Tal bläst eigentlich immer der Bora-Wind, manchmal sogar ziemlich heftig, die Böen können dann Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreichen!

Lettland – ganz viel Ostsee und mehr

Seid ihr schon mal im Baltikum gewesen? Falls nicht, dann solltet ihr Lettland, Litauen oder Estland ganz oben auf eure Meine-nächsten-Reiseziele-Liste setzen, denn hier, das können wir euch versprechen, ist wahrscheinlich bald viel mehr los! Also, nicht lange überlegen und einfach in der goldenen Mitte, in Lettland, starten.

Flieger nach Riga

Nur ein bisschen mehr als zwei Stunden dauert der Flug von München nach Riga. Unser Tipp: Fahrt nicht gleich weiter, schaut euch Riga erst einmal in aller Ruhe an. Die Hansestadt wird auch das Paris des Ostens genannt. Warum, sieht man vor allem in Rigas unglaublich gut erhaltener Altstadt. Überall stößt man auf nette Cafés und Lokale, entdeckt geschichtsträchtige Häuser aus längst vergangenen Zeiten und beeindruckende Kirchen wie die Domkirche St. Petri mit ihrem 72 Meter hohen Turm oder die Georgskirche, in der heute das Kunstgewerbemuseum untergebracht ist. Und nach so viel Stadt solltet ihr als nächstes Richtung Ostsee aufbrechen. Die ist nicht weit: Mit dem Auto erreicht ihr zum Beispiel den Jurmala in einer guten halben Stunde. Hier könnt ihr am Strand entspannen. Mit dem Baden gehen ist das aber so eine Sache: Im Sommer wird das Wasser der Ostsee maximal 20 Grad warm. Dafür aber findet man an der etwa 300 Kilometer langen Küste Lettlands viele menschenleere Sandstrände. Wo wir gerade bei Wasser sind: Insgesamt 1200 Seen hat Lettland zu bieten und ganz viel nahezu unberührte Natur in unzähligen Nationalparks.

Wann hin? Zwischen Juni und August ist Mittsommer in Estland. Die Tage sind sehr lang und meistens scheint die Sonne bei angenehm milden Temperaturen. Im kalten Winter sind die Tage entsprechend kurz: Hell ist es dann manchmal nicht mehr als zwei Stunden!

Montreal: Kanada in Französisch

Unseren nächsten Geheimtipp findet ihr in Kanada. Nein, Vancouver meinen wir nicht, auch wenn wir diese Stadt besonders lieben! Unsere Empfehlung ist Montreal, die zweitgrößte Stadt Kanadas, die im Südwesten der Provinz Québec liegt. Wie der Name schon verrät, gehört Montreal zum französischsprachigen Teil des Landes. Aber keine Sorge: Hier an der Ostküste in Québec spricht man beide Sprachen, wenn auch mehr Französisch als Englisch.

Und genau das macht den Unterschied! In Montreal spürt man den Charme der alten Welt ebenso wie den Einfluss Nordamerikas – und das ist eine tolle Mischung! Im Sommer ist in Montreal am meisten los, alles spielt sich an der frischen Luft ab und zum Teil werden sogar Straßen für Autos gesperrt, damit es sich besser feiern lässt. Das gilt auch für die vielen Festivals, die quasi an jeder Ecke Montreals stattfinden. Coole Musik für jeden Geschmack, dazu Streetfood aus aller Welt. Unbedingt probieren müsst ihr Poutine. Das sind Pommes mit Bratensauce und Käsehaube, dazu gibt noch andere Toppings und auch wenn sich das sehr komisch anhört, schmecken tut Poutine einfach formidable!

Wann kommen? Wer’s gern warm, ja, fast heiß mag, der sollte im Sommer nach Montreal kommen. Der Winter an der Ostküste dauert lang, ist oft extrem kalt und teilweise liegt der Schnee meterhoch.

Schweiz – ein Land mit vielen Gesichtern

Das Tolle an der Schweiz? Sie ist extrem abwechslungsreich! Da sind zum einen die Berge, die zu jeder Zeit faszinierend sind. Egal, ob ihr sie im Sommer besteigt oder im Winter hinunterwedelt – von der Schweizer Bergwelt kann man einfach nicht genug bekommen. Wusstet ihr, dass die Züricher am liebsten im Limmat baden? Dieser Fluss ist klar und sauber wie ein Bergsee. Nehmt also unbedingt ein paar Badeklamotten mit und geht eine Runde schwimmen, nachdem ihr Zürich erkundet habt! Im Tessin, dem südlichsten und wärmsten Kanton im Land, könnt ihr euch im Luganer See abkühlen. Er ist alles andere als ein Geheimtipp, schaut aber trotzdem mal vorbei. Im mondänen Lugano könnt ihr ein bisschen flanieren, ein Eis an der Uferpromenade schlecken und danach vielleicht noch ein bisschen shoppen gehen. Wer eher ein bisschen Bewegung braucht, empfehlen wir einen Trip in die Berge. Echt schön – und überhaupt nicht anstrengend – ist der Weg, der von Carona, das ihr mit dem Auto in etwa 20 Minuten von Lugano aus erreicht, nach Morcote. Beide Orte sind absolut sehenswert und der Weg bietet unglaubliche Ausblicke auf den See. Noch mehr tolle Tessin-Tipps, besonders für Aktiv-Urlauber, haben Biggi und Florian von den Phototravellers für euch.

