Virginia’s Highlights: Wein, Bier, Apfelkuchen

Norden des US-Staates Virginia bietet viele Highlights: von der Weinregion Loudoun, dem Marshall House in Leesburg bis hin zu Arlington mit dem Pentagon Memorial und dem Nationalfriedhof. Reisebloggerin Julia Lassner gibt einen Überblick über Virginia's Highlights.

Sanfte Hügellandschaften, malerische Dörfer, idyllische Weinanbaugebiete und reichlich Geschichte bietet der Norden des Bundesstaates Virginia an der Ostküste der USA. Ich zeige Euch Virginia’s Highlights, was Ihr in der Weinregion Loudoun erleben könnt und nehme Euch mit nach Leesburg und nach Arlington, wo es das Pentagon sowie den beeindruckenden Nationalfriedhof zu sehen gibt.

Loudoun – Washington, D.C.’s Wine Country

Nur 40 Kilometer von der US-Hauptstadt Washington, D.C. entfernt, liegt die idyllische Region Loudoun. Von der Sonne verwöhnt und von einer leicht hügeligen Landschaft geprägt, herrschen hier beste Voraussetzungen für den Weinanbau. Loudoun wird deshalb offiziell als „Washington, D.C.’s Wine Country“ bezeichnet. Lohnenswert ist vor allem der Besuch von Monticello, dem ehemaligen Landgut des dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson, der die Weinreben höchstpersönlich aus Frankreich hierher importierte und mit dem Weinanbau begann.

Über 40 mit Preisen prämierte Weingüter haben sich mittlerweile in Loudoun angesiedelt und bieten Verkostungen und Touren an. So zum Beispiel Otium Cellars, ein kleines Boutique-Weingut mit fränkischen Wurzeln in der Nähe des Örtchens Purcelville. Seit acht Jahren baut der aus Bayern stammende Besitzer Dr. Gerhard Bauer hier Dornfelder, Grauburgunder, Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Grünen Veltliner an. Mit der Sonne im Gesicht und einem Glas Wein in der Hand könnt Ihr hier wunderbar im offenen Wintergarten mit Blick auf die Weinreben entspannen.

Über den Washington & Old Dominion Bike Trail zu den Brauereien

Neben den vielen Weingütern ist Loudoun außerdem bekannt für seine Vielzahl an Brauereien und Destillerien, die ebenfalls zu geselligen Verkostungen und interessanten Führungen mit Blick hinter die Kulissen einladen.

Eine geniale Möglichkeit, gleich mehrere Brauereien zu besuchen und sich dabei sportlich zu betätigen, bieten gut ausgebaute Fahrradwege, wie der Washington & Old Dominion Bike Trail, der Loudoun mit Washington, D.C. verbindet. Der Weg führt teilweise durch Hopfenfelder und direkt vorbei an den Brauereien, wo Ihr absteigen und ein Pint Bier genießen könnt.

Nach den vielen Bier- und Weinverkostungen knurrt Euch wahrscheinlich der Magen. Ich empfehle, einen Zwischenstopp bei Magnolias at the Mill in Purcellville einzulegen, wo Ihr Euch in einer liebevoll restaurierten Mühle mit leckeren Salaten, Fisch- und Fleischgerichten sowie knuspriger Pizza stärken könnt.

Apfelkuchen und Marshall House in Leesburg in Virginia

Weiter geht es ins charmante Städtchen Leesburg, wo schnuckelige Cafés, kleine Antikläden und zweistöckige Häuser für Landidylle sorgen. Wer jetzt noch einen kleinen Nachtisch vertragen kann, sollte bei dem winzigen Laden Mom’s Apple Pie anhalten und ein Stück des hausgemachten Apfelkuchens kosten, dem selbst die First Lady Michelle Obama nicht widerstehen kann.

Hier in Leesburg könnt Ihr das Marshall House besuchen, in dem George C. Marshall mit seiner Frau lebte. 44 Jahre lange diente er in der US Army als Soldat, erlebte den ersten und zweiten Weltkrieg und wurde zum Army Chief of Staff ernannt. Später entwickelte George C. Marshall den Marshall-Plan, der nach dem zweiten Weltkrieg der notleidenden Bevölkerung Westeuropas zugutekam und für den er 1953 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Heute ist das Marshall House ein Museum, das Ihr bei einer geführten Tour besichtigen könnt. Das Besondere an dem denkmalgeschützten Haus ist, dass über 90 Prozent der Möbel und Erinnerungsstücke tatsächlich den Marshalls gehörten.

Arlington – Foodie Mekka jenseits des Potomac River

Lediglich der Potomac River trennt das Zentrum von Washington, D.C. vom Bundesstaat Virginia. Falls Ihr eine Reise nach Virginia mit dem Besuch von Washington, D.C. verbindet möchtet, empfehle ich Euch, in Arlington zu übernachten. Mit der Metro seid Ihr in knapp 10 Minuten mitten im Zentrum von Washington, D.C. Die Hotels sind oft bis zu 20 Prozent günstiger als in der US-Hauptstadt. Im Marriott Crystal City wohnt Ihr beispielsweise nicht nur komfortabel und zentral, sondern auch mitten im kulinarischen Paradies.

Mit über 500 Restaurants ist Arlington ein wahres Mekka für Foodies. Egal, worauf Ihr Lust habt, hier bekommt Ihr alles von afghanischen und libanesischen Gerichten bis hin zu Spezialitäten aus Usbekistan und Äthiopien. Empfehlen kann ich das spanische Tapas Restaurant Jaleo, das besonders bei den Einheimischen sehr beliebt ist und während der Sommersaison ein schmackhaftes 5-Gänge-Tapas-Menü zum Festpreis anbietet.

Das Pentagon Memorial und der Arlington National Cemetery

Nur zwei Metro-Stationen vom Hotel Marriott Crystal City entfernt befindet sich das Pentagon. In Gedenken an den Terroranschlag vom 11. September 2001, bei dem eines der entführten Flugzeuge in das riesige fünfeckige Gebäude stürzte und 184 Unschuldige tötete, wurde hier eine Erinnerungsstätte errichtet. Jedem Opfer ist eine Steinbank mit eingraviertem Namen gewidmet. Auch wenn einem hier auf bedrückende Weise bewusst wird, wie grausam Menschen sein können, ist das Pentagon Memorial ein ganz besonderer Ort, um den Opfern des Anschlags zu gedenken.

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Arlington National Cemetery, auf dem über 300.000 Angehörige des Militärs sowie US-Nationalhelden ihre letzte Ruhe fanden. Das weitläufige Gelände mit den weißen Grabsteinen kann in einem schönen, langen Spaziergang zu Fuß erkundet werden. Vom Arlington House auf dem Hügel habt Ihr einen tollen Panoramablick auf Washington, D.C.

Die Reise wurde mit freundlicher Unterstützung von United Airlines und der Capital Region USA ermöglicht.

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