Kuba: Nationalparks in Trinidad und kolonialer Charme

An der zentralen Südküste Kubas liegt das Kolonialstädtchen Trinidad eingebettet zwischen den smaragdgrünen Bergen der Nationalparks und den traumhaften Stränden der nahen Karibik. Mit den kunterbunten Häuschen, den holprigen Straßen und den prächtigen, alten Gebäuden versprüht Trinidad einen unglaublichen Charme. Bloggerin Melanie Schillinger stellt euch Kuba und seine Nationalparks vor.

Dieser Reisebericht ist die Fortsetzung von Melanies Beitrag über Havanna und Viñales.

Südöstlich von Havanna und Viñales liegt das Kolonialstädtchen Trinidad, eingebettet zwischen den smaragdgrünen Bergen der Nationalparks und den traumhaften Stränden der nahen Karibik. Mit den kunterbunten Häuschen, den holprigen Straßen aus Kopfsteinpflaster und den prächtigen, alten Gebäuden versprüht Trinidad einen unglaublichen Charme.

Wer sich, wie ich, von Viñales aus entlang der zentralen Südküste Kubas auf den Weg nach Trinidad macht, muss etwa 500 Kilometer zurücklegen, entweder mit dem Bus oder mit dem Mietwagen. Sehr zuverlässig sind die Busse von Viazul. Während meiner Rundreise konnte ich mich voll und ganz auf den Fahrplan verlassen, kein einziges Mal kam ein Bus auch nur 10 Minuten zu spät. Bedenke bei Deiner Entscheidung, ob Du den Bus oder einen Mietwagen nimmst, dass die Straßen auf Kuba, gerade auch auf dieser Strecke, häufig schlecht ausgeschildert und in einem schlechten Zustand sind, und Du für die meisten Strecken länger als gedacht brauchst. Aber völlig unabhängig davon, wie Du Deine Route über die Insel planst, lasse Trinidad auf keinen Fall aus. Dieses Schmuckstück ist ein Highlight auf Kuba!

Spannende Entdeckungen in den bunten Gässchen Trinidads

Auf keinen Fall verpassen darfst Du einen Abend an der wohl berühmtesten Treppe Kubas bei der Casa de la Música. Mitten im historischen Zentrum der Altstadt gelegen, hast Du von hier den schönsten Blick auf den Hauptplatz Trinidads mit der tollen Kirche und den herrlichen, grünen Parks. Kaufe Dir einen leckeren Mojito in einer der zahlreichen Bars rund um den Platz, suche Dir ein gemütliches Plätzchen auf der Treppe und genieße einfach die entspannte Atmosphäre. Fast jeden Abend spielt hier Live-Musik, und es wird zu Salsa und Son, das ist die Urform aller kubanischen Tänze, in die Nacht getanzt. Was für eine geniale Stimmung, besonders am Wochenende!

Falls Dir vor oder nach dem Mojito der Magen knurrt, habe ich einen Geheimtipp für Dich. In der gemütlichen Taberna La Botija gibt es das mit Abstand beste Essen der Stadt. Die Spaghetti in allen Variationen sind der absolute Hammer. Aber auch alles andere, inklusive der starken Cuba Libres und der verschiedenen Cocktails, schmeckt hier echt lecker. Ab 18 Uhr bildet sich jeden Tag eine lange Schlange vor dem Restaurant, es ist einfach zu gut. Sei entweder schon ein bisschen früher da, oder komme erst nach 20 Uhr. So kannst Du den größten Andrang umgehen.

Für Trinidad gilt übrigens das Gleiche wie für Havanna: Dir kann eigentlich nichts Besseres passieren, als Dich in den bunten Gässchen der Altstadt zu verlaufen. In den engen Straßen kannst Du das Alltagsleben der Kubaner beobachten und Dir in Deiner Vorstellung schon mal den knalligsten aller Oldtimer für zu Hause aussuchen. Pastellfarbene Häuschen im prunkvollen Kolonialstil, viele süße Cafés und schöne Plätze zum Sitzen und Verweilen – es gibt viel zu sehen in Trinidad. Richte Deinen Blick trotzdem immer mal wieder nach unten auf den Weg, denn das alte Kopfsteinpflaster in den Straßen der Stadt ist manchmal eine echte Stolperfalle.

Die schönste Aussicht über Trinidad hast Du vom leuchtend gelben Glockenturm der Kirche Convento de San Francisco de Asis. Durch die Fenster im Turm kannst Du bei schönem Wetter in alle vier Himmelsrichtungen bis zu den immergrünen Hügeln der Nationalparks und sogar bis an die Küste schauen. Einfach herrlich!