Norwegen – vom Atlantik in die Berge

Lust auf Norwegen? Schön, dann haben wir was für euch: die Jugendstilstadt Ålesund! Mag sein, dass viele Bergen für die schönste Stadt in Norwegen (oder sogar der Welt) halten; wir finden, dass Ålesund diesen Titel aber genauso verdient hätte. Die Stadt wurde gleich auf mehreren kleinen Inseln erbaut und nachdem Ålesund 1904 bei einem einen verheerenden Brand vollkommen zerstört wurde, beschlossen die Stadtväter, sie im Jugendstil wieder aufzubauen. Eine gute Entscheidung, denn das macht die ganze Stadt zu einer architektonischen Sensation! Am besten seht ihr das vom Aksla aus, dem Hausberg der Stadt. Oder vom Wasser aus: Warum mietet ihr euch nicht ein SUP oder ein Kajak für eine etwas andere Stadtrundfahrt? Danach könnt ihr euch immer noch ein bisschen Kultur und Entspannung gönnen. Es gibt viele Museen, tolle Kneipen und Cafés oder auch die Teaterfabrikken, die eine Mischung aus Bar und Veranstaltungshalle ist.

Richtig abenteuerlich ist auch die Landschaft rund um die Stadt. Die Sunnmørsalpen, deren Gipfel man schon von Weitem sieht, sind ein äußerst beliebtes Wandergebiet, das Touren von gemütlich bis schwer zu bieten hat. Nicht entgehen lassen solltet ihr euch eine Fahrt zur Insel Runde, wo ihr Seeadler und viele andere Vögel beobachten könnt. Wenn ihr im Sommer in der Gegend seid, dann könnt ihr bei geführten Wanderungen auf der Insel dabei sein. Und dann ist da auch noch der mächtige, atemberaubende Geirangerfjord, den die UNESCO nicht umsonst zum Welterbe erklärt hat.

Wann hin? Wanderer fahren am besten im Sommer nach Ålesund, Skifahrer im Winter! Und wer sich von Nordlichtern verzaubern lassen will, der kommt am besten zwischen Anfang Oktober und Ende März!

Koffer schon gepackt? Oder noch mehr Tipps? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

4 Kommentare

  1. Rös Chen

    Eine schöne Übersicht hier, Danke! Montpellier und Perpignan stehen bei mir schon ewig auf dem Plan. Irgendwie hat es sich bisher nie ergeben, zumal ich mit meinem Budget auf wirklich treffende Angebote warte. Eine Destination würde ich hinzufügen, und zwar Estonia. Tallinn und Umgebung haben mir sehr gut gefallen. Ist da auch ziemlich Familien freundlich kann man sagen. Lohnt sich im Wohnmobil zu machen und eventuell mit dem hohen Norden Finnland zu verknüpfen. Nur so als kleine Inspiration …

    Wobei ich sehr gerne auch fliege. Im Herbst ging es bei uns zur Verlängerung des Sommers über Las Palmas nach Maspalomas kurz und bündig am heimischen Flughafen Linz. Das war mit dem Direktflug perfekt und gefühlt kurzweilig, fast schon wie beamen 🙂 Insofern gut, weil die Anfahrt zum Airport keine halbe Stunde dauert, was natürlich purer Luxus ist. Das bedeutet, man hat quasi gleich nach Abflug die Schnorchel auf, eigentlich könnte man sich in Tauchermontur in die Flugkabine setzen, das wär doch was, haha!

    • Redaktionsteam

      Hallo Rös Chen,

      lieben Dank für Dein Feedback und den Estland-Tipp!
      Es ist uns nicht leicht gefallen, uns auf 11 Ziele zu beschränken – es gibt so viele wunderschöne Ecken zu sehen. Die baltischen Staaten gehören definitiv auch dazu!

      Wir hoffen, Du schaffst es bald nach Südfrankreich!

      Alles Gute und viele unvergessliche Reisen in 2022
      Janina von Travellers Insight

  2. Claudia

    Hallo zusammen,

    Danke für die Tipps.
    Ich finde, die Ostinseln von Malaysia sind auch ein Tipp.
    Allein das Essen in Malaysia ist so abwechlungsreich und sehr gut.

    • Redaktionsteam

      Hallo Claudia,

      herzlichen Dank für Dein Feedback!

      Man könnte die Liste wahrscheinlich ins Unendliche fortführen und auf jeden Fall um südostasiatische Ziele erweitern. Wir haben uns wegen der volatilen Lage lieber noch auf den europäischen Raum konzentriert, aber hoffen wir, dass man bald auch wieder unbeschwert und ohne Restriktionen in die Ferne fliegen kann. 🙂

      Alles Gute und viele Grüße
      Janina von Travellers Insight