Anbieter, Kleidung, Packliste: Tipps für die Safari

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Wenn du das erste Mal auf Safari in Afrika gehst, stellen sich bei der Planung der Reise eine Menge Fragen: Was muss ich dabei haben, welche Kleidung ist richtig, woran muss ich denken? Damit du dich entspannt und gut vorbereiten kannst, habe ich für dich meine Tipps und Erfahrungswerte zusammengestellt.

Worauf du beim Safari-Anbieter achten solltest

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Safari zu buchen: entweder direkt bei einem Anbieter vor Ort oder über einen Reiseveranstalter zu Hause. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Wenn du selbst vor Ort buchst, solltest du die Angebote genau recherchieren, vergleichen und auch auf Details achten. Zu Hause hast du einen direkten Ansprechpartner, der dir zur Seite steht und alles für dich erledigt.

Auf folgende Punkte solltest du bei einer Direktbuchung achten:

  • Gibt es Empfehlungen anderer Kunden, die einen guten Eindruck machen?
  • Wie agiert das Unternehmen: wird z. B. die lokale Bevölkerung eingebunden, werden Schutzprojekte unterstützt, Umwelt- und Tierschutzrichtlinien beachtet?
  • Sind Kontaktmöglichkeiten angeführt und bekommst du auf Anfragen schnell eine Antwort?
  • Wird das Team vorgestellt und sind die Guides gut ausgebildet?
  • Ist eine unkomplizierte Verständigung auf Englisch möglich?
  • Welche Fahrzeuge werden genutzt und wirken diese gut gewartet?
  • Ist klar, welche Leistungen inklusive sind?
  • Fallen zusätzliche Kosten an und wenn ja, welche?
  • Wie groß ist die Gruppe und wie viele Gäste sitzen in einem Fahrzeug?
  • Wie lang sind die Fahrtzeiten, die zurückgelegt werden?

Verhaltensregeln: Dos und Don’ts im Jeep

Achte bei einer Safari-Tour immer darauf, genau den Anweisungen deines Guides zu folgen. Verhalte dich leise, besonders wenn ihr euch in der Nähe von Tieren befindet. Vermeide heftige Bewegungen und lehne dich nicht aus dem Auto, um ein Foto zu machen. Wenn du ein besonderes Motiv fotografieren willst, dann bitte deinen Guide, ob er das Auto an eine günstige Position fahren kann, was er bestimmt gerne für dich tun wird. Wenn ihr den ganzen Tag unterwegs seid, werdet ihr auch eine Rast einplanen, bei der es ein kleines Picknick gibt. Während der Tierbeobachtung solltest du darauf verzichten, etwas zu essen. In den Nationalparks ist es nicht gestattet, aus dem Auto auszusteigen und wenn, dann nur an speziell dafür vorgesehenen Plätzen. Entferne dich nicht auf eigene Faust vom Auto oder frage vorher deinen Guide. Er kennt die Gegebenheiten und sorgt für deine Sicherheit.

Diese Ausrüstung hat sich auf Safaris bewährt

  • Kamera, Speicherkarten, Fernglas: Meist möchte man auf Safari reichlich fotografieren. Ein Objektiv mit langer Brennweite, geladene Wechsel-Akkus und weitere Speicherkarten solltest du also in jedem Fall dabei haben. Ansonsten empfehle ich dir, die Kamera auch mal beiseite zu legen und die Schönheit des afrikanischen Busches zu geniessen, statt auf das nächste Foto zu lauern. Wenn du die Gelegenheit hast, ein Fernglas mitzunehmen, dann ist eine Safari der beste Einsatzort dafür.
  • Ladekabel und Powerbank: Wer mit Technik unterwegs ist, darf natürlich die Ladekabel für die Kamera und sein Smartphone nicht vergessen. Für den Notfall habe ich auch immer eine Powerbank dabei und je nach Land den passenden Reise-Adapter. In Zelt-Camps gibt es meist im Essbereich große Steckleisten, um Geräte laden zu können. Wenn die Stromversorgung über einen Generator läuft, muss man vorher die Betriebszeiten in Erfahrung bringen. In den Safari-Autos gibt es ebenfalls manchmal Steckleisten, an denen man während der Fahrt sein Equipment aufladen kann.
  • Taschenlampe: Die Wege in den Camps sind meist gut erkennbar und durch Lampen mit Solarzellen erleuchtet. Aber gerade bei einem Zeltcamp in der Wildnis kann eine Taschenlampe oder Stirnlampe gute Dienste leisten.
  • Trinkflasche und Lunchbox: In den Lodges steht oft gefiltertes Wasser bereit, was man zum Füllen seiner Trinkflasche verwenden kann. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, packt man sich häufig beim Frühstück selbst ein Lunchpaket zusammen, das man unterwegs auf der Safari isst. Wer eine Lunchbox und eigenes Besteck dabei hat, spart Verpackungsmaterial wie Pappkartons, Frischhaltefolie und Plastikbesteck.

Wie schwer darf das Gepäck sein und welche Gepäckstücke eignen sich?

