7 Reise-Dokus, die du gesehen haben solltest

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Suchst du nach neuen Reisezielen für deine Bucketlist? Oder willst du dich auf deinen nächsten Trip einstimmen? Dann haben wir etwas für dich: Diese 7 Reise-Dokus solltest du auf jeden Fall gesehen haben! Ob im Team oder allein, zu Fuß, per Anhalter oder Fahrrad, mit dem Auto oder Flugzeug, einmal um die Welt oder durch einzelne Kontinente – diese Filme bieten alles, was dein Reiseherz höher schlagen lässt. Schau rein und lass dich inspirieren!

WEIT: Der Cadillac unter den Reisedokus

Über drei Jahre lang reist ein junges Paar aus Freiburg um den Globus – mit ein paar Euro am Tag, ohne Flugzeug und schließlich mit Säugling. Wie das geht, filmten sie und produzierten damit eine der faszinierendsten und erfolgreichsten Reisedokus der vergangenen Jahre. Im Frühjahr 2013 brechen Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier zu ihrer Weltreise auf. Sie starten in Richtung Osten, fahren über den Balkan nach Russland und Asien, touren durch Mittel- und Südamerika, wandern durch halb Europa. 100.000 Kilometer legen sie zurück – per Anhalter, Bus, Zug, mit Schiff und Esel, zu Fuß oder mit ihrem VW-Bus Carlos.

Drei Jahre und 110 Tage später kommen sie wieder in Deutschland an, diesmal zu dritt: Sohn Bruno kam im Mai 2015 in Mexiko zur Welt. Wen sie getroffen, welche Landschaften sie gesehen und welche Kulturen sie kennengelernt haben, zeigen sie in dieser wirklich beeindruckenden Reise-Doku. „WEIT“ ist volle 129 Minuten lang, läuft im Sommer 2018 in zahlreichen deutschen Kinos und ist online ausleihbar. DVD und Blu-Ray gibt’s ebenfalls. Spricht Bände: 2017 erhielt die Doku den Gilde-Filmpreis für das „Kinophänomen des Jahres“. Und hier kommt der Trailer:

Von Berlin nach Shanghai: Zwillinge auf Fahrradtour

Mit dem Fahrrad von Deutschland nach China – in nur sieben Monaten. Das war das Ziel der Zwillingsbrüder Paul und Hansen aus Berlin. Ohne viel Gepäck radeln sie los. Stets dabei: klar, ihre Kamera. Heraus kam ein authentischer Film über eine Reise im Sattel, Erschöpfung und Abenteuerlust, Geschwisterliebe und soziale Krisen. Allen Fans von Reisedokus dürften die Brüder bereits von ihrer Weltreise-Doku „Zwei um die Welt – in 80 Tagen ohne Geld“ bekannt sein.

Genau an ihrem 30. Geburtstag brechen Paul und Hansen mit ihren Rädern auf dem längsten Landweg der Welt in das 13.000 Kilometer entfernte Shanghai auf. Sehr viel mehr als ein kleines Zelt, zwei Isomatten und eine Kamera nehmen sie nicht mit. Sie radeln durch Polen, Russland, die kasachische Steppe, Kirgistan, die Taklamakan Wüste und den Himalaya nach China. Sie erleben neue Kulturen, atemberaubende Landschaften, Krisen, Extremwetter, Verletzungen und Krankheit. Eine durchweg sehenswerte Reisedokumentation – ungeschminkt, fesselnd und mehr als beeindruckend. Die Reisedoku von Paul und Hansen ist in einer dreiteiligen Filmreihe der ARD unter dem Titel „Berlin2Shanghai“ und als Buch im Piper Malik Verlag verfügbar. Die über zweistündige Doku könnt ihr euch auch auf YouTube ansehen:

Und die nächste Reise ist auch schon geplant: im Sommer 2018 soll es mit einem selbstgebauten Amphibienfahrzeug durch Alaska gehen. Mehr Infos gibt es auf der Website von Paul und Hansen.

