Eva Grossert

Ich mache eigentlich schon immer das sehr häufig, was ich am liebsten tue: Reisen. Bereits mit 16 Jahren bekam ich die offizielle Diagnose: Chronisches Reisefieber, unheilbar, und habe zum ersten Mal den Rucksack geschultert. Seitdem reise ich durch die Welt wann immer es geht und habe schon ein Vierteljahrhundert an Reiseerfahrung im Gepäck. Während meines Studiums habe ich nur gearbeitet, um mir den nächsten längeren Trip in den Semesterferien finanzieren zu können. Meinen ersten Job habe ich nach zwei Jahren gekündigt, um die ersparten Mäuse gleich wieder in einem zweijährigen Auslandsaufenthalt zu verjubeln. Mittlerweile habe ich Familie, was meine Reiselust nicht bremst. Meine Tochter hat längst mehr Stempel im Pass als Lebensjahre. Ich habe viel zu erzählen und tue das mit Humor. Ich glaube, ich kann einiges erzählen und das möchte ich auch tun. Ich möchte inspirieren, an meiner Leidenschaft teilhaben lassen und auch zeigen, dass man mit Kindern nicht zu einem tristen Pauschalurlaub im Kinderhotel verbannt ist. Darum habe ich angefangen zu bloggen.

Welche Reisevorlieben hast Du?
Im Berufsleben bin ich viel herumgekommen und auch mit zunehmenden Alter anspruchsvoller geworden. Den Rucksack habe ich gegen einen Trolley eingetauscht und meine Liebe zu coolen, individuellen Hotels entdeckt. Was mich jedoch nicht davon abhält, mit dem Buschcamper durch Afrika zu reisen, in Australien unter dem Sternenhimmel zu nächtigen oder eine simple Strandhütte mit Ungeziefer zu teilen. Ich bin gerne aktiv und Stillhalten ist mir ein Gräuel. Meist zieht es mich in die Ferne. Natur und Abenteuer stehen hoch im Kurs.

Was machst und magst Du außer Reisen und Bloggen?
Ich bin ein unruhiger Geist, mir wird schnell fade. Routine ist mir ein Graus. Ich bin experimentierfreudig und für Neues IMMER zu haben. Deswegen gibt es bei mir kaum einen Tag ohne Neues und auch keine Lieblingsdinge oder Stammkneipen bzw. -restaurants. Ein anstrengender Mensch! Ich bin also meist unterwegs und entdecke oder probiere Neues. Ansonsten trifft man mich beim Sport im Fitnessstudio, beim Yoga, beim Laufen, auf den Münchner Hausbergen, im oder auf dem Wasser.

Welches Reiseerlebnis wird Dir immer in Erinnerung bleiben?
Oh, da gibt es viele schöne Erlebnisse. Oft aber sind es auch die kleinen Pannen, Ärgernisse und Lästigkeiten die in Erinnerung bleiben und ein Abenteuer ausmachen. Dinge über die man hinterher herzhaft lacht und sich fragt, warum man darüber so frustriert war, obwohl man mit einem blauen Auge davon gekommen ist. In Costa Rica wurden wir zum Beispiel einmal evakuiert aufgrund eines Hurrikans, in Botswana konnte ich unseren Pick-Up über Stunden nicht verlassen, weil ein Löwenrudel es sich davor gemütlich gemacht hatte oder die schlimmste Busfahrt meines Lebens in Venezuela, die Horrornacht im kakerlakenverseuchten Hostel in Indonesien, oder, oder, oder. Aber auch besondere Begegnungen mit ganz besonderen Menschen werde ich nicht vergessen.