Auf Safaris gilt häufig ein Gewichtslimit, das meist zwischen 10 bis 15 kg liegt. An die Grenze solltest du dich strikt halten, besonders, wenn du an einer Fly-in-Safari teilnimmst. Aber auch bei einer ganz normalen Tour mit einem Fahrzeug wird fast täglich das Gepäck auf das Dach des Fahrzeugs verladen oder in einem extra Gepäckanhänger verstaut, weshalb die Taschen nicht zu groß und zu schwer sein dürfen.

Besser zu Hause lassen sollte man alle sperrigen Gepäckstücke oder sogar Hartschalenkoffer, weil diese sehr unhandlich sind und sich nicht rutschsicher auf dem Dach eines Fahrzeugs verstauen lassen. Reisetaschen, Rucksäcke oder Duffle Bags sind am besten geeignet. Das Material sollte strapazierfähig und staubfest sein, denn das Gepäck wird ziemlich beansprucht.

Welche Kleidung solltest du für die Safari einpacken?

Der Dresscode ist selbst in Luxus-Lodges entspannt. Es muss sich unterwegs also niemand über sein Aussehen Gedanken machen. Wichtig dagegen ist warme, bequeme und praktische Kleidung, denn je nach Land und Jahreszeit kann es nachts empfindlich kalt werden.

  • Eine ausreichend warme Jacke (zum Beispiel eine dünne Daunenjacke oder ein kuscheliger Fleece-Pulli) sind Pflicht. Auch eine winddichte Jacke zum Überziehen ist keine schlechte Idee, denn die Safari-Fahrzeuge sind offen und man startet schon in aller Frühe. Das heißt: Es kann noch kalt sein.
  • Hosen sollten bequem und strapazierfähig sein. Generell empfehlen sich neutrale Farben wie Sand, Hellbraun oder Olive. Helle Stoffe werden zu schnell schmutzig und dunkle Farben ziehen verstärkt Moskitos an.
  • Es ist zwar tagsüber warm, aber es kann trotzdem eine gute Idee sein, ein leichtes, langärmeliges Shirt oder Hemd zu tragen. Wenn man den ganzen Tag im offenen Auto sitzt, kann es auch mit Sonnencreme unangenehm werden, wenn die Sonne stundenlang auf die nackte Haut scheint.
  • Wer auch an Walking Safaris teilnimmt, braucht feste Wanderschuhe. Wer nur im Auto sitzt, kann auf leichte Trekkingschuhe zurückgreifen. Wichtig ist, dass das Material nicht zu durchlässig ist, denn auf den sandigen Böden hat man sonst schnell jede Menge Staub im Schuh.
  • In jedem Fall solltest du an eine Kopfbedeckung denken, die so gut sitzt, dass sie bei Fahrtwind nicht wegfliegt. Ein Halstuch, das du auch mal vor das Gesicht ziehen kannst und dich vor dem Staub schützt, ist ebenfalls wichtig. Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sind essentiell, denn du bist in den offenen Safari-Fahrzeugen den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt.

Tipps für Wäsche, Strümpfe & Kosmetikartikel

Frauen würde ich empfehlen, auf Safaris Sport-BH’s oder Tops zu tragen, denn die sind bequem und gleichen das permanente Schütteln und Wackeln des Autos besser aus. Da es nachts oft empfindlich kalt wird, ist warme Schlafkleidung angesagt. Lange Thermowäsche ist zum Beispiel ideal.

Bei den Socken sind lange Wander- oder Sportsocken am besten geeignet. Kurze Sneaker-Socken sind besonders abends fatal, wenn sich die Moskitos beim Abendessen auf die nackte Fußknöchel stürzen. Wenn du abends im Freien bist, dann achte auf lange Socken, die du am besten noch mit Mückenschutz einsprühst.

Im Busch ist nicht der richtige Platz für ausgedehnte Schönheitspflege. Man braucht nur essentielle Pflegemittel in möglichst kleinen, platzsparenden Größen. Wer zu trockener Haut neigt, sollte an eine feuchtigkeitsspendende Creme denken. Auch die Lippen freuen sich über einen Balsam. Wegen der trockenen, staubigen Luft können befeuchtende, beruhigende Augentropfen hilfreich sein.

Bezahlen auf Safari: Bar oder per Karte?

Bei Safaris ist es oft üblich, dass Unterkunft, Aktivitäten und Verpflegung als Paket im Vorfeld bezahlt werden. Vor Ort musst du dann nur noch für die Getränke, zusätzliche Serviceleistungen und für das Trinkgeld aufkommen, das oft ein wesentlicher Bestandteil des Lohnes der Angestellten ist. In größeren Lodges kann man meist auch mit Kreditkarte bezahlen, aber gerade in kleinen Camps oder mitten in der Wildnis brauchst du Bargeld in möglichst kleinen Scheinen, denn häufig ist auch das Wechselgeld knapp.

Safaris gibt es von der Luxus-Ausführung bis zum einfachen Zelt-Camp. Gerade bei der einfachen Variante mitten im Busch hat man nach meiner Erfahrung die intensivsten Erlebnisse. Nichts ist so berührend, wie nachts den Geräuschen den Busches zu lauschen und keine Angst: im Zelt bist du vor den Tieren sicher.

Viel Spaß bei deinem Afrika-Abenteuer!

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