25.000 Kilometer in einem Schulbus

Mit seiner Fahrrad-Doku „Pedal the World“ wurde Felix Stark bekannt. Jetzt ist er wieder unterwegs: Mit Freundin Selima Taibi alias Mogli geht es in einem umgebauten Schulbus von Alaska bis Mexiko. Ihr Abenteuer dokumentieren sie in einem Videotagebuch – das Material für einen Sensationserfolg.

Trotz eines guten Lebens in Berlin sind Felix und Mogli nicht glücklich. Auf der Suche nach ihrem Glück beschließen sie deshallb, Deutschland für eine Langzeitreise mit Hund Rudi den Rücken zu kehren. Zuvor hatten sich die Globetrotter einen alten, 13 Meter langen Schulbus gekauft und ihn in drei Monaten zu einem modernen Wohnmobil umgebaut. Ohne Plan fahren sie los, zu Gletschern, Bergen, Wüsten und Urwäldern, von Alaska bis Mexiko. Über ein Jahr sind Felix, Mogli und Rudi unterwegs, sehen Wölfe, Elche und Bären, erleben Höhen und Tiefen. Mit starken Bildern und privaten Einblicken gelingt ihnen dieser spannende Dokumentarfilm. Die Filmmusik steuerte Mogli, die als Sängerin arbeitet, selbst bei. Ab Mai 2017 lief „Expedition Happiness“ monatelang in zahlreichen deutschen Kinos, reinschnuppern könnt ihr mit Hilfe des offiziellen Trailers:

Am anderen Ende der Welt: 100 Tage in Down Under

Über drei Monate erkundeten die unabhängigen Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg das Backpackerland Nummer eins: Australien. Mit ihrem Camper fuhren sie 22.000 Kilometer um den ganzen Kontinent und drehten dabei einen Film, der Tagebuch, Naturdoku und Reiseführer in einem ist.

Mit ihrer Reise durch Australien machen Silke und Christian vor, was sich viele wünschen: einmal durch die Wildnis der größten Insel der Welt reisen. Genau 100 Tage soll ihr Roadtrip dauern – kaum machbar, meinen Experten und Freunde. Doch Silke und Christian düsen mit ihrem Camper von Perth die Westküste entlang nach Darwin, über Alice Springs und Cairns bis in den Süden, über Sydney und Melbourne bis nach Adelaide. Dabei verstehen es die erfahrenen Filmemacher, die ganze Schönheit des roten Kontinents in atemberaubenden Szenen ganz ohne Pathos und Theatralik zu zeigen. Eine atemberaubende und entspannte Reisedokumentation, die jede ihrer 133 Minuten wert ist. „Australien in 100 Tagen“ kam 2012 in die deutschen Kinos und ist deshalb der Pionier, der in unserer Liste nicht fehlen darf. Einblicke in das Australien-Abenteuer findet ihr hier:

Fünf Kontinente in zehn Tagen – Weltreise im Schnelldurchlauf

Mit Vollgas startet Christoph Karrasch seine Reise um die Welt. Nur zehn Tage hat er dafür Zeit! Fans und Follower bestimmen seine Route und die Aufgaben, die er vor Ort erfüllen muss. Das führt zu jeder Menge Chaos und Spaß für die Betrachter … Die interaktive Weltreise ist nicht nur die kürzeste, sondern auch verrückteste Reise in unserer Liste.

Fünf Kontinente in zehn Tagen. So wirklich glaubt niemand an das neue Projekt des jungen Reisejournalisten Christoph Karrasch. Zudem hat er seine Reiseplanung nicht selbst in der Hand, sondern überlässt sie seinen Fans. Die bestimmen, er soll nach Lima, Las Vegas, Auckland, Kathmandu und Kapstadt reisen, den Haka tanzen, Meerschweinchen essen, etwas Gutes tun. Wie ihm der Kurztrip um die Welt trotz aller Erschöpfung gelingt, zeigt Christoph in einer lustigen und spannenden Doku. Die perfekte Inspiration für alle, die ihren nächsten 14-Tage-Urlaub mal etwas anders gestalten wollen. Für „In 10 Tagen um die Welt“ wurde Christian mit dem Columbus-Filmpreis ausgezeichnet, ein Buch über seine Speed-Weltreise hat er ebenfalls geschrieben. Den Trailer zum Film findet ihr hier:

