Las Palmas: Surfen, Chillen & den Alltag vergessen

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Es ist ungemütlich hier in Deutschland und wir können es kaum erwarten, in den Flieger Richtung Süden zu steigen. Einmal im Jahr machen wir einen Surfurlaub und dieses Jahr zieht es uns nach Gran Canaria. Nach nur fünf Stunden ohne Zwischenstopp steigen wir bei angenehmen Temperaturen in Las Palmas aus dem Flieger.

Kaum auf Gran Canaria angekommen, befreien wir uns von den Winterklamotten. Die Sonne geht langsam unter und taucht den Flughafen in ein warmes Licht. Ich spüre Wärme und eine leichte Meeresbrise auf meiner Haut. Ein Urlaubsgefühl macht sich breit.

Unser Taxifahrer, den wir über die Surfschule gebucht haben, wartet schon auf uns. Wir laden das Gepäck in den Kofferraum und fahren, mit dem Meer in Sichtweite, zu unserem neuen Zuhause für die nächsten sieben Tage. Eine Ferienwohnung mit Meerblick am Playa de Las Canteras in Las Palmas.

Gran Canaria ist wirklich nicht groß, aber dafür großartig! Der Taxifahrer ist ein lustiger Geselle und erzählt uns auf der kurzen Fahrt eine Menge über das Leben auf der Vulkaninsel. Gran Canaria ist so vielfältig, wie ein ganzer Kontinent. Die Insel besitzt 14 Mikroklimazonen, welche für eine abwechslungsreiche Flora und Fauna sorgen.

Wir passieren den Hafen und sehen von Weitem einige Bohrinseln im Meer. Da kein Öl vor der Küste Gran Canarias gefunden wurde, werden hier jetzt Schiffe repariert und gewartet. Das schafft viele Arbeitsplätze auf der Insel.

Wir sind angekommen, in unserer Ferienwohnung mit Meerblick. Unser Sohn kann es kaum erwarten, schwimmen zu gehen und läuft hinunter zum Strand, während wir den Sonnenuntergang lieber bei einem Glas Wein von der Terrasse aus genießen. Am Abend spazieren wir gemeinsam über die Strandpromenade auf der Suche nach dem perfekten Lokal für den ersten Abend. Schnell haben wir was gefunden und genießen unsere erste Paella mit Meeresfrüchten bei Live Musik und Meeresrauschen.

Joggen am Meer in Las Palmas

Am nächsten Morgen sind wir schon früh wach und ziehen als erstes die Joggingschuhe an. Wir laufen den gesamten Strandabschnitt entlang bis zur Halbinsel La Isleta und wieder zurück. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, doch am Strand ist schon eine Menge los. An keinem anderen Ort sind uns um diese Uhrzeit so viele Jogger und Sportler entgegengekommen wie hier in Las Palmas. Das milde Klima und die vielen Coworking-Spaces locken viele junge Menschen zum Arbeiten und Sport machen an.

Auf dem Rückweg kaufen wir frische Croissants und Obst für das Frühstück ein. Auf unserer Terrasse haben wir eine bessere Aussicht auf das Meer als in jedem Strandlokal.

Surfen in Las Palmas mit der ganzen Familie

Nach dem Essen beginnt unsere erste Surfstunde. Der Surfstrand, an dem sich die Surfschulen aneinanderreihen, ist nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt. Wir quetschen uns in Neopren, nehmen unsere Boards und nach ein paar Aufwärmübungen stürzen wir uns endlich in die Wellen.

Vom Wasser aus ist Las Palmas in den Morgenstunden besonders schön. Das Meer ist unbeschreiblich blau und schimmert in der Sonne. Vor uns der schwarze Sandstrand, der in regelmäßigen Abständen von den weißen Wellen gespült wird. Ein traumhafter Anblick, der schnell zur Nebensache wird, als die perfekte Welle hinter uns auftaucht. Jetzt heißt es paddeln, paddeln, paddeln und aufstehen. Von der ersten Welle erfasst, gleite ich fast schwerelos auf dem Wasser entlang. Und so geht es die nächsten zwei Stunden, bis wir uns total erschöpft aber glücklich aus dem Meer schleppen und auf den warmen, schwarzen Strandboden fallen lassen.

In der Quicksilver Surfschule Las Canteras kann man Surfen, Bodyboarden und Stand Up Paddling lernen. Abhängig von Vorerfahrung und persönlichen Bedürfnissen bietet die Surfschule für Kinder und Erwachsene verschiedene Kursvarianten an. Wer sich lieber selbstständig in die Wellen stürzen möchte, kann auch nur das Surfequipment ausleihen. Direkt am Strand gelegen bietet die Surschule erschöpften Wellenreitern auch Duschen und Umkleidekabinen. Die Surflehrer sind vom spanischen Surfverband ausgebildet und stecken an mit ihrer Begeisterung.