Tagesausflug in die Nationalparks rund um Trinidad

Die Nationalparks, die Trinidad mit ihren smaragdgrünen Bergen von fast allen Seiten sanft umarmen, sind durchzogen von glitzernden Flüssen und tiefen, glasklaren Seen, die zum Schwimmen und Entspannen einladen. Sowohl den großen und bekannten Topes de Collantes Nationalpark, als auch seinen kleinen Bruder, den atemberaubenden Parque el Cubano, kannst Du von Trinidad aus einfach mit einem der zahlreichen Taxis erreichen. Laufe einfach eine Runde durch die Gassen der Stadt. Jeder Taxifahrer wird Dich schon von weitem fragen, wohin Du willst, und ob Du gerne einen der beiden Nationalparks besuchen möchtest.

Mein Favorit ist der kleinere Parque el Cubano. Ein schöner Naturpfad führt etwa eine Stunde lang durch die üppigste und grünste Vegetation, die Du Dir vorstellen kannst. Du spazierst über wackelige Hängebrücken, passierst riesige Wespen- und Termitennester und läufst schließlich geradewegs zu auf einen kleinen Wasserfall, der von einem Felsen hoch über Dir hinunter in ein glitzerndes Becken stürzt. Direkt hinter dem herabstürzenden Wasser kannst Du in eine dunkle, geheimnisvolle Höhle schwimmen. Und das Beste? Das Wasser kommt richtig warm aus den Bergen über Dir.

Von Trinidad zu den Karibikstränden

So begeisternd diese Stadt und die umliegenden Nationalparks auch sein mögen, irgendwann zieht es mich immer Richtung Meer. Dich ganz bestimmt auch, oder? Es gibt viele traumhafte Karibikstrände in der unmittelbaren Nähe Trinidads, aber die Buchten zwischen den bekannten Stränden von La Boca und der Playa Ancón sind mit Abstand die zauberhaftesten. Du kannst dort einfach nur faul in der Sonne liegen und Deine Zehen in den Sand graben, der so fein ist wie Puderzucker, oder am bunten Korallenriff im glasklaren Wasser schnorcheln gehen.

Wie Du am besten dort hinkommst? Schnappe Dir einfach ein Taxi in der Stadt, und sage zum Fahrer, er soll Dich an den Strand beim Hotel Costa Sur bringen. Innerhalb von nur 15 Minuten befindest Du Dich im karibischen Paradies, versprochen!

Mehr Tipps und Informationen für Eure Kuba-Reise findet Ihr auf Melanies Blog Good morning world.

2 Kommentare

  1. Hallo Melanie,

    wir würden gerne zum ersten Mal im Juli nach Kuba.
    Welche Orte würdest du uns empfehlen? Nach dem was ich gelesen habe würde ich auch die Busvariante dem Mietwagen vorziehen.
    Ich dachte man macht 2 Wochen eine Rundreise und erholt sich dann eine Woche.
    Hast du da Tipps wo man am besten anfängt und welche Orte sich für die Erholung am besten eignen?
    La Boca, Playa Ancón oder lieber Varadeo? Man kann immer so schlecht einschätzen, wieviele Tage man pro Ort einkalkulieren sollte…
    Durch deine schönen Reiseberichte möchte ich folgende Städte auf jeden Fall sehen:
    Varadero
    Havanna
    Viñales
    Trinidad
    Playa Ancón
    intrassant finde ich noch:
    santa lucia

    Deine Berichte sind wirklich toll geschrieben! Herzlichen Dank dafür!
    Liebe Grüße
    Marie

  2. Liebe Marie,

    ganz lieben Dank für deinen Kommentar und die netten Worte. Hab mich wirklich sehr darüber gefreut! 🙂

    Die Busvariante ist auf jeden Fall stressfreier, bequemer und die Busse sind auch sehr verlässlich. Ich kann dir das uneingeschränkt empfehlen! Ich hab auch zwei Wochen Rundreise gemacht und war eine Woche am Strand von Varadero, das ist eine sehr gute Aufteilung. In Varadero hast du halt die großen 5 Sterne Hotels, die relativ unpersönlich sind. Wenn dich das nicht stört, dann kannst du hier perfekt relaxen. Schau doch mal bei mir auf dem Blog in meinen Artikel, da stehen alle Orte mit vielen Tipps von meiner Rundreise: https://goodmorningworld.de/kuba-highlights-und-tipps/ Andere Orte habe ich nicht besucht, nur die im Artikel! Falls du dann noch Fragen hast, kannst du aber gerne nochmal fragen! 😉

    Ganz liebe Grüße,
    Melanie

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