Unser Klassiker: Südafrika – der Kinofilm

Silke Schranz und Christian Wüstenberg von „100 Tage in Downunder“ haben sich erneut auf den Weg gemacht, dieses Mal war Südafrika ihr Ziel. In erstklassiger Filmmanier zeigen die beiden, was der südlichste Zipfel Afrikas zu bieten hat: Wilde Tiere, unberührte Landschaften, afrikanisches Lebensgefühl. Auf ihrem zweimonatigen Roadtrip fahren sie von Kapstadt bis nach Durban über die küstennahe Garden Route und weiter über Lesotho und Swasiland bis in den Nordosten nach Johannesburg. Mit Leichtigkeit und Humor geben die Filmemacher wertvolle Reisetipps und drehen alles, was sie erleben, ohne jedoch selbst oft vor der Kamera zu stehen.

Die informative und unterhaltsame Dokumentation besticht vor allem durch die Abwechslung von Einblicken in Kultur und Leben der Südafrikaner und atemberaubenden Bildern von Tier und Landschaft. „Südafrika – der Kinofilm“ war 2016 der erfolgreichste Dokumentarfilm im deutschen Kino. Erhältlich als DVD und Blu-Ray, den Trailer gibt es gleich hier bei uns:

Von München ans Schwarze Meer: Eine Reise auf dem Wasser

„2467 km“ ist Reise-Doku und Umweltreportage in einem, denn mit seiner 63-tägigen Paddeltour durch die Flüsse Europas will Pascal Rösler auf den Zustand unseres Wassers aufmerksam machen. Ein spannendes Projekt, informativ und aktuell, aber auch persönlich und mitreißend.

Mehr als 2.000 Kilometer paddelt Pascal in dieser Doku auf einem Stand-Up-Paddle-Board (SUP) von München auf Isar und Donau bis ans Schwarze Meer. Über 360 Stunden steht er auf seinem SUP und absolviert dabei knapp 600.000 Paddelschläge. Eine strapaziöse Reise, mit der der 44-Jährige auf die zunehmende Wasserverschmutzung durch Industrialisierung, Müll und Flussausbau aufmerksam machen möchte. 20 Tage lang wird er von einem Filmteam begleitet, das Landschaftsaufnahmen, menschliche Begegnungen und persönliche Empfindungen mit dem Thema Umweltverschmutzung in einem Film vereint. Eine starke Reisedoku der etwas anderen Art, ebenso beeindruckend wie sehenswert. Der Dokumentarfilm über Pascal und sein Paddel ist Anfang 2018 mit großem Erfolg angelaufen. Den Trailer zum Film zeigen wir euch hier:

Samsara – ein besonderes Extra zum Schluss

Für alle, die nicht genug von Impressionen aus allen Teilen der Welt bekommen können, aber auch für alle, deren Reiselust wir immer noch nicht wecken konnten, haben wir noch ein kleines Extra: Samsara, ein experimenteller Dokumentarfilm von Ron Fricke aus dem Jahr 2011. Der Film wurde über eine Dauer von fünf Jahren in 25 Ländern gedreht und fasziniert mit detailreichen, gestochen scharfen Bildern im hochauflösenden 70-mm-Format. Der non-verbale Film inszeniert Impressionen von Landschaft, Mensch und Kultur und ist Filmkunst par excellence. Überzeugt euch selbst:

Noch Ergänzungen?

Gefällt euch die Liste oder fehlt euch ein Film? Schickt uns gern eure eigenen Vorschläge per Kommentar!

Aufmacherbild: © WEIT / Gwendolin Weisser & Patrick Allgaier

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