Sightseeingtour mit Elektro Tuk-Tuk in Las Palmas

Zwischen unseren Surfstunden bleibt genug Zeit, die Insel zu erkunden. Um einen guten Überblick über Las Palmas zu bekommen, buchen wir eine Tuk-Tuk Sightseeingtour. Auf der eineinhalbstündigen Fahrt besichtigen wir die wichtigsten Aussichtspunkte der Stadt. Unser Tuk-Tuk Guide wartet im Santa Catalina Park auf uns und wir starten unseren Ausflug mit der elektrischen Autorikscha in Richtung Norden. Unsere erste Station ist ein Aussichtspunkt in Las Coloradas auf der Halbinsel La Isleta. Von hier oben haben wir einen traumhaften Blick auf das Meer und die felsige Landschaft der Nationalparks. Im Gegensatz zu den schwarzen und gelben Sandstränden weiter unten in Las Palmas, ist die Erde auf der Halbinsel rot. Ein wunderschönes Naturschauspiel.

Die Fahrt geht weiter durch die Innenstadt von Las Palmas in den Süden, vorbei an der Seepromenade im modernen Stadtviertel Escaleritas. Wir blicken hinunter auf den Hafen Puerto de la Luz und schauen uns die verschiedenen Segelboote an.

Noch weiter südlich passieren wir das Castillo de San Francisco. Von hier oben haben wir einen wunderbaren Blick auf einen bunten Fischerort, dessen Häuser sich auf den steilen Hügeln am Meer aneinanderschmiegen. Die Fischer haben damals ihre Häuser in der gleichen Farbe angestrichen wie ihre Boote. So konnten sie ihr Haus schon vom Meer aus erkennen, ihren Verwandten beim Verlassen des Hafens Lebewohl sagen und sie bei der Ankunft begrüßen.

Maspalomas – Das Dünenmeer von Gran Canaria

An einem weiteren Tag leihen wir uns einen Mietwagen und fahren ganz in den Süden der Insel zu den Dünen in Maspalomas. Wir parken an dem berühmten Strand Playa del Inglés. In Maspalomas gibt es viele Hotels und Ferienappartements und auch sehr viele Urlauber. Der Strand ist voller Menschen und tausende Liegen mit Sonnenschirmen reihen sich aneinander. Gemeinsam mit einer Schar an Strandwanderern laufen wir am Meer entlang zum Leuchtturm. Rechts von uns verschwinden langsam die letzten Häuserreihen und die Dünen kommen zum Vorschein. Wir lassen den Strand links liegen und tauchen ab in die Wüste. Bei Temperaturen von 25 Grad ist die Wüstenwanderung sehr angenehm. Wir rutschen die Dünen runter und laufen wieder rauf. Ein paar Hundert Meter weiter sind wir fast schon ganz für uns alleine und genießen die gespenstische Stille und die faszinierenden Formationen aus Sand mit Meerblick.

Puerto de Mogan – Klein Venedig von Gran Canaria

Nach dem ausgedehnten Wüsten- und Strandspaziergang in Maspalomas fahren wir ein kleines Stück weiter zum Puerto de Mogan, auch als “Venedig von Gran Canaria” bekannt. Der kleine Hafenort hat mit seinen hübschen Häusern, engen, blumenbewachsenen Gassen, Palmen, Brücken und dem schicken Hafen einen ganz besonderen Charme.

Es ist ein echter Geheimtipp und zweifelsohne das schönste Küstendorf Gran Canarias. Uns gefällt der Ort so gut, dass wir den restlichen Tag hier mit Essen, Baden und Spazierengehen verbringen.

Surfen, Chillen, Essen und den Alltag vergessen

Unsere Tage in Las Palmas sind alle ganz ähnlich. Wir lassen uns treiben und genießen die entspannte Atmosphäre auf Gran Canaria. Nach unserem täglichen Sportprogramm verbringen wir die Nachmittage am Strand, mit Ausflügen in der Umgebung und Entdeckungstouren in Las Palmas. In der Stadt am Meer wird es uns nicht langweilig, denn es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken – Livemusik, Trödel- und Spezialitätenmärkte, Museen und jede Menge Shoppingmöglichkeiten.

Für einen Snack zwischendurch gehen wir gerne in die Markthalle “Mercado del Puerto”. Hier gibt’s die besten Pinchos – kleine Snacks ähnlich den Tapas, auf Spießchen serviert – der Stadt! Wer es gesund mag, dem kann ich “The Block Café” am Strand empfehlen. In diesem Café essen wir öfter als ein Mal und hier lassen wir auch unseren Urlaub bei selbstgemachtem Hummus mit Gemüsesticks und frischem Naan ausklingen. Las Palmas, wir kommen wieder!

2 Kommentare

  1. Alexandra Türschmann, thanks so much for the post.Much thanks again. Really Cool.

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